Intercessionales Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
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(1) 2727
Wismar R 47 (W R 2 n. 47)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 18. 1. Kläger R
(1698) 06.04.1699-08.04.1699
Kläger: (2) Carsten Rohde und Dietrich Binge
Beklagter: Oberstleutnant Douglies
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Gröning (A & P)
Fallbeschreibung: Bekl. ist vor 3 Jahren nach Riga versetzt worden und hat bei seiner Abreise nicht die ihm von Kl.n gelieferten Waren im Wert von 127 Rtlr bezahlen können. Er hat sich per Pfandverschreibung verpflichtet, ihnen das Geld binnen 4 Monaten zu bezahlen, hat dies aber bisher nicht getan. Daher haben sich Kl. an Generalgouverneur Dahlberg gewandt, der nach Prüfung des Falles Beschlag auf den Sold des Bekl. gelegt hat. Kl. haben Jochim Rathcke Jochimson, der sich in Riga aufhält, mit dem Eintreiben des Geldes beauftragt und erbitten vom Tribunal ein Schreiben an Dahlberg, die Sache entsprechend zu befördern. Das Tribunal erläßt das gewünschte Schreiben am 08.04.1699.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1699
Prozessbeilagen: (7) Schreiben Dahlbergs an Bekl. vom 18.11.1698; Resolution Dahlbergs vom 16.12.1698
Beklagter: Oberstleutnant Douglies
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Gröning (A & P)
Fallbeschreibung: Bekl. ist vor 3 Jahren nach Riga versetzt worden und hat bei seiner Abreise nicht die ihm von Kl.n gelieferten Waren im Wert von 127 Rtlr bezahlen können. Er hat sich per Pfandverschreibung verpflichtet, ihnen das Geld binnen 4 Monaten zu bezahlen, hat dies aber bisher nicht getan. Daher haben sich Kl. an Generalgouverneur Dahlberg gewandt, der nach Prüfung des Falles Beschlag auf den Sold des Bekl. gelegt hat. Kl. haben Jochim Rathcke Jochimson, der sich in Riga aufhält, mit dem Eintreiben des Geldes beauftragt und erbitten vom Tribunal ein Schreiben an Dahlberg, die Sache entsprechend zu befördern. Das Tribunal erläßt das gewünschte Schreiben am 08.04.1699.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1699
Prozessbeilagen: (7) Schreiben Dahlbergs an Bekl. vom 18.11.1698; Resolution Dahlbergs vom 16.12.1698
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ