Die Reichenau - Klosterinsel im Bodensee
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/013 S024901/301
V
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/013 Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2002
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19. Januar 2002
Die Kloster- und Gemüseinsel Reichenau im Bodensee ist das jüngste Denkmal in Deutschland der inzwischen weltweit 690 Natur- und Kulturdenkmale umfassende Erbeliste der Pariser UNESCO. Zu diesem Denkmal gehören die über 1000-jährigen romanischen Kirchen von Niederzell, Mittelzell und Oberzell mit ihren wertvollen Fresken. In Deutschland ist die Insel Reichenau das 24. Objekt auf dieser Liste, zu der unter anderen die Wartburg, der Kölner und der Speyerer Dom, das Kloster Maulbronn oder die Völklinger Hütte zählen. Die Reichenauer Benediktinerabtei ist ein Musterbeispiel mittelalterlicher Klosterarchitektur in Zentraleuropa. Sie entwickelte sich im 10. und 11. Jahrhundert zu einem geistigen und kulturellen Zentrum des heiligen Römischen Reiches. Ihre Malschule prägte die europäische Kunstgeschichte des 10. und 11. Jahrhunderts.
Das von der UNESCO als schützenswert erachtete Kulturgut auf der Reichenau umfasst im Wesentlichen die drei Kirchen der Insel. Das Münster St. Maria und Markus in Mittelzell ist darunter die größte der drei romanischen Kirchen. Als ehemalige Klosterkirche wurde sie im frühen 9. Jahrhundert erbaut. Zur dreischiffigen Basilika gehört eine reiche Schatzkammer mit Reliquien und Schreinen. Der Klostergarten geht auf Abt Walahfrid Strabo zurück, Verfasser des ersten deutschen Buchs über den Gartenbau. Die Kirche St. Georg in Oberzell ist berühmt für die monumentalen ottonischen Wandmalereien aus dem 10. Jahrhundert. St. Peter und Paul in Niederzell liegt am anderen Ende der Insel. Bischof Egino von Verona stiftete die Kirche 793. Sein Anliegen war eher profan. Er wollte seinen wohlverdienten Lebensabend am Bodensee verbringen. Bedeutend ist die romanische Apsismalerei, das letzte große und bis heute erhaltene Werk der Reichenauer Malschule. Zu den kunstgeschichtlichen Zeugnissen dieser Zeit gehören auch die einzigartigen Handschriften der Reichenau, die in Bilderzyklen das Neue Testament, das Leben Jesu und die Evangelien illustrieren.
Das von der UNESCO als schützenswert erachtete Kulturgut auf der Reichenau umfasst im Wesentlichen die drei Kirchen der Insel. Das Münster St. Maria und Markus in Mittelzell ist darunter die größte der drei romanischen Kirchen. Als ehemalige Klosterkirche wurde sie im frühen 9. Jahrhundert erbaut. Zur dreischiffigen Basilika gehört eine reiche Schatzkammer mit Reliquien und Schreinen. Der Klostergarten geht auf Abt Walahfrid Strabo zurück, Verfasser des ersten deutschen Buchs über den Gartenbau. Die Kirche St. Georg in Oberzell ist berühmt für die monumentalen ottonischen Wandmalereien aus dem 10. Jahrhundert. St. Peter und Paul in Niederzell liegt am anderen Ende der Insel. Bischof Egino von Verona stiftete die Kirche 793. Sein Anliegen war eher profan. Er wollte seinen wohlverdienten Lebensabend am Bodensee verbringen. Bedeutend ist die romanische Apsismalerei, das letzte große und bis heute erhaltene Werk der Reichenauer Malschule. Zu den kunstgeschichtlichen Zeugnissen dieser Zeit gehören auch die einzigartigen Handschriften der Reichenau, die in Bilderzyklen das Neue Testament, das Leben Jesu und die Evangelien illustrieren.
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Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Reichenau KN
See: Bodensee
Uno: Unesco: Weltkulturerbe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:26 MEZ
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