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Amand (Amandus) von Buseck, Dekan von Fulda, sowie die Pröpste
und Konventualen von Fulda bekunden für sich, ihre Nachfolger und für die
von ihnen...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1731-1740
1735 Dezember 24
Ausfertigung, Pergament, zehn mit gelb-roten Seidenbändern angehängte Siegel in Holzkapseln (Siegelbild Nr. 7 fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geschehen Fuldt den 24ten Decembris 1735
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Amand (Amandus) von Buseck, Dekan von Fulda, sowie die Pröpste und Konventualen von Fulda bekunden für sich, ihre Nachfolger und für die von ihnen versehenen Propsteien, dass sie von Adolf [von Dalberg], Abt von Fulda, während der Winterversammlung des Konvents (in ultimo capitulo hyemali ordinario) die Zusicherung erhalten haben, dass es trotz des teuren Unterhalts der schon bestehenden Propsteien zur Gründung einer neuen Propstei kommen wird. Die neue Propstei soll durch die Amtsrechnung in Sannerz (Sandertz) finanziert werden und hat an die Rentkammer des Abts jährliche Abgaben zu zahlen; im Gegenzug erhält die Propstei das zivile Vogteirecht, das Jagdrecht, Fischrecht sowie die Waldnutzung und die Nutzung des hutten-steckelbergischen Schlosses sowie dessen Zubehörs. Der Konvent hat aus seinen Reihen einen verdienten Konventualen für die Propstei bestimmt, diesen präsentiert und versprochen, bei Vakanz einen neuen Propst aus seinen Reihen zu wählen. Der Konvent hat jedoch zunächst einen schriftlichen Vorbehalt (renuntiations=acte) gegen diese Neugründung vorgebracht. Er hat den Vorbehalt mit der Tatsache begründet, dass es bereits unter den Vorgängern des Abts sowie während der Sedisvakanzen zur Ausstattung der Propstei in Frauenberg gekommen war, die jedoch noch nicht abgeschlossen worden sei. Zudem war es über den Besitz der Propstei zu Streitigkeiten zwischen dem Konvent und dem Abt sowie der Hofkammer gekommen. Daher sollen künftig die Besitzansprüche sowohl der Propsteien als auch der Rentkammer genau voneinander getrennt werden und beiderseits Beachtung finden (ad normam interdicti uti possidetis ita possideatis). Der Konvent hat dem Abt versprochen, gemäß dieses Vorbehalts dem Abt gehorsam zu sein. Weiter hat der Konvent versprochen, die Neugründung der Propstei zu fördern; mit der darüber ausgestellten Gründungsurkunde hat sich der Konvent ebenfalls einverstanden erklärt. Darüber hinaus haben der Konvent als Ganzes wie auch die Pröpste versprochen, wie bisher die gemäß des Registers fälligen jährlichen Abgaben und Lehnszinsen an die Hofkammer des Abts zu leisten. Mit Hinweis auf die dem Konvent zustehenden Befreiungen (praehabitam desuper deliberatione capitulari) haben die Konventsmitglieder jedoch den Zugriff anderer Personen oder die Zahlung weiterer Summen ausgeschlossen. Sie haben versprochen, die der Hofkammer zustehenden Zahlungen ohne Widerspruch zu leisten. Rechtliche Mittel und Einwendungen gegen diese Regelung hat der Konvent für sich und seine Nachfolger ausgeschlossen (in specie renuntiationem generalem non valere nisi specialis praecesserit). Ankündigung des Geschäftssiegels des Konvents. Siegelankündigung. Ankündigung der Unterfertigung. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, 4. und 5. Seite, 6. Seite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2, Avers 3, Avers 4, Avers 5, Avers 6, Avers 7, Avers 8, Avers 9)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Amandus von Buseck dechant undt / probst zum Neuenburg manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Conrad von Mengersen probst / auff St. Johannesberg
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Placidus von Bastheim / probst auff S. Petersberg manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Bonifacius von Hutten zu Stolzenberg / probst zu Tulba manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Wilhelm von Harstall / probst zu Zell manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Fridrich von Kötschau / probst zu S. Michels/berg manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Casimir von Sickingen / probst zu Holtzkirchen manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Adalbert von Walderdorff / probst zu Blanckenau manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Leopold Specht de Bubenheim / probst zu Sannerz manu propria)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Amandus von Buseck, Dekan und Propst von Neuenberg
Vermerke (Urkunde): Siegler: Konrad von Mengersen, Propst von Johannesberg
Vermerke (Urkunde): Siegler: Placidus von Bastheim, Propst von Petersberg
Vermerke (Urkunde): Siegler: Bonifatius von Hutten zu Stolzenberg, Propst von Thulba
Vermerke (Urkunde): Siegler: Wilhelm von Harstall, Propst von Zella
Vermerke (Urkunde): Siegler: Friedrich von Ketschau, Propst von Michaelsberg
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Kasimir von Sickingen, Propst von Holzkirchen]
Vermerke (Urkunde): Siegler: Adalbert von Walderdorff, Propst von Blankenau
Vermerke (Urkunde): Siegler: Leopold Specht von Bubenheim, Propst von Sannerz
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 2, Nr. 49; StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 2, Nr. 53
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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