A Rep. 250-04-17 Weizenmühle Karl Salomon & Co. AG (Bestand)
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A Rep. 250-04-17
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 6 Unternehmen der Wirtschaft >> A 6.2 Unternehmen der privaten Wirtschaft
(1873-1894) 1901 - 1943 (-1949)
Vorwort: A Rep. 250-04-17 Weizenmühle Karl Salomon & Co. AG
1. Unternehmensgeschichte
Die Weizenmühle Karl Salomon & Co. wurde 1893 gegründet. Die Mühle und die Geschäftsstelle befanden sich in der Mühlenstraße 8 in Berlin. Das Firmengelände umfasste weitere Grundstücke in der Mühlenstraße, Am Oberbaum und angemietete Lagerplätze am nahegelegenen Schlesischen Bahnhof, so dass die Firma als einzige Mühle Groß-Berlins Gleis - und Wasseranschluss besaß. Die Produktion war vor allem auf das Vermahlen von Weizen ausgerichtet, aber auch Roggenmehl wurde in größeren Mengen produziert. Eine geringe Bedeutung hatte die Herstellung von Kleie und Maismehl. Die Rohstoffe wurden aus dem In - und Ausland importiert. Der wichtigste Absatzmarkt für die Weizenmühle Salomon war der Bezirk Berlin. Durch Handelsvertreter baute die Firma sich weitere Absatzmärkte in einigen sächsischen Städten, wie Leipzig, Dresden, Chemnitz oder Zschopau, auf. [1]
Nachdem der Firmengründer Karl Salomon verstorben war, wurde die Kommanditgesellschaft am 21. Dezember 1921 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und durch die Erbinnen, Hedwig Manheimer (geb. Salomon) und Gertrud Salomon, und den bisherigen Kommanditisten Georg Bielschowsky finanziert. Dieser übernahm die Direktion, bis diese 1924 in die Hände von Albert Jaeger gelegt wurde.
1926 gründete die Weizenmühle Salomon im Verbund mit der Berliner Dampfmühlen AG, der Berliner Victoriamühlen AG und der Humboldtmühlen AG die Betriebsgesellschaft Berliner Mühlen mbH und statteten diese mit einem Kapital von 20000 RM aus. Im Folgenden wurden alle vier Mühlen an die GmbH verpachtet, die nun die Geschäftsführung übernahm[2] . Allerdings wurde das auf den März 1932 befristete Vertragsverhältnis schon im Februar 1927 wieder aufgehoben. In der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre musste die Weizenmühle Salomon starke Verluste verzeichnen. Erst in den Jahren 1931 und 1932 konnten wieder Gewinne vermerkt werden. Allerdings war die Produktion rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr fiel sie im Jahr 1931 um 15,5%. Die Fabrikaterlöse waren somit um 14,3% geringer. [3] Zu diesem Zeitpunkt belief sich das Aktienkapital der Firma auf 2 Mio. RM. Es war von ursprünglich 8 Mill. M um weitere 8 Mill. im Jahr 1922 erhöht worden. Nach der Umstellung der 16 Mill. M auf Reichsmark im Jahr 1924 wurde das Kapital 1928 auf 400000 RM gesenkt, um dann um 1,6 Mio. RM erhöht zu werden.
Im Juni 1932 ging die Weizenmühle Salomon in der Osthafenmühlen AG, dem späteren VEB Kombinat Getreidewirtschaft Osthafenmühlen, auf.
Fußnoten:
[1] Vgl. Landesarchiv Berlin, A Rep. 250-04-17, Nr. 44.
[2] Vgl. ebd., Nr. 6 und 7.
[3] Vgl. ebd., Nr. 44.
2. Bestandsgeschichte
Es ist anzunehmen, dass die Akten der Weizenmühle Salomon ab 1932 von der Osthafenmühlen AG aufbewahrt worden sind. Am 13. Oktober 1980 übergab der VEB Kombinat Getreidewirtschaft Osthafenmühlen die Akten an das Stadtarchiv Berlin ( Acc. 658/80 ). Seit der Vereinigung von Stadtarchiv Berlin und Landesarchiv Berlin 1991 werden die Akten vom dem Landesarchiv Berlin verwahrt.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren:
Landesarchiv Berlin, A Rep. 250-04-17 Weizenmühle Karl Salomon & Co. AG, Nr. ...
3. Korrespondierender Bestand
A Rep. 250-04-13 Osthafenmühlen AG
Berlin, im April 2003 Max-Peter Bischoff
1. Unternehmensgeschichte
Die Weizenmühle Karl Salomon & Co. wurde 1893 gegründet. Die Mühle und die Geschäftsstelle befanden sich in der Mühlenstraße 8 in Berlin. Das Firmengelände umfasste weitere Grundstücke in der Mühlenstraße, Am Oberbaum und angemietete Lagerplätze am nahegelegenen Schlesischen Bahnhof, so dass die Firma als einzige Mühle Groß-Berlins Gleis - und Wasseranschluss besaß. Die Produktion war vor allem auf das Vermahlen von Weizen ausgerichtet, aber auch Roggenmehl wurde in größeren Mengen produziert. Eine geringe Bedeutung hatte die Herstellung von Kleie und Maismehl. Die Rohstoffe wurden aus dem In - und Ausland importiert. Der wichtigste Absatzmarkt für die Weizenmühle Salomon war der Bezirk Berlin. Durch Handelsvertreter baute die Firma sich weitere Absatzmärkte in einigen sächsischen Städten, wie Leipzig, Dresden, Chemnitz oder Zschopau, auf. [1]
Nachdem der Firmengründer Karl Salomon verstorben war, wurde die Kommanditgesellschaft am 21. Dezember 1921 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und durch die Erbinnen, Hedwig Manheimer (geb. Salomon) und Gertrud Salomon, und den bisherigen Kommanditisten Georg Bielschowsky finanziert. Dieser übernahm die Direktion, bis diese 1924 in die Hände von Albert Jaeger gelegt wurde.
1926 gründete die Weizenmühle Salomon im Verbund mit der Berliner Dampfmühlen AG, der Berliner Victoriamühlen AG und der Humboldtmühlen AG die Betriebsgesellschaft Berliner Mühlen mbH und statteten diese mit einem Kapital von 20000 RM aus. Im Folgenden wurden alle vier Mühlen an die GmbH verpachtet, die nun die Geschäftsführung übernahm[2] . Allerdings wurde das auf den März 1932 befristete Vertragsverhältnis schon im Februar 1927 wieder aufgehoben. In der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre musste die Weizenmühle Salomon starke Verluste verzeichnen. Erst in den Jahren 1931 und 1932 konnten wieder Gewinne vermerkt werden. Allerdings war die Produktion rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr fiel sie im Jahr 1931 um 15,5%. Die Fabrikaterlöse waren somit um 14,3% geringer. [3] Zu diesem Zeitpunkt belief sich das Aktienkapital der Firma auf 2 Mio. RM. Es war von ursprünglich 8 Mill. M um weitere 8 Mill. im Jahr 1922 erhöht worden. Nach der Umstellung der 16 Mill. M auf Reichsmark im Jahr 1924 wurde das Kapital 1928 auf 400000 RM gesenkt, um dann um 1,6 Mio. RM erhöht zu werden.
Im Juni 1932 ging die Weizenmühle Salomon in der Osthafenmühlen AG, dem späteren VEB Kombinat Getreidewirtschaft Osthafenmühlen, auf.
Fußnoten:
[1] Vgl. Landesarchiv Berlin, A Rep. 250-04-17, Nr. 44.
[2] Vgl. ebd., Nr. 6 und 7.
[3] Vgl. ebd., Nr. 44.
2. Bestandsgeschichte
Es ist anzunehmen, dass die Akten der Weizenmühle Salomon ab 1932 von der Osthafenmühlen AG aufbewahrt worden sind. Am 13. Oktober 1980 übergab der VEB Kombinat Getreidewirtschaft Osthafenmühlen die Akten an das Stadtarchiv Berlin ( Acc. 658/80 ). Seit der Vereinigung von Stadtarchiv Berlin und Landesarchiv Berlin 1991 werden die Akten vom dem Landesarchiv Berlin verwahrt.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren:
Landesarchiv Berlin, A Rep. 250-04-17 Weizenmühle Karl Salomon & Co. AG, Nr. ...
3. Korrespondierender Bestand
A Rep. 250-04-13 Osthafenmühlen AG
Berlin, im April 2003 Max-Peter Bischoff
Bestand
Verwandte Verzeichnungseinheiten: LAB A Rep. 250-04-13 Osthafenmühlen AG
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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22.08.2025, 11:21 MESZ