Fotografie
Schwarz-Weiß-Fotografie eines gemalten Porträts von Jacques de Lévis. Auf dem Porträt ist nur de Lévis Kopf abgebildet, ein spanischer Kragen ist mit Strichen angedeutet. Das Porträt wurde im Halbprofil erstellt, der Porträtierte sieht die Betrachtenden direkt an. Der Hintergrund ist neutral. Oben links im Bild befindet sich ein Schriftzug. Am unteren Rand des Porträts steht handschriftlich: „Jacques de Lévis, comte de Caylus, mort en 1578 des blessures reçues dans le duel qu'il eut contre Charles de Balsac, dit le Bel Entraguet.“ (Etwa: Jacques de Lévis, Graf von Caylus, starb 1578 an den Verletzungen, die er bei einem Duell gegen Charles de Balsac, genannt le Bel Entraguet, erlitten hatte.) Über dem Text befindet sich ein Stempel/Siegel mit möglicherweise einer Krone und den Initialen B R.
Kontext:
Jacques de Lévis (1554– 1578) war ein Vertrauter ("Mignon") von Heinrich III. von Frankreich (1551–1589) und wurde im Duell gegen Charles de Balzac (ebenfalls ein Mignon Heinrichs III.) tödlich verletzt.
Das Foto dürfte hier im Kontext des Kampfes um die Rechte Homosexueller stehen. Der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld und andere, die sich für die Abschaffung von § 175 einsetzen, wonach mannmännliche sexuelle Beziehungen in Deutschland und vielen Ländern unter Strafe gestellt wurden, griffen in ihren Schriften und weiteren aufklärerischen Arbeiten oft auf historische oder bekannte Persönlichkeiten zurück, die selbst – offen oder nicht – homosexuell waren. Damit verwiesen sie auf eine lange Traditionslinie geschlechtlicher Identitätskonzepte, die jenseits der zweigeschlechtlichen, heterosexuellen Norm lagen.
Kontext:
Jacques de Lévis (1554– 1578) war ein Vertrauter ("Mignon") von Heinrich III. von Frankreich (1551–1589) und wurde im Duell gegen Charles de Balzac (ebenfalls ein Mignon Heinrichs III.) tödlich verletzt.
Das Foto dürfte hier im Kontext des Kampfes um die Rechte Homosexueller stehen. Der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld und andere, die sich für die Abschaffung von § 175 einsetzen, wonach mannmännliche sexuelle Beziehungen in Deutschland und vielen Ländern unter Strafe gestellt wurden, griffen in ihren Schriften und weiteren aufklärerischen Arbeiten oft auf historische oder bekannte Persönlichkeiten zurück, die selbst – offen oder nicht – homosexuell waren. Damit verwiesen sie auf eine lange Traditionslinie geschlechtlicher Identitätskonzepte, die jenseits der zweigeschlechtlichen, heterosexuellen Norm lagen.
Gebrauch
Berlin-Tiergarten
1919-1933
Besessen
Veröffentlichung
Wien
1927
Veröffentlicht
Verlust
Berlin
1933
Verschollen
Herstellung
16. Jahrhundert
Gemalt
Veröffentlichung
Hannelore von Palkow
Wien
1932
Veröffentlicht
Porträt
Gemälde
Homosexualität
Historische Person
Jacques de Lévis (1554-1578)
Frankreich
Bildunterschrift in Schidrowitz: Sittengeschichte des Lasters: Ein „Mignon“-König Heinrich III. von Frankreich
(Archiv des Instituts für Sexualwissenschaft, Dr. Magnus Hirschfeld-Stiftung, Berlin)
Bildunterschrift in Palkow/Marchand: Liebeslexikon von A–Z: Ein „Mignon“-König, Heinrich III. von Frankreich
Archiv des Instituts für Sexualwissenschaft, Dr. Magnus Hirschfeld-Stiftung, Berlin
(Archiv des Instituts für Sexualwissenschaft, Dr. Magnus Hirschfeld-Stiftung, Berlin)
Bildunterschrift in Palkow/Marchand: Liebeslexikon von A–Z: Ein „Mignon“-König, Heinrich III. von Frankreich
Archiv des Instituts für Sexualwissenschaft, Dr. Magnus Hirschfeld-Stiftung, Berlin
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Berlin
FSIFS-144_a
Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin
Fotografische Sammlung des ehemaligen Instituts für Sexualwissenschaft
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft
22.05.2025, 15:30 MESZ
Public Domain Mark 1.0 Universell