Mandatum inhibitorium Auseinandersetzung um verweigerte Justiz
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(1) 0447
Wismar B 295 (W B n. 295)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 02. 1. Kläger B
(1759-1760) 28.05.1760-23.07.1760 (1775)
Kläger: (2) Witwe des Oberhauptmanns von Boht als Pächterin des Amtes Warin
Beklagter: Kammerherr Johann Carl von Langen als Pächter des Amtes Neukloster
Anwälte, Prokuratoren: Bekl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P)
Fallbeschreibung: Im Winter 1759 ist der Fischerknecht Christian aus dem Dienst des Amtsfischers Harms zu Warin entlaufen und hat sich in den Dienst des Amtsfischers von Neukloster begeben. Kl.in bittet im Namen des Wariner Amtsfischers um Auslieferung des Knechts, wird aber von Bekl. abgewiesen und wendet sich daher an das Tribunal, um sich wegen unterlassener Hilfeleistung in der Rechtspflege zu beschweren. Zudem beklagt sie Verletzung ihrer Fischereigerechtigkeit und erbittet ein Verbotsmandat. Das Tribunal fordert Bekl. am 03.06. zur Auslieferung des Knechts und zum Bericht wegen der gestörten Fischerei auf. Am 19.06. berichtet Bekl. über sein Vorgehen wegen des Knechts und fordert den Fischer auf, sein Recht vor dem Amtsgericht zu suchen. Am 28.06. weist er den Vorwurf der gestörten Fischereirechte zurück. Das Tribunal teilt Kl.in dies am 11.07. mit und fordert sie zur Antwort auf. Am 22.07. beklagt Kl.in, daß Bekl. sich nicht an das Mandat des Tribunals gehalten habe, wird am 23.07. aber auf das Schreiben vom 11.07.1760 verwiesen. Weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1760
Prozessbeilagen: (7) Schreiben des Bekl. an Kl.in vom 19.01. und 23.04.1760; von Notar G.W. Blanckenberg aufgenommene Befragung des Fischers Jürgen Wilhelm Harms und des Nachtwächters N N Rummel zu Groß Warin vom 31.12.1759; Schreiben der Kl.in an Bekl. vom 10.03. und 23.04.1760; von Notar G. L. Schultze aufgenommenes Protokoll eines Vor-Ort-Termins am Wariner See vom 02.05.1760; Protokoll des Amtsgerichts Neukloster vom 05.06.1760; von Notar Joachim Heinrich Schnobel aufgenommene Aussage des Wariner Landreiters Carl Wilhelm Duncker vom 09.06.1760; Bescheinigung des Registrators des Tribunals H. Scheffel zum vorstehenden Fall vom 10.04.1775
Beklagter: Kammerherr Johann Carl von Langen als Pächter des Amtes Neukloster
Anwälte, Prokuratoren: Bekl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P)
Fallbeschreibung: Im Winter 1759 ist der Fischerknecht Christian aus dem Dienst des Amtsfischers Harms zu Warin entlaufen und hat sich in den Dienst des Amtsfischers von Neukloster begeben. Kl.in bittet im Namen des Wariner Amtsfischers um Auslieferung des Knechts, wird aber von Bekl. abgewiesen und wendet sich daher an das Tribunal, um sich wegen unterlassener Hilfeleistung in der Rechtspflege zu beschweren. Zudem beklagt sie Verletzung ihrer Fischereigerechtigkeit und erbittet ein Verbotsmandat. Das Tribunal fordert Bekl. am 03.06. zur Auslieferung des Knechts und zum Bericht wegen der gestörten Fischerei auf. Am 19.06. berichtet Bekl. über sein Vorgehen wegen des Knechts und fordert den Fischer auf, sein Recht vor dem Amtsgericht zu suchen. Am 28.06. weist er den Vorwurf der gestörten Fischereirechte zurück. Das Tribunal teilt Kl.in dies am 11.07. mit und fordert sie zur Antwort auf. Am 22.07. beklagt Kl.in, daß Bekl. sich nicht an das Mandat des Tribunals gehalten habe, wird am 23.07. aber auf das Schreiben vom 11.07.1760 verwiesen. Weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1760
Prozessbeilagen: (7) Schreiben des Bekl. an Kl.in vom 19.01. und 23.04.1760; von Notar G.W. Blanckenberg aufgenommene Befragung des Fischers Jürgen Wilhelm Harms und des Nachtwächters N N Rummel zu Groß Warin vom 31.12.1759; Schreiben der Kl.in an Bekl. vom 10.03. und 23.04.1760; von Notar G. L. Schultze aufgenommenes Protokoll eines Vor-Ort-Termins am Wariner See vom 02.05.1760; Protokoll des Amtsgerichts Neukloster vom 05.06.1760; von Notar Joachim Heinrich Schnobel aufgenommene Aussage des Wariner Landreiters Carl Wilhelm Duncker vom 09.06.1760; Bescheinigung des Registrators des Tribunals H. Scheffel zum vorstehenden Fall vom 10.04.1775
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:28 AM CET