Ingenieur-Inspektionen und Pionier-Inspektionen der Preußischen Armee (Bestand)
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BArch PH 9-XI
call number: PH 9-XI
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Preußische Armee 1867 bis 1918/1919 >> Generalinspektionen und Inspektionen
1905-1916
Geschichte des Bestandsbildners: Allgemein
Die Generalinspektionen waren oberste Waffenbehörden (leitende und aufsichtsführende Behörden), deren Aufgabe die fachtechnische Ausbildung und Weiterentwicklung der Streitkräfte war. An der Spitze dieser Immediatbehörden standen hohe Generale, die keine Kommandogewalt besaßen, aber in allen ihre Waffengattung betreffenden Angelegenheiten dem Monarchen Vortrag hielten und Vorschläge unterbreiteten. Ihnen unterstanden die Bildungsanstalten und Inspektionen ihres Fachbereichs, die ihrerseits für die zweckmäßige Organisation, Ausbildung und den Zustand ihrer Dienstzweige verantwortlich waren.
Generalinspektionen und Inspektionen erfuhren im Laufe der Zeit durch den technischen Fortschritt immer wieder Umstrukturierungen, wurden neu eingerichtet oder aufgelöst, weswegen auch inhaltliche Überschneidungen zwischen den einzelnen Beständen der Bestandsgruppe PH 9 möglich sind. Neben den preußischen Inspektionen bestanden auch in den übrigen Bundesstaaten Inspektionen. Zu den Inspektionen Preußens vor dem 1. Weltkrieg zählten (nach Cron):
- Generalinspektion der Kavallerie mit vier Kavallerie-Inspektionen,
- Generalinspektion der Fußartillerie mit drei Fußartillerieinspektionen,
- Generalinspektion der Ingenieur- und Pionier-Korps und der Festungen (mit vier Ingenieur-Inspektionen, vier Pionier-Inspektionen und dem Ingenieur-Komitee)
- Generalinspektion des Militärverkehrswesens (mit der Inspektion der Eisenbahnertruppen, der Inspektion der Feldtelegraphie (mit drei Inspektionen der Telegraphentruppen), der Inspektion der Militärluftfahrt und Kraftfahrwesens (mit Inspektion der Lufttruppen, Inspektion der Fliegertruppen und Kraftfahrbataillone),
- die Inspektion der Jäger und Schützen,
- die Inspektion des MG-Wesens,
- die Inspektion der Feldartillerie,
- die Inspektion des Festungsverkehrswesens,
- die Train-Inspektion.
Zur Behörde
Von 1848 bis 1868 existierten drei Ingenieur- und drei Pionier-Inspektionen. 1867/68 wurden jeweils eine weitere Ingenieur- und eine weitere Pionier-Inspektion eingerichtet. Zu den dazugehörigen sechs Festungsinspektionen traten im Jahr 1857 eine siebte, in den Jahren 1868/69 eine achte. Am 13. März 1873 erhielt das Ingenieurkorps eine neue Einteilung, wovon die Grundeinteilung der Inspektionen allerdings unberührt blieb: Den vier Ingenieurinspektionen waren wie bisher je zwei Festungsinspektionen und eine Pionierinspektion unterstellt.
Am 3. Aug. 1885 erhielt das Ingenieurkorps eine neue Einteilung in vier Ingenieurinspektionen mit zehn Festungsinspektionen und darüber hinaus noch zwei der Generalinspektion unterstellten Pionierinspektionen. 1890 wurde die zweite Festungsinspektion aufgelöst. Seit dem 2. Okt. 1893 bestanden nur noch drei Ingenieurinspektionen mit sieben Festungsinspektionen, allerdings drei Pionierinspektionen, die der Generalinspektion direkt unterstellt waren. 1902 und 1903 erfolgte erneut eine Aufstockung auf vier Ingenieurinspektionen mit acht bzw. neun Festungsinspektionen. Die Zahl der Pionierinspektionen stieg 1912 wieder auf insgesamt vier.
Bearbeitungshinweis: Der Bestand wurde im Januar 2011 retrokonvertiert bzw. neu verzeichnet und auf Vollständigkeit geprüft.
Bei den vorhandenen Stücken wurden Zugangsnummern und Altsignaturen der Akten erfasst. Einige der in der Bestandsgruppe PH 9 zu findenden Signaturen lassen sich wie folgt aufschlüsseln: Bei den Signaturen H01 bis H05 und L01 bis L07 handelt es sich um Altsignaturen aus dem Militärarchiv. I H, I L und I W verweisen auf Altsignaturen aus dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA). Ablichtungen von Befehlen aus Luftfahrtakten der Bayerischen Armee tragen die Signatur I L 41 (Kgl. Bayer. Inspektion des Ingenieurkorps), I L 42 (Kgl. Bayer. Inspektion des Militär-, Luft- und Kraftfahrwesens) und I L 43 (Kgl. Bayer. Inspektion des Militär-Luftfahrwesens). Die letztgenannten Akten kamen Ende des 2. Weltkriegs nach England und wurden in den 1950er Jahren an das Militärgeschichtliche Forschungsamt zurückgegeben, wo sie die oben genannten Signaturen erhielten. Bei der Auflösung der Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes gelangten sie zunächst in das Militärarchiv und sind nach erfolgter Auswertung an die Abteilung Kriegsarchiv (Abt. IV) des Bayerischen Hauptstaatsarchivs in München abgegeben worden. Signaturen, die aus den Buchstaben „A" oder „E" sowie einer Nummer versehen sind, verweisen auf das Luftarchiv. Zugangsnummern sind mit dem Kürzel „Zg." ausgewiesen.
Bestandsbeschreibung: Von der Provenienz sind nur noch wenige Akten erhalten. Der größte Teil wurde 1945 beim Brand des Heeresarchivs Potsdam vernichtet. Es ist davon auszugehen, dass auch teilweise Sammlungsgut aus privater Hand für die Formierung des Bestandes herangezogen worden ist.
Inhaltliche Charakterisierung: Überliefert ist nur eine Akte der Inspektion des Ingenieurkorps mit technischen Erfahrungen der Fliegertruppe aus dem Jahr 1916 (darunter u.a. der Hinweis auf die Testphase eines Junkers-Eindeckers) und eine Akte mit Musterentwürfen für Armierungsarbeiten sowie Unterlagen über die Ausbildung von Pionieren, darunter eine Akte mit schriftlichen Ausarbeitungen eines Leutnants in den Bereichen Taktik, Waffenlehre, Befestigungslehre und Feldkunde.
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Die Akten der Generalinspektionen und Inspektionen sind zusammen mit dem Schriftgut der ehemaligen Preußischen Armee durch Kriegseinwirkung 1945 im Heeresarchiv in Potsdam bis auf wenige erhaltene Aktenreste verbrannt. 1994 kamen zu den im Militärarchiv Freiburg überlieferten Restakten noch einige Unterlagen hinzu, die sich ursprünglich im Militärarchiv der ehemaligen DDR befanden. Unter der Signatur PHD 11 finden sich die Amtsdrucksachen zu dem vorliegenden Bestand.
Umfang, Erläuterung: Bestand ohne Zuwachs
4 AE
Zitierweise: BArch PH 9-XI/...
Die Generalinspektionen waren oberste Waffenbehörden (leitende und aufsichtsführende Behörden), deren Aufgabe die fachtechnische Ausbildung und Weiterentwicklung der Streitkräfte war. An der Spitze dieser Immediatbehörden standen hohe Generale, die keine Kommandogewalt besaßen, aber in allen ihre Waffengattung betreffenden Angelegenheiten dem Monarchen Vortrag hielten und Vorschläge unterbreiteten. Ihnen unterstanden die Bildungsanstalten und Inspektionen ihres Fachbereichs, die ihrerseits für die zweckmäßige Organisation, Ausbildung und den Zustand ihrer Dienstzweige verantwortlich waren.
Generalinspektionen und Inspektionen erfuhren im Laufe der Zeit durch den technischen Fortschritt immer wieder Umstrukturierungen, wurden neu eingerichtet oder aufgelöst, weswegen auch inhaltliche Überschneidungen zwischen den einzelnen Beständen der Bestandsgruppe PH 9 möglich sind. Neben den preußischen Inspektionen bestanden auch in den übrigen Bundesstaaten Inspektionen. Zu den Inspektionen Preußens vor dem 1. Weltkrieg zählten (nach Cron):
- Generalinspektion der Kavallerie mit vier Kavallerie-Inspektionen,
- Generalinspektion der Fußartillerie mit drei Fußartillerieinspektionen,
- Generalinspektion der Ingenieur- und Pionier-Korps und der Festungen (mit vier Ingenieur-Inspektionen, vier Pionier-Inspektionen und dem Ingenieur-Komitee)
- Generalinspektion des Militärverkehrswesens (mit der Inspektion der Eisenbahnertruppen, der Inspektion der Feldtelegraphie (mit drei Inspektionen der Telegraphentruppen), der Inspektion der Militärluftfahrt und Kraftfahrwesens (mit Inspektion der Lufttruppen, Inspektion der Fliegertruppen und Kraftfahrbataillone),
- die Inspektion der Jäger und Schützen,
- die Inspektion des MG-Wesens,
- die Inspektion der Feldartillerie,
- die Inspektion des Festungsverkehrswesens,
- die Train-Inspektion.
Zur Behörde
Von 1848 bis 1868 existierten drei Ingenieur- und drei Pionier-Inspektionen. 1867/68 wurden jeweils eine weitere Ingenieur- und eine weitere Pionier-Inspektion eingerichtet. Zu den dazugehörigen sechs Festungsinspektionen traten im Jahr 1857 eine siebte, in den Jahren 1868/69 eine achte. Am 13. März 1873 erhielt das Ingenieurkorps eine neue Einteilung, wovon die Grundeinteilung der Inspektionen allerdings unberührt blieb: Den vier Ingenieurinspektionen waren wie bisher je zwei Festungsinspektionen und eine Pionierinspektion unterstellt.
Am 3. Aug. 1885 erhielt das Ingenieurkorps eine neue Einteilung in vier Ingenieurinspektionen mit zehn Festungsinspektionen und darüber hinaus noch zwei der Generalinspektion unterstellten Pionierinspektionen. 1890 wurde die zweite Festungsinspektion aufgelöst. Seit dem 2. Okt. 1893 bestanden nur noch drei Ingenieurinspektionen mit sieben Festungsinspektionen, allerdings drei Pionierinspektionen, die der Generalinspektion direkt unterstellt waren. 1902 und 1903 erfolgte erneut eine Aufstockung auf vier Ingenieurinspektionen mit acht bzw. neun Festungsinspektionen. Die Zahl der Pionierinspektionen stieg 1912 wieder auf insgesamt vier.
Bearbeitungshinweis: Der Bestand wurde im Januar 2011 retrokonvertiert bzw. neu verzeichnet und auf Vollständigkeit geprüft.
Bei den vorhandenen Stücken wurden Zugangsnummern und Altsignaturen der Akten erfasst. Einige der in der Bestandsgruppe PH 9 zu findenden Signaturen lassen sich wie folgt aufschlüsseln: Bei den Signaturen H01 bis H05 und L01 bis L07 handelt es sich um Altsignaturen aus dem Militärarchiv. I H, I L und I W verweisen auf Altsignaturen aus dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA). Ablichtungen von Befehlen aus Luftfahrtakten der Bayerischen Armee tragen die Signatur I L 41 (Kgl. Bayer. Inspektion des Ingenieurkorps), I L 42 (Kgl. Bayer. Inspektion des Militär-, Luft- und Kraftfahrwesens) und I L 43 (Kgl. Bayer. Inspektion des Militär-Luftfahrwesens). Die letztgenannten Akten kamen Ende des 2. Weltkriegs nach England und wurden in den 1950er Jahren an das Militärgeschichtliche Forschungsamt zurückgegeben, wo sie die oben genannten Signaturen erhielten. Bei der Auflösung der Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes gelangten sie zunächst in das Militärarchiv und sind nach erfolgter Auswertung an die Abteilung Kriegsarchiv (Abt. IV) des Bayerischen Hauptstaatsarchivs in München abgegeben worden. Signaturen, die aus den Buchstaben „A" oder „E" sowie einer Nummer versehen sind, verweisen auf das Luftarchiv. Zugangsnummern sind mit dem Kürzel „Zg." ausgewiesen.
Bestandsbeschreibung: Von der Provenienz sind nur noch wenige Akten erhalten. Der größte Teil wurde 1945 beim Brand des Heeresarchivs Potsdam vernichtet. Es ist davon auszugehen, dass auch teilweise Sammlungsgut aus privater Hand für die Formierung des Bestandes herangezogen worden ist.
Inhaltliche Charakterisierung: Überliefert ist nur eine Akte der Inspektion des Ingenieurkorps mit technischen Erfahrungen der Fliegertruppe aus dem Jahr 1916 (darunter u.a. der Hinweis auf die Testphase eines Junkers-Eindeckers) und eine Akte mit Musterentwürfen für Armierungsarbeiten sowie Unterlagen über die Ausbildung von Pionieren, darunter eine Akte mit schriftlichen Ausarbeitungen eines Leutnants in den Bereichen Taktik, Waffenlehre, Befestigungslehre und Feldkunde.
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Die Akten der Generalinspektionen und Inspektionen sind zusammen mit dem Schriftgut der ehemaligen Preußischen Armee durch Kriegseinwirkung 1945 im Heeresarchiv in Potsdam bis auf wenige erhaltene Aktenreste verbrannt. 1994 kamen zu den im Militärarchiv Freiburg überlieferten Restakten noch einige Unterlagen hinzu, die sich ursprünglich im Militärarchiv der ehemaligen DDR befanden. Unter der Signatur PHD 11 finden sich die Amtsdrucksachen zu dem vorliegenden Bestand.
Umfang, Erläuterung: Bestand ohne Zuwachs
4 AE
Zitierweise: BArch PH 9-XI/...
Ingenieur-Inspektionen, 1905-1916
7 Aufbewahrungseinheiten; 0,1 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Weitere Unterlagen der Inspektion des Ingenieurkorps werden im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, Abteilung IV (Kriegsarchiv) in München aufbewahrt.
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: PH 3 Großer Generalstab der Preußischen Armee
PH 8-I Infanterie-Divisionen der Preußischen Armee
PH 14 Dienststellen und Einheiten des Ingenieurkorps und Pionierkorps der Preußischen Armee
Bibliothek:
Signatur N III d 32 Großformat
Die Entwicklung des Ingenieur- und Pionier-Korps in Hauptzügen graphisch dargestellt, nebst Stammbaum der Pionier-Bataillone
Amtliche Druckschriften: PHD 11 Generalinspektionen und Inspektionen
Literatur: Cron, Hermann, Die Organisation des deutschen Heeres im Weltkriege. Forschungen und Darstellungen aus dem Reichsarchiv, Heft 5, Berlin 1923.
Cron, Hermann, Geschichte des deutschen Heeres im Weltkrieg 1914-1918, Berlin 1937.
Das Königlich Preußische Kriegsministerium 1809-1909, hg. vom Kriegsministerium, Berlin 1909.
Die Militärluftfahrt bis zum Beginn des Weltkrieges 1914, hg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, Frankfurt 1965-1966.
Frobenius, Hermann, Geschichte des preußischen Ingenieur- und Pionier-Korps von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Jahre 1866, Berlin 1906.
Jany, Curt, Geschichte der Preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914, Vierter Band: Die Königlich Preußische Armee und das Deutsche Reichsheer 1807 bis 1914, zweite ergänzte Auflage, Osnabrück 1967.
Matuschka, Edgar Graf von, Organisationsgeschichte des Heeres 1890 bis 1918, in: Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, Bd. 3, Abschnitt V: Von der Entlassung Bismarcks bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (1890-1918), hg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, München 1983, S. 157-282.
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: PH 3 Großer Generalstab der Preußischen Armee
PH 8-I Infanterie-Divisionen der Preußischen Armee
PH 14 Dienststellen und Einheiten des Ingenieurkorps und Pionierkorps der Preußischen Armee
Bibliothek:
Signatur N III d 32 Großformat
Die Entwicklung des Ingenieur- und Pionier-Korps in Hauptzügen graphisch dargestellt, nebst Stammbaum der Pionier-Bataillone
Amtliche Druckschriften: PHD 11 Generalinspektionen und Inspektionen
Literatur: Cron, Hermann, Die Organisation des deutschen Heeres im Weltkriege. Forschungen und Darstellungen aus dem Reichsarchiv, Heft 5, Berlin 1923.
Cron, Hermann, Geschichte des deutschen Heeres im Weltkrieg 1914-1918, Berlin 1937.
Das Königlich Preußische Kriegsministerium 1809-1909, hg. vom Kriegsministerium, Berlin 1909.
Die Militärluftfahrt bis zum Beginn des Weltkrieges 1914, hg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, Frankfurt 1965-1966.
Frobenius, Hermann, Geschichte des preußischen Ingenieur- und Pionier-Korps von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Jahre 1866, Berlin 1906.
Jany, Curt, Geschichte der Preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914, Vierter Band: Die Königlich Preußische Armee und das Deutsche Reichsheer 1807 bis 1914, zweite ergänzte Auflage, Osnabrück 1967.
Matuschka, Edgar Graf von, Organisationsgeschichte des Heeres 1890 bis 1918, in: Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, Bd. 3, Abschnitt V: Von der Entlassung Bismarcks bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (1890-1918), hg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt, München 1983, S. 157-282.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ