Vor dem Offizial des geistlichen Gerichts zu Münst
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Telgte U Stadt Telgte Urkunden, 68
Telgte U Stadt Telgte Urkunden Stadt Telgte Urkunden
Stadt Telgte Urkunden
1579 Januar 5
Regest: Vor dem Offizial des geistlichen Gerichts zu Münster verkaufen Heinrich Ernstes und seine Ehefrau Elisabeth, Bürger zu Telgte, an Hermann Roling gnt. Perlensticker, Vikar des Altars Raphaelis Archangeli in der Kollegiatkirche St. Mauritz vor Münster, eine jährliche Erbrente von einem Gulden rhein. für 20 rhein. Gulden. Die Verkäufer quittieren den Kaufpreis und geloben, die Rente jährlich am Fest Dreikönige (6. Januar) zu liefern, und zwar aus ihrem in der Stadt Telgte in der Dieckstraße zwischen Johann Smith und Hermann tho Bleisen gelegenen Haus sowie aus ihren Kämpen. Davon liegt der Laenkamp außerhalb Telgtes vor dem Steintor zwischen Goddeken thor Mollen und der Telgter Pastorat Kämpen, der andere — Sprackel- kamp genannt — liegt ebenfalls vor dem Steintor zwischen den Kämpen des Niklas Lanekamp gnt. Nolle und der Sumpmannschen Diekkamp. Mit den verkaufenden Eheleuten bürgen Evert Telmann und Egbert Hartmann, Bürger der Stadt Telgte, für die termingerechte und vollständige Zahlung der Rente mit all ihren Gütern, wie sie in und außerhalb Telgtes gelegen sind. Die Eheleute Trostes behalten sich die Einlösung der Rente nach vorheriger halbjährlicher Kündigung bevor. Siegelankündigung. Zeugen: Meister Hermann Woltermann und Casparus Knehem, beide Diener des Gerichts.
Ausf.-Perg. 27 cm x 40.5 cm; anh. Siegel ab. Kassationsschnitte.
Beiliegend eine Abschrift, Papier, mit zahlreichen Lesefehlern beglaubigt durch Signet (Bild: Baum, ARBOR VITAE; Umschrift: ARBOR UNA NOBILIS (1712) und Unterschrift des Notars Adam Heinrich Kleppinck. —— Löschungsbewilligung nach Ablage der Rente mit 27 Talern, 21 Sg. 3 Pfg. durch den Kaufmann Lohn aus Telgte. — 1858 Januar 5. — In dorso: Auf die Eheleute Heinrich Ernstes von Salomon David als Besitzer des hypothekarisierten Hauses in Telgte, an der Dickstraße belegen.
Beiliegend eine Abschrift, Papier, mit zahlreichen Lesefehlern beglaubigt durch Signet (Bild: Baum, ARBOR VITAE; Umschrift: ARBOR UNA NOBILIS (1712) und Unterschrift des Notars Adam Heinrich Kleppinck. —— Löschungsbewilligung nach Ablage der Rente mit 27 Talern, 21 Sg. 3 Pfg. durch den Kaufmann Lohn aus Telgte. — 1858 Januar 5. — In dorso: Auf die Eheleute Heinrich Ernstes von Salomon David als Besitzer des hypothekarisierten Hauses in Telgte, an der Dickstraße belegen.
Urkunden
Die Urkunde wurde 1929 von dem Bauoberamtmann Ludwig Barth in einem Antiquariat in Hirschhorn am Neckar erworben und 1966 der Stadt Telgte geschenkt.
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Münster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:49 MEZ