7/13,2 [Nr. 68]: Protokoll eines Verhöres des Georg Heinrich Reus und der stud. theol. Johann Christoph Schwab von Remmingsheim und Johann Jakob Guth von Ebingen wegen einiger anstößiger Stellen in einer von den beiden Studenten verfassten Monatsschrift. ["Neue Beiträge zum Vergnügen des Geschmacks, des Verstands und des Herzens". Eine Monatsschrift 1. Band, 1. Stück, Tübingen 1763.]
Vollständigen Titel anzeigen
7/13,2 [Nr. 68]: Protokoll eines Verhöres des Georg Heinrich Reus und der stud. theol. Johann Christoph Schwab von Remmingsheim und Johann Jakob Guth von Ebingen wegen einiger anstößiger Stellen in einer von den beiden Studenten verfassten Monatsschrift. ["Neue Beiträge zum Vergnügen des Geschmacks, des Verstands und des Herzens". Eine Monatsschrift 1. Band, 1. Stück, Tübingen 1763.]
(Neusch. Nr. 114) Euting 7/13 Nr. 48.
UAT 7/ Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II)
Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) >> 10. Bücheredition (1554-1809) >> Bücheredition, Fasz. II: Nr. 46-93
1763
Enthält: Bl. 222-226v: Verhör von stud theol. Joh. Christ. Schwab von Remmingsheim und stud theol. Joh. Jak. Guoth von Ebingen und Drucker Georg Heinr. Reiss (Uss. e.) vor Rektor Gottfr. Ploucquet und Univ.Sekr. Jak. Sam. Hoser, Tübingen, Universitätshaus, 12.8.1763: Anlass: Einige gegen Religion und Sitta verstoßende Stellen in der von den beiden herausgegebenen Zeitschrift "Neue Beiträge zum Vergnügen des Geschmacks, des Verstands und des Herzens". Eine Monatsschrift 1. Band, 1. Stück, Tübingen: druckts und verlegts Georg Heinr. Reuss 1763."J. C. Schwab, 19 Jahre al, im Stift sagt auf befragen: Verfasser der Beiträge seien trotz der Verschiedenheiten in Stil und Orthographie nur er und J. J. Gutt; die erste philosophische Abhandlung sei von ihm; er habe in Maulbronn bei (Balth.) Sprenger über (Isr. Gottl.) Canzii Fundamenta philosophica gehört und letzten Winter (Georg Bernh.) Bilfingers Dilucidationes und (Gottfr.) Ploucquet, Philosophia speculativa gelesen. Das Trinklied und die Oden "Die erzürnten Chöre" und "Von der Aufmunterung an die Brüder" seien von J. J. Guth, das andere von ihm (Schwab). Das Lied "Von der BItte nach dem Tod" bereue er. Die "Ode an Daphne" habe er aus einem Irrtum, nicht aus Religionsverachtung geschrieben. - Joh. Jak. Guoth, 20 Jahre, im Stift, sagt aus wie Schwab. - Georg Heinr. Reuss (d. Reiss), Drucker, bittet um Vergebung, weil er die Sachen vor dem Druck nicht las; die gedruckten Statuten habe er erst nach dem Druck bekommen, Pedell (Eberh. Christian) Seeger bestätigte dies; die Auflage war 180 Stück; verkauft wurden 12-15 Stück zu 10-15 x. Die letzten - schlimmsten - 1 1/2 Bogen gab er nicht zur Zensur, teils weil Dr. (Christoph Friedr.) Schott zeitweise verreist war, teils weil er einem abreisenden Buchhändler noch Exemplare anbringen wollte, teils weil er das Manuskript nicht auf einmal bekam. Die Kosten -25 fl.- trug er selbst; er habe mit seinen 8 Gesellen keine andere Arbeit gehabt. Er bitte um Gnade, es sei aus Leichtsinn geschehen.
Akte
Guth, Johann Jacob (geb. um 1744)
Reiß, Georg Heinrich (geb. um 1745)
Schwab, Johann Christoph (geb. um 1744)
Bücheredition, Fasz. II: Nr. 46-93
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:40 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv
- Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik)
- B Akademische Zentralorgane (Tektonik)
- Bc Verwaltungsorgane (Universitätsverwaltung) (Tektonik)
- Bc 2 Universitätssekretariat (Tektonik)
- Ältere Universitätsregistratur (15.-19. Jh.) (Tektonik)
- Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) (Bestand)
- 10. Bücheredition (1554-1809) (Gliederung)
- Bücheredition, Fasz. II: Nr. 46-93 (Archivale)