Minden-Ravensberg, Steuerräte (Bestand)
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D 615
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.4. Preußisches Westfalen (D) >> 1.4.5. Preußische Behörden für Minden und Ravensberg
1757-1807
Reskriptensammlung; Anstellung von Magistratsbedienten; Kopfschatzerhebung mit Steuerlisten (auch von Beamten, Geistlichen, Juden) für die französische Besatzungsarmee 1757; Chausseebauten, Handelsförderung, Gesundheitsvorsorge.
Bestandsgeschichte: In Fortentwicklung der ursprünglichen Kriegs- und Steuerkommissare im 18. Jh. lokale Exekutiv- und Kontrollbeamte der Kriegs- und Domänenkammer für die städtische Polizei- und Finanzverwaltung; zuständig meist für 6 bis 12 Städte.
Form und Inhalt: Das Amt des Steuerrats entstand aus dem des Kriegs- und Steuerkommissars. Der Steuerrat wurde zu einem für die Städte zuständigen lokalen Exekutiv- und Kontrollbeamten. Im Gegensatz zum kollegialen Prinzip der Kammer wirkte er als Einzelbeamter in persönlicher Verantwortlichkeit. Sein Aufgabenbereich umfasste unter Zurückdrängung der Selbstverwaltung der Städte die Verwaltung der dortigen finanziellen und polizeilichen Fragen. Sein Sprengel deckte sich nicht mit dem der Landräte. In der Regel war er für sechs bis zwölf Städte zuständig. Er hatte zwar einen festen Wohnsitz, hielt sich aber für eine gewisse Zeit des Jahres auch abwechselnd in den ihm anvertrauten Städten auf.
(vgl. Acta Borrusica VI 1, S. 248 - 249)
Münster, 1990 Wolf
Bestandsgeschichte: In Fortentwicklung der ursprünglichen Kriegs- und Steuerkommissare im 18. Jh. lokale Exekutiv- und Kontrollbeamte der Kriegs- und Domänenkammer für die städtische Polizei- und Finanzverwaltung; zuständig meist für 6 bis 12 Städte.
Form und Inhalt: Das Amt des Steuerrats entstand aus dem des Kriegs- und Steuerkommissars. Der Steuerrat wurde zu einem für die Städte zuständigen lokalen Exekutiv- und Kontrollbeamten. Im Gegensatz zum kollegialen Prinzip der Kammer wirkte er als Einzelbeamter in persönlicher Verantwortlichkeit. Sein Aufgabenbereich umfasste unter Zurückdrängung der Selbstverwaltung der Städte die Verwaltung der dortigen finanziellen und polizeilichen Fragen. Sein Sprengel deckte sich nicht mit dem der Landräte. In der Regel war er für sechs bis zwölf Städte zuständig. Er hatte zwar einen festen Wohnsitz, hielt sich aber für eine gewisse Zeit des Jahres auch abwechselnd in den ihm anvertrauten Städten auf.
(vgl. Acta Borrusica VI 1, S. 248 - 249)
Münster, 1990 Wolf
6 Akten.; 6 Akten (3 Kartons), Findbuch D 615.
Bestand
German
Gustav von Schmoller, Acta Borussica VI/1, Berlin 1908, S. 451ff.; Rüdiger Reinhardt, Die Besonderheiten der preußischen städtischen Verwaltung in den Grafschaften Mark und Ravensberg im 18. Jahrhundert (Diss.), Münster 1968; Ludger Graf von Westphalen, Der junge Vincke 1774-1809, Münster 1987; Wilfried Reininghaus, Territorialarchive von Minden, Ravensberg, Tecklenburg, Lingen und Herford (Das Staatsarchiv Münster und seine Bestände 5), Münster 2000, S. 166.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Archival tectonics)
- 1.4. Preußisches Westfalen (D) (Archival tectonics)
- 1.4.5. Preußische Behörden für Minden und Ravensberg (Archival tectonics)
- Minden-Ravensberg, Steuerräte (Archival holding)