A Rep. 003-04-25 Städtisches Krankenhaus Reinickendorf / Erwin-Liek-Krankenhaus (Bestand)
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A Rep. 003-04-25
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 2 Magistrat der Stadt Berlin >> A 2.4 Nachgeordnete städtische Behörden und Einrichtungen >> A Rep. 003-04-ff. Städtische Krankenhäuser sowie Heil- und Pflegeanstalten
1941 - 1942
Vorwort: A Rep. 003-04-25 Erwin-Liek-Krankenhaus
1. Krankenhausgeschichte
In den Jahren 1908 bis 1910 wurde an der Teichstraße in Berlin-Reinickendorf das „Verbandskrankenhaus Reinickendorf“ nach Plänen der Charlottenburger Architekten Mohr und Weidner errichtet. Es diente nicht nur der sanitätsdienstlichen Versorgung der Reinickendorfer Einwohner sondern auch der der umliegenden Gemeinden Tegel, Wittenau, Rosenthal und des Kreises Niederbarnim. Mit seinem Pavillonstil und seinen umfangreichen Grünanlagen gehörte es seinerzeit zu den modernsten Krankenhäusern der Stadt. Im Jahre 1918 ging das Krankenhaus in städtische Verwaltung über und bekam den Namen „Humboldt-Krankenhaus“, den es bis zur Umbenennung in „Erwin-Liek-Krankenhaus“ 1935 behielt.
Die Innere Abteilung des Krankenhauses wurde von Prof. Dr. Klemperer und die Äußere Abteilung von Sanitätsrat Kleinschmidt geleitet. 274 Plätze stellte das Städtische Krankenhaus Reinickendorf 1927 zur Verfügung.
Das Krankenhaus verfügte 1941 an seinem Standort Teichstraße 65 in Berlin-Reinickendorf-Ost über eine Planbettenzahl von 369 Betten. Die Leitung hatten die Ärztlichen Direktoren Prof. Dr. Bansi und Dr. Busse soiwe der Stadtamtsmann Dr. Moritz inne. Folgende Abteilungen waren im Krankenhaus vorhanden: Innere Abteilung, Äußere Abteilung, Röntgenabteilung, Pathologisches Institut und eine Apotheke. In der Staatlich anerkannten Krankenpflegeschule wurden 27 Lernschwestern ausgebildet.
Kriegsbedingt wurde die 6./9. Volksschule zu einem Hilfskrankenhaus, dem Hilfskrankenhaus Holländerstraße 25-30 des Erwin-Liek-Krankenhauses Reinickendorf, umgebaut.
Bis zu seiner Schließung 1985 wechselte es noch zweimal den Namen: als „Hôpital Militaire Louis Pasteur“ diente es den französischen Besatzungstruppen als Lazarett, bis es ab 1952 wieder unter dem Namen „Humboldt-Krankenhaus“ der Berliner Bevölkerung zur Verfügung stand. Im Jahre 1985 zog das Krankenhaus in einen Neubau am Nordgraben um. Quelle: http://berliner-unterwelten.de/tour-o.819.0.html
1997 vereinigt es sich mit der Karl Bonhoeffer-Nervenklinik zum Krankenhaus Reinickendorf und ist
inzwischen das Vivantes Humboldt-Klinikum.
Die Akten erhielt das Landesarchiv Berlin im Rahmen der Aktenübergabe betr. die Wittenauer Heilstätten vom VIVANTES-Konzern im Jahr 2008.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst 45 Krankengeschichten mit der Laufzeit 1941-1942 (0,15 lfm). Es sind Krankengeschichten des Hauptstandortes Teichstraße 65 und der Abteilung Holländerstraße 25, einem in einem Schulgebäude eingerichteten Hilfskrankenhaus, überliefert.
Die Akten wurden mit der Software Augias.Archiv 8.3 erfasst und sind nun über die Datenbank und das Findbuch zugänglich.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand isrt wie folgt zu zitieren: A Rep. 003-04-25 Nr. ... .
3. Korrespondierende Bestände
A Rep. 003-03 - Magistrat der Stadt Berlin, Deputation für das Gesundheitswesen / Hauptgesundheitsamt
A Rep. 050-08 - Bezirksamt Berlin-Reinickendorf (1920 - 1945)
B Rep. 220-01 - Bezirksverwaltung Reinickendorf - Abräumakten
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Krankenhaus der Gemeinden Reinickendorf, Tegel, Wittenau, Rosenthal : Denkschrift zur Feier der Eröffnung am 29.10.1910 Signatur: 05899 Jahr: 1910 erschienen: Berlin : Baudouin Umfang: 51 S.
Graubuch 1921, S. 275
Graubuch 1927, S. 287
Graubuch 1941, S. 223
Liek-Danzig, Erwin: Das Wunder in der Heilkunde.- München 1940. (Signatur: Soz A 226(4) )
Berlin, Juni 2014/Juni 2017 Kerstin Bötticher
Fußnote
Erwin Liek (* 13. Mai 1878 in Löbau in Westpreußen; † 12. Februar 1935 in Berlin) war ein deutscher Arzt und Publizist. Quelle: Wikipedia
1. Krankenhausgeschichte
In den Jahren 1908 bis 1910 wurde an der Teichstraße in Berlin-Reinickendorf das „Verbandskrankenhaus Reinickendorf“ nach Plänen der Charlottenburger Architekten Mohr und Weidner errichtet. Es diente nicht nur der sanitätsdienstlichen Versorgung der Reinickendorfer Einwohner sondern auch der der umliegenden Gemeinden Tegel, Wittenau, Rosenthal und des Kreises Niederbarnim. Mit seinem Pavillonstil und seinen umfangreichen Grünanlagen gehörte es seinerzeit zu den modernsten Krankenhäusern der Stadt. Im Jahre 1918 ging das Krankenhaus in städtische Verwaltung über und bekam den Namen „Humboldt-Krankenhaus“, den es bis zur Umbenennung in „Erwin-Liek-Krankenhaus“ 1935 behielt.
Die Innere Abteilung des Krankenhauses wurde von Prof. Dr. Klemperer und die Äußere Abteilung von Sanitätsrat Kleinschmidt geleitet. 274 Plätze stellte das Städtische Krankenhaus Reinickendorf 1927 zur Verfügung.
Das Krankenhaus verfügte 1941 an seinem Standort Teichstraße 65 in Berlin-Reinickendorf-Ost über eine Planbettenzahl von 369 Betten. Die Leitung hatten die Ärztlichen Direktoren Prof. Dr. Bansi und Dr. Busse soiwe der Stadtamtsmann Dr. Moritz inne. Folgende Abteilungen waren im Krankenhaus vorhanden: Innere Abteilung, Äußere Abteilung, Röntgenabteilung, Pathologisches Institut und eine Apotheke. In der Staatlich anerkannten Krankenpflegeschule wurden 27 Lernschwestern ausgebildet.
Kriegsbedingt wurde die 6./9. Volksschule zu einem Hilfskrankenhaus, dem Hilfskrankenhaus Holländerstraße 25-30 des Erwin-Liek-Krankenhauses Reinickendorf, umgebaut.
Bis zu seiner Schließung 1985 wechselte es noch zweimal den Namen: als „Hôpital Militaire Louis Pasteur“ diente es den französischen Besatzungstruppen als Lazarett, bis es ab 1952 wieder unter dem Namen „Humboldt-Krankenhaus“ der Berliner Bevölkerung zur Verfügung stand. Im Jahre 1985 zog das Krankenhaus in einen Neubau am Nordgraben um. Quelle: http://berliner-unterwelten.de/tour-o.819.0.html
1997 vereinigt es sich mit der Karl Bonhoeffer-Nervenklinik zum Krankenhaus Reinickendorf und ist
inzwischen das Vivantes Humboldt-Klinikum.
Die Akten erhielt das Landesarchiv Berlin im Rahmen der Aktenübergabe betr. die Wittenauer Heilstätten vom VIVANTES-Konzern im Jahr 2008.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst 45 Krankengeschichten mit der Laufzeit 1941-1942 (0,15 lfm). Es sind Krankengeschichten des Hauptstandortes Teichstraße 65 und der Abteilung Holländerstraße 25, einem in einem Schulgebäude eingerichteten Hilfskrankenhaus, überliefert.
Die Akten wurden mit der Software Augias.Archiv 8.3 erfasst und sind nun über die Datenbank und das Findbuch zugänglich.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Der Bestand isrt wie folgt zu zitieren: A Rep. 003-04-25 Nr. ... .
3. Korrespondierende Bestände
A Rep. 003-03 - Magistrat der Stadt Berlin, Deputation für das Gesundheitswesen / Hauptgesundheitsamt
A Rep. 050-08 - Bezirksamt Berlin-Reinickendorf (1920 - 1945)
B Rep. 220-01 - Bezirksverwaltung Reinickendorf - Abräumakten
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Krankenhaus der Gemeinden Reinickendorf, Tegel, Wittenau, Rosenthal : Denkschrift zur Feier der Eröffnung am 29.10.1910 Signatur: 05899 Jahr: 1910 erschienen: Berlin : Baudouin Umfang: 51 S.
Graubuch 1921, S. 275
Graubuch 1927, S. 287
Graubuch 1941, S. 223
Liek-Danzig, Erwin: Das Wunder in der Heilkunde.- München 1940. (Signatur: Soz A 226(4) )
Berlin, Juni 2014/Juni 2017 Kerstin Bötticher
Fußnote
Erwin Liek (* 13. Mai 1878 in Löbau in Westpreußen; † 12. Februar 1935 in Berlin) war ein deutscher Arzt und Publizist. Quelle: Wikipedia
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST
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