Ernennung des katholischen Johann von Thenen zum Vogt und Meier von Aachen durch den Herzog von Jülich am 6. Nov. 1584. Der protestantische Bürgermeister und Rat klagt auf Rücknahme der Ernennung, da Thenen untauglich sei und die in den 18 Jahren seiner Tätigkeit als Geheimer Sekretär der Stadt erlangten Kenntnisse zu ihrem Nachteil benutze.
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AA 0627, 19 - A 67/84
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 1. Buchstabe A
1585-1593 (1583-1593)
Enthaeltvermerke: Kläger: Bürgermeister und Rat des Königlichen Stuhls und der Stadt Aachen Beklagter: Herzog Wilhelm und Herzog Johann Wilhelm von Jülich und Konsorten: die Aachener Schöffen Leonhard von dem Hove, Wilhelm von Wilre (Weijler, Weyler) (Schöffenmeister), Albrecht Schrick (Schrikh), Jakob Pastor, Gregor und Johann von Wilre Prokuratoren (Kl.): Dr. Erhard Kalt [1584] 1585, [1585] 1585 - Dr. Melchior Kirwang [1591] 1592 - Lic. Johann Konrad Streiter [1593] 1593 Prokuratoren (Bekl.): für den Herzog: Dr. Laurentius Vomelius [1579] 1585 - für die Schöffen: Dr. Laurentius Vomelius [1585] 1585, 1586 - Dr. Heinrich Stemler [1585] 1585 Prozeßart: Mandati inhibitorii cum clausula Instanzen: RKG 1585-1593 (1583-1593) Beweismittel: Pacifications-Rezeß der kaiserlichen subdelegierten Kommissare Johann Zandt von Merle, Statthalter zu Trier, Lic. Konrad Reck, Dr. Wolfgang Eylerbeck und Hans von Seidlitz, 1584 (Ausf.) (37-41). Kopien mehrerer Schreiben Kaiser Rudolfs II., der kaiserlichen Kommission und der Stadt Aachen, die Religionsunruhen in Aachen betr. (105-174). Mandat Rudolfs II. (Kopie) vom 24. Dez. 1588: Aufforderung an die protestantischen Aachener, den katholischen Johann von Thenen als Vogt anzuerkennen (185-188). Namen von Schöffen, 1585 (in Q 2, 4, 5). Beschreibung: 4 cm, 200 Bl., geb.; Q 1-44*, 32 Beilagen, davon 31 = Q 9*-44*; Bl. 11 (Q 2) zerrissen. Lit.: Coels, Schöffen Nr. 239 S. 284- 288, Nr. 236 S. 276-281, Nr. 244 S. 298-303, Nr. 240 S. 288-291, Nr. 249 S. 316-318, Nr. 251 S. 323-325 und S. 324 und Macco, Beiträge III S. 277f. Anm.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:41 MESZ
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