Mechtild, Äbtissin des Stifts Herdecke St. Benedikts Ordens (Mecheldis...abbadissa...monalium ecclesie in Hurecke ordinis sancti Benedicti) bekundet den Verkauf eines Hofes an Wittekind gen. Reuel (de Reuele), Vorsteher des Hospitals St. Mariae Virginis in Iserlohn (Iserloen). Der Hof, der durch Wittekind bereits durch 8 Joch Land vergrößert wurde, liegt in Iserlohn und umfasst insbesondere auch zwei Hufen Land in Östrich. Als Kaufpreis wird eine jährlich vor dem Weihnachtsfest zu zahlende, von Wittekind beim Stift abzuliefernde Rente vereinbart. Sie besteht aus 2 Malter Weizen, 9 1/2 Malter Rogge, 16 Malter Malzhafer (bracii avenati), 4 Malter Hafer, 2 Maß Salz, alles nach Dortmunder Maß, sowie 1 Mark gängiger Münze und 10 Hühnern. Die Rente ist bis zum Palmsonntag zumindest zur Hälfte fällig. Bleibt die Zahlung ohne gute Gründe aus, fällt der Hof an das Stift zurück. Ein neuer Hospitalvorsteher wird bei seinem Eintritt in die Rentenverpflichtung von der Äbtissin 1 Mark erhalten. Zeugen: Gerhard, Kanoniker beim Sitft; Heinrich und Gottschalk, Angehörige des Dominikaner-Ordens (de ordinis predicatorum); Gottfried von Menden (Mendene), Kaplan zu Iserlohn; Hugo de Rudding und Gieselher (Giesler), Bürger zu Iserlohn. Siegelankündigungen: Äbtissin und Konvent des Stifts Herdecke, sowie die Stadt Iserlohn acta sunt hec in Hurecke super camminata abbadisse predicte in vigilia beati Laurentii in facie conventus ecclesie anno domini 1313

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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