Zentral-Justizamt für die Britische Zone (Bestand)
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BArch Z 21
call number: Z 21
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Westalliierte Besatzungszonen (1945-1949) >> Justiz
(1945) 1946-1950
Geschichte des Bestandsbildners: An die Stelle des Zentralen Rechtsausschusses und des Rechtsunterausschusses, die seit 1945 als Koordinierungsgremium der acht Oberlandesgerichtspräsidenten im britischen Besatzungsgebiet fungiert hatten, trat am 1. Oktober 1946 durch Verordnung Nr. 41 der britischen Militärregierung (Amtsblatt, S. 299) das Zentral-Justizamt für die Britische Zone. Es erhielt die Kompetenz, auf den meisten Gebieten, für die früher der Reichsjustizminister zuständig war, Gesetze vorzuschlagen, zu entwerfen und zu verkünden, alle Oberlandesgerichts-, Senats-, Landgerichts- und Amtsgerichtspräsidenten, Generalstaatsanwälte und Oberstaatsanwälte in der britischen Zone zu ernennen, Vorschriften über die sachliche Zuständigkeit der Gerichte und Staatsanwaltschaften zu erlassen und eine leistungsfähige ordentliche Gerichtsbarkeit aufzubauen. Mit der Errichtung der Landesjustizverwaltungen wurde es in der Folgezeit in der Wahrnehmung insbesondere von Verwaltungsaufgaben eingeschränkt, ohne dass jedoch zonen- und landesrechtliche Befugnisse im einzelnen stets klar voneinander abgegrenzt worden wären. Durch Gesetz Nr. 4 der Alliierten Hohen Kommission (AHK) vom 21. September 1949 (Amtsblatt, S. 6) und Verordnung der Britischen Hohen Kommission Nr. 216 vom 23. August 1950 wurde das Zentral-Justizamt aufgelöst; seine Zuständigkeiten gingen auf das BMJ über.
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Die Akten des Zentraljustizamtes für die britische Zone wurden 1958, 1960 und 1968 aus dem Bundesministerium der Justiz übernommen.
Archivische Bewertung und Bearbeitung
Neben den vollständig überlieferten Generalakten sind auch ausgewählte Unterlagen über Einzelfälle sowie Personal- und Haushaltsangelegenheiten vorhanden. Dem Bestand wurden Akten des Beauftragten des Zentral-Justizamtes für die Britische Zone beim Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (Z 21 ANH.) angegliedert.
Inhaltliche Charakterisierung: Generalakten (1300), dabei: Verfassung und Verwaltung (265), Rechts- und Dienstverhältnisse der Staatsbediensteten (104), Zivilrecht und Zivilrechtsgang (397), Strafrecht, Strafrechtsgang, Strafvollzug und Polizei (172), Finanzwesen (61), Kultur- und Wohlfahrtspflege (40), Wirtschaftsangelegenheiten (98), Land- und Forstwirtschaft (45), Wehrmacht und auswärtige Angelegenheiten (118); Sammelakten (118); Sonstiges Schriftgut (158), dabei: Personalangelegenheiten, Haushalts-, Kassen- und Rechnungsangelegenheiten, Registraturhilfsmittel, Rundverfügungen und Anweisungen der Militärregierung.
Erschließungszustand: Online-Findbuch.
Vorarchivische Ordnung: Die Akten gliedern sich in General- und Sammelakten, die nach dem Generalaktenplan der Reichsjustizverwaltung geführt wurden, und in -sonstige Akten-.
Die Generalakten des Bestandes, der auch umfangreiches Schriftgut des Rechtsunterausschusses für die Britische Zone enthält, sind wie folgt gegliedert:
1 Verfassung und Verwaltung (einschließlich Wiedergutmachung, Rückerstattung, Statistik)
2 Rechts- und Dienstverhältnisse der Staatsbediensteten
3 Zivilrecht und Zivilrechtsgang (einschließlich Gerichtsverfassung)
4 Strafrecht, Strafrechtsgang, Strafvollzug und Polizei
5 Finanzwesen
6 Kultur und Wohlfahrtspflege
7 Wirtschaftsangelegenheiten (einschließlich Post, Verkehr, Arbeit)
8 Land- und Forstwirtschaft
9 Wehrmacht und auswärtige Angelegenheiten.
Umfang, Erläuterung: 1575 AE
Zitierweise: BArch Z 21/...
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Die Akten des Zentraljustizamtes für die britische Zone wurden 1958, 1960 und 1968 aus dem Bundesministerium der Justiz übernommen.
Archivische Bewertung und Bearbeitung
Neben den vollständig überlieferten Generalakten sind auch ausgewählte Unterlagen über Einzelfälle sowie Personal- und Haushaltsangelegenheiten vorhanden. Dem Bestand wurden Akten des Beauftragten des Zentral-Justizamtes für die Britische Zone beim Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (Z 21 ANH.) angegliedert.
Inhaltliche Charakterisierung: Generalakten (1300), dabei: Verfassung und Verwaltung (265), Rechts- und Dienstverhältnisse der Staatsbediensteten (104), Zivilrecht und Zivilrechtsgang (397), Strafrecht, Strafrechtsgang, Strafvollzug und Polizei (172), Finanzwesen (61), Kultur- und Wohlfahrtspflege (40), Wirtschaftsangelegenheiten (98), Land- und Forstwirtschaft (45), Wehrmacht und auswärtige Angelegenheiten (118); Sammelakten (118); Sonstiges Schriftgut (158), dabei: Personalangelegenheiten, Haushalts-, Kassen- und Rechnungsangelegenheiten, Registraturhilfsmittel, Rundverfügungen und Anweisungen der Militärregierung.
Erschließungszustand: Online-Findbuch.
Vorarchivische Ordnung: Die Akten gliedern sich in General- und Sammelakten, die nach dem Generalaktenplan der Reichsjustizverwaltung geführt wurden, und in -sonstige Akten-.
Die Generalakten des Bestandes, der auch umfangreiches Schriftgut des Rechtsunterausschusses für die Britische Zone enthält, sind wie folgt gegliedert:
1 Verfassung und Verwaltung (einschließlich Wiedergutmachung, Rückerstattung, Statistik)
2 Rechts- und Dienstverhältnisse der Staatsbediensteten
3 Zivilrecht und Zivilrechtsgang (einschließlich Gerichtsverfassung)
4 Strafrecht, Strafrechtsgang, Strafvollzug und Polizei
5 Finanzwesen
6 Kultur und Wohlfahrtspflege
7 Wirtschaftsangelegenheiten (einschließlich Post, Verkehr, Arbeit)
8 Land- und Forstwirtschaft
9 Wehrmacht und auswärtige Angelegenheiten.
Umfang, Erläuterung: 1575 AE
Zitierweise: BArch Z 21/...
Zentral-Justizamt für die Britische Zone (ZJA), 1946-1949
1596 Aufbewahrungseinheiten; 20,8 laufende Meter; 1487 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Amtliche Druckschriften: Verordnungen der Oberlandesgerichtspräsidenten der britischen Zone aus den Jahren 1945 und 1946, Hamburg 1949.- Verordnungsblatt für die britische Zone. Amtliches Organ zur Verkündung von Rechtsverordnungen der Zentralverwaltungen, Jhrg. 1947-1949.- Zentral-Justizblatt für die britische Zone, Amtliches Blatt für Rechtspflege, Jhrg. 1947-1949.- Sonderveröffentlichungen des Zentral-Justizblattes für die britische Zone, Jhrg. 1947-1949.
Literatur: Vogel: Westdeutschland, Teil III, S. 514 ff., 519 ff.- Potthoff, Wenzel: Handbuch, S. 165 f.- Joachim Rheinhold Wenzlau: Der Wiederaufbau der Justiz in Nordwestdeutschland 1945-1949. Frankfurt/Main 1979.
Literatur: Vogel: Westdeutschland, Teil III, S. 514 ff., 519 ff.- Potthoff, Wenzel: Handbuch, S. 165 f.- Joachim Rheinhold Wenzlau: Der Wiederaufbau der Justiz in Nordwestdeutschland 1945-1949. Frankfurt/Main 1979.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ