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Fürstbistum Paderborn, Kanzlei (Bestand)
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Bestandsgeschichte: Einzige Zentralbehörde mit umfassenden Aufgaben bis zur Abspaltung der Hofkammer im 17. Jh. Seit Ende des 16. Jhs. beständiges Kollegium durch Berufung des Landesherrn. Erste Kanzleiordnung von 1618. Im 17. Jh. Beschränkung im Aufgabenbereich als oberste Justizbehörde und Appellationsinstanz für die Untergerichte und das Weltliche Hofgericht. Die Kanzlei tritt auf den zweiten Platz hinter den aus der Hofkammer hervorgehenden Geheimen Rat. Aufgehoben 1803.
Form und Inhalt: Verwaltungsbehörde des 16./17.Jahrh; Rep.212; auf Planfilm aufgenommen im März 1950
Vorbemerkungen
Die nachstehend aufgeführten Akten sind entnommen 1) der "Paderborner Hofkammer" 2) dem "Direktorium" resp. Lettern-Archiv des P. "Geheimen Rats": In den alten Repertorien der Hofkammer resp. des Geheinen Rats Nr.229 resp. 213 sind am Rand die jetzigen Signaturen angegeben.Aus sachlichen Gründen, namentlich um nicht inhaltlich zusammengehörige Akten zu trennen, war nicht immer die nach dem Provenienzprinzip gebotene Scheidung der Registraturen der Paderborner Behörden möglich. Deshalb sind häufig in der "Kanzlei" Faszikel verzeichnet, deren Schluß der Provenienz nach der "Hofkammer" resp. dem "Geheimen Rat" angehören. Im übrigen verweise ich auf die Vorbemerkungen zu Repertorium 229 a.
Münster in Westfalen 1.November 1912, Dr.Krumbholtz
P.S.: über die Entstehung der Kanzlei vgl.
1) Rosenkranz, die Verfassung des ehemaligen Hochstifts Paderborn in älterer u.späterer Zeit. (Zeitschrift des Vereins für Geschichte u.Altertumskunde Westfalens. Band XII, Münster 1851, S.134)
2) J.Böhmer, Das Geheime Ratskollegium, die oberste Landesbehörde des Hofrats Paderborn (münst. Dissertation, Hildesheim 1910, S.9ff)
3) H.Aubin, Die Verwaltungsorganisation des Fürstentums Paderborn im Mittelalter, Berlin u.Leipzig 1911, S.80 ff
Eingereiht sind hier auch Akten der Gerichtsbarkeit: Nr 701 Archidiakonie zu Marsberg ("Coloniensia"); Kartenverzeichnis am Schluß; Protokolle der Paderborner Regierungskanzlei 1621/28, 1636/44, 1628-1633= Altertumsverein Paderborn Nr (?) 139, 140, 139a; Gerichtsprotokolle in: Fstt. Paderborn, Gerichte, Regierungskanzlei (Findbuch A 268)
Die Nummern 708 und 783 sind im Aktenbestand nicht ausgewiesen (Springnummern).
Das Findbuch wurde 2006 in das Verzeichnungsprogramm VERA übertragen. Ein zeitgemäßes wissenschaftliches Vorwort zum Fürstbistum Paderborn sowie Hinweise auf neuere Literatur und Quellenwerke sind der Publikation zu entnehmen: Das Nordrhein-Westfälische Staatsarchiv Münster und seine Bestände, hrsg. im Auftrag des Kultusministeriums von NRW (4) Territorialarchive von Paderborn, Corvey, Reckenberg, Rheda und Rietberg, berarbeitet von Martin Sagebiel und Leopold Schütte, Münster 1983
Fr. (Dr.Franz), Münster, Mai 2006
894 Akten.; 869 Akten (158 Kartons), Findbuch B 402, Index in Findbuch A 264 a.
Bestand
German
Martin Sagebiel, Leopold Schütte (Bearb.), Territorialarchive von Paderborn, Corvey, Reckenberg, Rheda und Rietberg, Münster 1983; Hans Jürgen Brandt u. Karl Hengst, Geschichte des Erzbistums Paderborn, 2 Bde., Paderborn 1997; Frank Göttmann (Hg.), Paderborn. 2. Die frühe Neuzeit - gesellschaftliche Stabilität und politischer Wandel, 2. Aufl., Paderborn 2000; Hans Jürgen Brandt, Karl Hengst, Geschichte des Erzbistums Paderborn. Das Bistum Paderborn von der Reformation bis zur Säkularisation 1532-1802, Bd. 2, Paderborn 2007; Friedrich Keinemann, Das Hochstift Paderborn am Ausgang des 18. Jahrhunderts. Verfassung, Verwaltung, Gerichtsbarkeit, soziale, religiöse und kulturelle Welt, Norden 2007.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.