2.2.1. Nachlässe von Personen (alph.): Baumgarten, Familie (Bestand)
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SN 28
Stadtarchiv und Stadthistorische Bibliothek Bonn (Archivtektonik) >> A STADTARCHIV >> 2. Nichtamtliche Überlieferung >> 2.2. Sammlungen und Nachlässe >> 2.2.1. Nachlässe von Personen (alph.)
1830-1958
Familienpapiere und Unterlagen über das Hotel "Berliner Hof", Münsterstraße 25. Der Bestand enthält Schriftstücke, Bauzeichnungen und Postkarten von 1830-1958 aus dem Besitz der Familie Baumgarten. Die älteren Unterlagen enthalten zumeist Erbschaftsregelungen; die jüngeren, ab 1873, beziehen sich auf die Führung des Hotels Berliner Hof, In der Sürst 14a, 1904 in Münsterstraße 25 umbenannt. 1873 wurde das Hotel erbaut. Für die nachfolgende Zeit enthält der Nachlass Besitzregelungen, Grundbucheintragungen, Unterlagen über das Bürgerkomitee zum Bau der heutigen Poststraße, über die Wiederinstandsetzung des Hotels 1949 und ein Ansichtskarten- und Fotoalbum ab 1910. verzeichnet/AUGIAS-Datenbank, Online-Findbuch
Form und Inhalt: Das Hotel "Berliner Hof" in der Münsterstraße, 1905.Der Nachlass gelangte durch eine Schenkung von Frau Margarete Baumgarten aus Königswinter am 3.8.1973 in den Besitz des Stadtarchivs. Er umfasst einen Karton mit 18 Aktenstücken. Der Bestand enthält Schriftstücke, Bauzeichnungen und Postkarten von 1830-1961. Die älteren Unterlagen enthalten zumeist Erbschaftsregelungen, die jüngeren, ab 1873, beziehen sich auf die Führung des Hotels "Berliner Hof", In der Sürst 14a, 1904 in Münsterstraße 25 umbenannt. 1873 wurde das Hotel erbaut. Für die nachfolgende Zeit enthält der Nachlass Besitzregelungen, Grundbucheintragungen, Unterlagen über das Bürgerkomitee zum Bau der heutigen Poststraße, über die Wiederinstandsetzung des Hotels 1949 und ein Ansichtskarten- und Fotoalbum ab 1910.Der Nachlass wurde chronologisch geordnet. Ein Ansichtskarten- und Fotoalbum von 1910-1919 wurde an den Schluss gesetzt.Die Familiengeschichte beginnt im Nachlass mit dem in Penzing (Bayern) verstorbenen Nicolaus Baumgartner (? 1775). Einer seiner Nachfahren, der Zimmermeister Peter Joseph Baumgarten, zog 1785 von Röttgen nach Bonn (vgl. Akte Fr 29/6). Er war in Röttgen geboren und am 12.10.1763 in Lengsdorf getauft worden. Seine Eltern waren Mathias Baumgarten und Catharina Alef (Kirchenbuch Lengsdorf T 1700-1798, S.138). Peter Joseph erwarb 1830 ein Grundstück "In der Sürst" in Bonn. Im Jahre 1834, kurz nach seinem Tode (23. Mai 1834) erlangte sein Sohn aus erster Ehe mit Catharina Kleuser, Gottfried (* 1801 in Bonn), eine Baugenehmigung für das Grundstück "In der Sürst". Aus der zweiten Ehe Peter Josephs mit Catharina Jonen entstammte der Pfarrer Johann Joseph Baumgarten. Spätestens ab 1839 wohnte die Familie Baumgarten In der Sürst 96 ¿. Die drei Söhne Gottfrieds ergriffen ebenfalls handwerkliche Berufe: Joseph wurde Büchsenmacher in Berlin, Peter Joseph und Johann blieben als Zimmerleute in Bonn. Die Tochter Ursula heiratete den Ackerer Gerhard Keller und wurde Bäuerin in Buschdorf. Nach dem Tode des Vaters am 13. Februar 1856 (Reg. Nr. 60, 1856) kam es zu Streitigkeiten: Erst nachdem Joseph seine Geschwister und seine Mutter verklagt hatte, wurde das Erbe geteilt. Peter Joseph kaufte der Erbengemeinschaft das elterliche Haus und Grundstück ab. Schon vor dem Tode des Vaters war der am Butterweck gelegene Teil des Grundstücks an die Stadt für einen Schulbau verkauft worden. 1873 verkauften Peter Joseph und seine Frau Maria Gertrud ein weiteres Stück. Im gleichen Jahr erbauten sie auf der verbliebenen, zum Sürstplatz (heute Mülheimer Platz) gelegenen Fläche ein Hotel. Zunächst war es verpachtet, ab 1887 übernahmen Peter Joseph und seine Frau selbst die Leitung. 1898 wurde das Hotel an den Sohn Johann Ludwig weitergegeben, von dem es 1930 wiederum sein Sohn Georg übernahm. 1910/11 hatte dieser schon Reisen nach Paris und London unternommen. 1912 schiffte er sich, gerade 19jährig, nach Amerika ein. Hier arbeitete er bis 1914 als Kellner auf Schiffen und in verschiedenen Städten: In New York, Philadelphia, Panama und Buenos Aires.Kurz nach der Übernahme ließ Georg das Hotel vergrößern. Während des Krieges wurde der Hotelbetrieb zunächst aufrecht erhalten. Das Haus wurde nicht zerstört, aber doch beschädigt. Die letzte Zeit des Krieges verbrachten Georg Baumgarten und seine Frau Margarete in Vanzenbach/Dillkreis, von wo sie 1945 nach Bonn zurückkehrten. Nach der Wiederinstandsetzung 1949 wurde der Berliner Hof zunächst von den Eheleuten Baumgarten weitergeleitet. 1956 ging er in den Besitz der Kurfürsten Bräu AG über. 1962 wurde das Haus abgebrochen; an seiner Stelle steht heute das Karstadt-Gebäude (ehemals Hertie).Weitere Hinweise zum "Berliner Hof" finden sich in der Konzessionsakte K 422, in den Bauordnungsakten Pr 1794 und Pr 24/1756 sowie in der Grunderwerbsakte Pr 71/1570.
Form und Inhalt: Das Hotel "Berliner Hof" in der Münsterstraße, 1905.Der Nachlass gelangte durch eine Schenkung von Frau Margarete Baumgarten aus Königswinter am 3.8.1973 in den Besitz des Stadtarchivs. Er umfasst einen Karton mit 18 Aktenstücken. Der Bestand enthält Schriftstücke, Bauzeichnungen und Postkarten von 1830-1961. Die älteren Unterlagen enthalten zumeist Erbschaftsregelungen, die jüngeren, ab 1873, beziehen sich auf die Führung des Hotels "Berliner Hof", In der Sürst 14a, 1904 in Münsterstraße 25 umbenannt. 1873 wurde das Hotel erbaut. Für die nachfolgende Zeit enthält der Nachlass Besitzregelungen, Grundbucheintragungen, Unterlagen über das Bürgerkomitee zum Bau der heutigen Poststraße, über die Wiederinstandsetzung des Hotels 1949 und ein Ansichtskarten- und Fotoalbum ab 1910.Der Nachlass wurde chronologisch geordnet. Ein Ansichtskarten- und Fotoalbum von 1910-1919 wurde an den Schluss gesetzt.Die Familiengeschichte beginnt im Nachlass mit dem in Penzing (Bayern) verstorbenen Nicolaus Baumgartner (? 1775). Einer seiner Nachfahren, der Zimmermeister Peter Joseph Baumgarten, zog 1785 von Röttgen nach Bonn (vgl. Akte Fr 29/6). Er war in Röttgen geboren und am 12.10.1763 in Lengsdorf getauft worden. Seine Eltern waren Mathias Baumgarten und Catharina Alef (Kirchenbuch Lengsdorf T 1700-1798, S.138). Peter Joseph erwarb 1830 ein Grundstück "In der Sürst" in Bonn. Im Jahre 1834, kurz nach seinem Tode (23. Mai 1834) erlangte sein Sohn aus erster Ehe mit Catharina Kleuser, Gottfried (* 1801 in Bonn), eine Baugenehmigung für das Grundstück "In der Sürst". Aus der zweiten Ehe Peter Josephs mit Catharina Jonen entstammte der Pfarrer Johann Joseph Baumgarten. Spätestens ab 1839 wohnte die Familie Baumgarten In der Sürst 96 ¿. Die drei Söhne Gottfrieds ergriffen ebenfalls handwerkliche Berufe: Joseph wurde Büchsenmacher in Berlin, Peter Joseph und Johann blieben als Zimmerleute in Bonn. Die Tochter Ursula heiratete den Ackerer Gerhard Keller und wurde Bäuerin in Buschdorf. Nach dem Tode des Vaters am 13. Februar 1856 (Reg. Nr. 60, 1856) kam es zu Streitigkeiten: Erst nachdem Joseph seine Geschwister und seine Mutter verklagt hatte, wurde das Erbe geteilt. Peter Joseph kaufte der Erbengemeinschaft das elterliche Haus und Grundstück ab. Schon vor dem Tode des Vaters war der am Butterweck gelegene Teil des Grundstücks an die Stadt für einen Schulbau verkauft worden. 1873 verkauften Peter Joseph und seine Frau Maria Gertrud ein weiteres Stück. Im gleichen Jahr erbauten sie auf der verbliebenen, zum Sürstplatz (heute Mülheimer Platz) gelegenen Fläche ein Hotel. Zunächst war es verpachtet, ab 1887 übernahmen Peter Joseph und seine Frau selbst die Leitung. 1898 wurde das Hotel an den Sohn Johann Ludwig weitergegeben, von dem es 1930 wiederum sein Sohn Georg übernahm. 1910/11 hatte dieser schon Reisen nach Paris und London unternommen. 1912 schiffte er sich, gerade 19jährig, nach Amerika ein. Hier arbeitete er bis 1914 als Kellner auf Schiffen und in verschiedenen Städten: In New York, Philadelphia, Panama und Buenos Aires.Kurz nach der Übernahme ließ Georg das Hotel vergrößern. Während des Krieges wurde der Hotelbetrieb zunächst aufrecht erhalten. Das Haus wurde nicht zerstört, aber doch beschädigt. Die letzte Zeit des Krieges verbrachten Georg Baumgarten und seine Frau Margarete in Vanzenbach/Dillkreis, von wo sie 1945 nach Bonn zurückkehrten. Nach der Wiederinstandsetzung 1949 wurde der Berliner Hof zunächst von den Eheleuten Baumgarten weitergeleitet. 1956 ging er in den Besitz der Kurfürsten Bräu AG über. 1962 wurde das Haus abgebrochen; an seiner Stelle steht heute das Karstadt-Gebäude (ehemals Hertie).Weitere Hinweise zum "Berliner Hof" finden sich in der Konzessionsakte K 422, in den Bauordnungsakten Pr 1794 und Pr 24/1756 sowie in der Grunderwerbsakte Pr 71/1570.
18 Verzeichnungseinheiten (0,3 lfd. Meter)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET