Guardian und Konvent des Franziskanerklosters ("der Mindern Bru/o/der") in Ulm [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150] bekennen, dass ihnen Katharina von Mannsberg ("Mansperg") [abgegangene Burg bei Dettingen unter Teck/Lkr. Esslingen], die Witwe des Johann von Wernau ("Werdnow") [Stadt Erbach/Alb-Donau-Kreis], eine Gut in Vöhringen ("Veringen") [Lkr. Neu-Ulm] erworben hat. Dieses bewirtschaftet derzeit Nabholz gegen einen jährlichen Zins von 5 Imi Fesen, 3 Imi Hafer, 1 Muth Öl, 6 Herbsthühnern, 1 Fastnachtshuhn, 2 Muth Obst, 1 Gans, 100 Eiern und 3 Pfund Heller. Von diesem Zins hat die Käuferin dem Dominikanerkloster ("den Predigern") in Ulm [abgegangen, Bereich Grüner Hof 7, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3] 1 Pfund Heller überlassen. Dieses Pfund Heller haben die Franziskaner nun mit ihrer Zustimmung gegen Bezahlung von 16 Pfund Heller abgelöst. Das zweite Pfund Heller geht an die Bedürftigen im Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] und soll solange von den Franziskanern entrichtet werden, bis sie es ebenfalls mit 16 Pfund Heller abgelöst haben. Das dritte Pfund Heller fällt an die Franziskaner, die dafür jedes Jahr an Allerheiligen einen Jahrtag für den verstorbenen Ehemann der Käuferin mit Vigil und Seelmesse feierlich begehen sollen, wobei das Geld gleichmäßig unter die Konventsbrüder verteilt werden soll. Außerdem verpflichten sich Guardian und Konvent, jedes Jahr am Dienstag vor Palmsonntag einen weiteren Jahrtag für Katharina von Mannsberg in gleicher Weise zu begehen. Bei Säumnis können deren Söhne Ludwig, Volmar und Johann von Wernau die Erträge des Gutes in dem betreffenden Jahr geben wem sie wollen.