Karl-Heinz Günther (Bestand)
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GÜNTH
BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung - Archiv (Archivtektonik) >> C. Bestandszuwachs seit 1992 >> Pädagogische Vereine, Institutionen und Gesellschaften >> Nachlässe, Vorlässe, Teilnachlässe und Personenfonds
Bestandsbeschreibung: Karl-Heinz Günther (geb. 13.12.1926 in Eisenach, 01.10.2010 in Berlin) war ein bedeutender Bildungshistoriker, Erziehungswissenschaftler und Hochschullehrer sowie Vizepräsident der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften.
Günther wuchs als Sohn eines Lokführers auf. Nachdem er 1944 sein Abitur machte, begann er in Berlin mit einem Medizinstudium, wobei er Ende 1944 kriegsbedingt als Offiziersanwärter in den Sanitätsdienst der Luftwaffe eintrat. Im Mai 1945 geriet Günther in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst im Juli 1949 entlassen wurde. Anschließend studierte er Geschichte und Pädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Im Januar 1950 trat Günther der Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) bei.
Seit 1951 als wissenschaftlicher Assistent tätig, folgte 1955 die Promotion unter Hans Ahrbeck zum Thema Hugo Gaudig. Daraufhin wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Geschichte der Erziehung, sowie Studiendirektor für die Aspirantur. 1961 wurde er darüber hinaus stellvertretender Direktor für Aspirantur und Weiterbildung des Deutschen Pädagogischen Zentralinstituts (DPZI). Ein Jahr später folgte seine Habilitierung.
Seit Gründung der APW im Jahr 1970 war Günther ordentliches Mitglied und bis Dezember 1989 Vizepräsident, weiterhin war er als Professor für Pädagogik tätig. Zudem wirkte er von 1978 bis 1990 im Vorsitz der Kommission für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte mit und beteiligte sich an der Herausgabe wichtiger Publikationen wie beispielsweise ”Geschichte der Erziehung“. Auch nach seiner Pensionierung publizierte Günther weiterhin bis er im Jahr 2010 verstarb.
Der Bestand ist im Jahr 1993 als Vorlass an das Archiv der BBF übergeben worden. Er enthält Manuskripte in unterschiedlichsten Expertisen, Reden und Gutachten, sowie Materialsammlungen und Karteien. Der Bestand ist über eine Findliste erfasst, jedoch nur teilweise in einer Archivdatenbank erschlossen. Die Benutzung ist daher nur eingeschränkt möglich. Die Erschließung soll nach den RNA (Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen) in der Archivdatenbank erfolgen.
Weiterführende Archivalien:
Akademie der Pädagogischen Wissenschaften: DIPF/BBF/Archiv: APW
Deutsches Pädagogisches Zentralinstitut der DDR: DIPF/BBF/Archiv: DPZI
Paedagogica Historica, Günther, Karl-Heinz, DIPF/BBF/Archiv: Z PH 861
FOTO Sammlung, DIPF/BBF/Archiv
Viele weitere korrespondierende Nachlässe anderer Pädagogen
Quelle:
Gert Geißler: Biographische Datenbanken. Günther, Karl-Heinz. URL:
https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363;-1424.html?ID=1172
Zuletzt verfügbar: 30.08.2018.
Günther wuchs als Sohn eines Lokführers auf. Nachdem er 1944 sein Abitur machte, begann er in Berlin mit einem Medizinstudium, wobei er Ende 1944 kriegsbedingt als Offiziersanwärter in den Sanitätsdienst der Luftwaffe eintrat. Im Mai 1945 geriet Günther in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst im Juli 1949 entlassen wurde. Anschließend studierte er Geschichte und Pädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Im Januar 1950 trat Günther der Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) bei.
Seit 1951 als wissenschaftlicher Assistent tätig, folgte 1955 die Promotion unter Hans Ahrbeck zum Thema Hugo Gaudig. Daraufhin wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Geschichte der Erziehung, sowie Studiendirektor für die Aspirantur. 1961 wurde er darüber hinaus stellvertretender Direktor für Aspirantur und Weiterbildung des Deutschen Pädagogischen Zentralinstituts (DPZI). Ein Jahr später folgte seine Habilitierung.
Seit Gründung der APW im Jahr 1970 war Günther ordentliches Mitglied und bis Dezember 1989 Vizepräsident, weiterhin war er als Professor für Pädagogik tätig. Zudem wirkte er von 1978 bis 1990 im Vorsitz der Kommission für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte mit und beteiligte sich an der Herausgabe wichtiger Publikationen wie beispielsweise ”Geschichte der Erziehung“. Auch nach seiner Pensionierung publizierte Günther weiterhin bis er im Jahr 2010 verstarb.
Der Bestand ist im Jahr 1993 als Vorlass an das Archiv der BBF übergeben worden. Er enthält Manuskripte in unterschiedlichsten Expertisen, Reden und Gutachten, sowie Materialsammlungen und Karteien. Der Bestand ist über eine Findliste erfasst, jedoch nur teilweise in einer Archivdatenbank erschlossen. Die Benutzung ist daher nur eingeschränkt möglich. Die Erschließung soll nach den RNA (Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen) in der Archivdatenbank erfolgen.
Weiterführende Archivalien:
Akademie der Pädagogischen Wissenschaften: DIPF/BBF/Archiv: APW
Deutsches Pädagogisches Zentralinstitut der DDR: DIPF/BBF/Archiv: DPZI
Paedagogica Historica, Günther, Karl-Heinz, DIPF/BBF/Archiv: Z PH 861
FOTO Sammlung, DIPF/BBF/Archiv
Viele weitere korrespondierende Nachlässe anderer Pädagogen
Quelle:
Gert Geißler: Biographische Datenbanken. Günther, Karl-Heinz. URL:
https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363;-1424.html?ID=1172
Zuletzt verfügbar: 30.08.2018.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
28.04.2025, 7:50 AM CEST
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