Christ von Bleidenstadt, wohnhaft zu Wiesbaden, und Margarete, seine Frau, verkaufen für 26 Gulden und 6 Albus dem Konvent zu Klarenthal eine jährlich an Philippi und Jakobi (1. Mai) fällige Gült von Gulden 7 1/2 alb. Vor Schultheiß und Schöffen von Wiesbaden setzen sie folgende Grundstücke zum Unterpfand: 'ltem die hofraidt, daruf ein schawer nach dem brandt gebawt worden, geforcht dem alten einhorn, so Junghens Veltins seligen sone Hans inhat. Item ein placken wingart im konigstuel, unwendig Peter Botten, stost an die gemeine vihetrift. Diese underpfandt geben jerlichs zinses zusamen neun weißpfenig'. Die Güter dürfen nicht weiter beschwert werden und müssen in gewöhnlichem Bau und Besserung gehalten werden. Bei Zahlungsversäumnis kann der Konvent oder sein Schaffner die Pfänder zu Wiesbaden gerichtlich aufholen lassen. Den Eheleuten und ihren Erben ist vom Konvent und seinem Schaffner Backerts Adam das Wiederkaufsrecht für die Gült eingeräumt.
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Christ von Bleidenstadt, wohnhaft zu Wiesbaden, und Margarete, seine Frau, verkaufen für 26 Gulden und 6 Albus dem Konvent zu Klarenthal eine jährlich an Philippi und Jakobi (1. Mai) fällige Gült von Gulden 7 1/2 alb. Vor Schultheiß und Schöffen von Wiesbaden setzen sie folgende Grundstücke zum Unterpfand: 'ltem die hofraidt, daruf ein schawer nach dem brandt gebawt worden, geforcht dem alten einhorn, so Junghens Veltins seligen sone Hans inhat. Item ein placken wingart im konigstuel, unwendig Peter Botten, stost an die gemeine vihetrift. Diese underpfandt geben jerlichs zinses zusamen neun weißpfenig'. Die Güter dürfen nicht weiter beschwert werden und müssen in gewöhnlichem Bau und Besserung gehalten werden. Bei Zahlungsversäumnis kann der Konvent oder sein Schaffner die Pfänder zu Wiesbaden gerichtlich aufholen lassen. Den Eheleuten und ihren Erben ist vom Konvent und seinem Schaffner Backerts Adam das Wiederkaufsrecht für die Gült eingeräumt.
18, U 103
18 Kloster Klarenthal, Klarissen
Kloster Klarenthal, Klarissen >> Urkunden >> 1501-1600
1556 April 8
Original, Pergament, deutsch, an Pressel das Siegel der Stadt Wiesbaden
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geschehen mitwochs nach dem heiligen ostertag nach der gepurt Jhesu Christi unsers heylandes unnd seligmachers im tausent funfhundert unnd sechs unnd fünfzigsten jhare
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Anthonius Wentz, Schultheiß zu Wiesbaden, Hans Kauß, Hans Joeck, Hans Hirt, Trenden Ulrich, Werner Schneider, Michel Bender, Peter Becker, Kotters Jacob, .Jorg Hafner von Belchsen, Marx Beck, Clas Scherer zum Vogelsang, Bernharts Cles, Cuntz Kraft und Ditmans Hans, alle Schöffen zu Wiesbaden
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Anthonius Wentz, Schultheiß zu Wiesbaden, Hans Kauß, Hans Joeck, Hans Hirt, Trenden Ulrich, Werner Schneider, Michel Bender, Peter Becker, Kotters Jacob, .Jorg Hafner von Belchsen, Marx Beck, Clas Scherer zum Vogelsang, Bernharts Cles, Cuntz Kraft und Ditmans Hans, alle Schöffen zu Wiesbaden
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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