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Papst Sixtus IV. bewilligt Dekan und Kapitel der Kirche von Sankt
Peter und Alexander in Aschaffenburg in der Diözese Mainz, dass die
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1481-1490
1484 Mai 30
Ausfertigung, Pergament, an gelbroter Seidenschnur angehängte Bleibulle
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Rome apud sanctum Petrum anno incarnationis Dominice millesimoquadringentesimooctuagesimoquarto tertio Kalendas Iunii pontificatus nostri anno tertiodecimo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Sixtus IV. bewilligt Dekan und Kapitel der Kirche von Sankt Peter und Alexander in Aschaffenburg in der Diözese Mainz, dass die vakante und rechtzeitig dem Papst reservierte Pfarrkirche von Groß-Umstadt (Umbstad), Diözese Mainz, die bisher unbestrittener Besitz des Klosters Fulda war, nun mit allem Zubehör dem Besitz des Kapitels von Aschaffenburg (mense vestre capitulari) inkorporiert werden soll; darüber ist eine gesonderte Urkunde ausgestellt worden. [Johann I. von Henneberg], Abt von Fulda, und der Konvent von Fulda erhalten dafür als Ersatz das Patronatsrecht und das Recht, einen geeigneten Pfarrer zu präsentieren, an der Pfarrkirche von Wermerichshausen [westl. Münnerstadt], Diözese Würzburg. Zusätzlich soll das Stift Aschaffenburg eine Rente bei den Bürgern der Stadt Hammelburg erwerben und dem Kloster übertragen, bis das Patronatsrecht von Fulda ausgeübt werden kann. Beide Parteien sollen in diesem Zusammenhang nicht mit Kirchenstrafen belegt werden können. Die Zustimmung des Diözesanbischofs ist nicht erforderlich. Päpstliche Verordnungen und die Statuten und Gewohnheiten des Stifts Aschaffenburg stehen den getroffenen Regelungen nicht entgegen. Exigunt merita. Ausstellungsort: Rom, St. Peter. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bleibulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Sixtus IV. [1471-1484].
Rechts auf der Plica: (L[elius] de Theramo). Vgl. zu ihm Frenz, Kanzlei, S. 396.
In der Mitte auf der Plica: (deposuit).
Unter der Plica am linken Rand: (Maii).
Unter der Plica links Taxquittung über 40 Grossi.
Unter der Plica links: (N[icolaus] de Gottifredis). Vgl. zu ihm ebd., S. 414.
Unter der Plica links: (Io[hannes] Rale). Vgl. zu ihm ebd., S. 384.
Auf der Innenseite der Plica links: (Io[hannes] de Madiis). Vgl. zu ihm ebd., S. 378.
Auf der Innenseite der Plica links: (L[eonardus] de Bertinis). Vgl. zu ihm ebd., S. 396.
Auf der Innenseite der Plica links, ganz am unteren Rand: (par XXXX do Suno).
Unter der Plica in der Mitte: (F[ranciscus] de Parma). Darunter von anderer Hand: (F[ranciscus] de Parma!). Vgl. zu ihm ebd., S. 332.
Unter der Plica halbrechts, teils auch auf der Innenseite der Plica: (I[ohannesbaptista] Grifus). Vgl. zu ihm ebd., S. 375.
Unter der Plica halbrechts, teils auch auf der Innenseite der Plica: (B. de Morales). Vgl. zu ihm als (sollicitator) ebd., S. 293 [mit Verweis auf die vorliegende Urkunde].
Rückseite am oberen Rand in der Mitte: (Indultum transferendi ius patronatus parrochialis ecclesie ad abbatem et conventum Herbipolensis diocesis ac remittendi quandam pensionem cum capitali summa pro qua pensio empta fuit).
Rückseite in der Mitte: (Registrata apud me L. Gritimus [?]).
Datierung auf Rasur [?] nachgetragen. Jahresangabe am Rand und im Text korrigiert.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.