Vermischte Akten: Instruktion der Stadt Stuttgart an die württembergische Regierung in Tübingen, nach Stuttgart zurückzukehren; Entschädigungsklagen weltlicher und geistlicher Stände; Strafverfahren gegen kurpfälzischen Bauern; Hilfsgesuch eines vom Deutschen Orden Vertriebenen an Herzog Ulrich von Württemberg, in seinen deutschherrischen Wohnort zurückkehren zu dürfen
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Vermischte Akten: Instruktion der Stadt Stuttgart an die württembergische Regierung in Tübingen, nach Stuttgart zurückzukehren; Entschädigungsklagen weltlicher und geistlicher Stände; Strafverfahren gegen kurpfälzischen Bauern; Hilfsgesuch eines vom Deutschen Orden Vertriebenen an Herzog Ulrich von Württemberg, in seinen deutschherrischen Wohnort zurückkehren zu dürfen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 54 Bü 37
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 54 Bauernkrieg
Bauernkrieg >> 2. Akten >> 1. Österreichische Regierung in Württemberg >> 1.4. Österreichischen Regierung in Württemberg: Nachtragsakten von 1824
1526, 1533-1534
Enthält:
1) Instruktion an den Matthäus Müller, der von Bürgermeister, Gericht und Rat zu Stuttgart abgeschickt wurde, um die in Tübingen befindlichen Statthalter und Regenten zu bitten, sich mit der Regierungskanzlei wieder nach Stuttgart zu begeben, 24. Juli 1525
2) Klage des Treutwein Vaihinger von Schöntal gegen Rechwolf zu Löwenstein und Wolf Vellin von Sulzbach, die Forstmeisterjäger des Friedrich Graf von Löwenstein, wegen Beschädigung und Plünderung. Der Prozess wird durch gütlichen Vergleich beigelegt, 1533
3) Das Frauenkloster zu Lauffen belangt Lauffen, Bottwar und Beilstein wegen erlittener Plünderungen durch die Bauern. Lauffen widerspricht den Ansprüchen, da sie den Klosterfrauen einige Bürger zum Beistand verordnet hatten. Das Kloster wäre beim Eindringen der Bauern verschont geblieben und erst nach der Sindelfinger Schlacht ohne ihr Verschulden von fliehenden Bauern geplündert worden. Die Regierung bekennt auf weiteren Beweis, 1533
4) Der pfälzische Bauer Illenbartsch wird als einer der schlimmsten Aufrührer in Stuttgart arrestiert und an Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz ausgeliefert. Der Kurfürst gibt Nachricht, dass er Illenbartsch mit einer Kette an einen Baum an der offenen Straße aufhängen ließ, 22. Januar (Montag nach Sebastiani) 1526
Enthält auch: Peinliche Befragung des Eulla Brez, mit Denunzierung anderer Bauernanhänger, bsp. [Anton] Eisenhut [Pfarrer und Anführer des Kraichgauer Bauernhaufens], s.d. (1526)
5) Der aus Aalen gebürtige deutschherrische Untertan Hans Diez beklagt sich bei Herzog Ulrich von Württemberg, dass er wegen der Bauernaufruhr durch den Deutsche Orden aus seinem Haus zu Talheim (Thallen ?) vertrieben wurde. Der Deutsche Orden gibt Gegenbericht, sie hätten Diez wieder nach Aalen geschickt, da er bei der mörderischen Tat zu Weinsberg dabei war, 8. Dezember (Dienstag nach Nicolai) 1534
1) Instruktion an den Matthäus Müller, der von Bürgermeister, Gericht und Rat zu Stuttgart abgeschickt wurde, um die in Tübingen befindlichen Statthalter und Regenten zu bitten, sich mit der Regierungskanzlei wieder nach Stuttgart zu begeben, 24. Juli 1525
2) Klage des Treutwein Vaihinger von Schöntal gegen Rechwolf zu Löwenstein und Wolf Vellin von Sulzbach, die Forstmeisterjäger des Friedrich Graf von Löwenstein, wegen Beschädigung und Plünderung. Der Prozess wird durch gütlichen Vergleich beigelegt, 1533
3) Das Frauenkloster zu Lauffen belangt Lauffen, Bottwar und Beilstein wegen erlittener Plünderungen durch die Bauern. Lauffen widerspricht den Ansprüchen, da sie den Klosterfrauen einige Bürger zum Beistand verordnet hatten. Das Kloster wäre beim Eindringen der Bauern verschont geblieben und erst nach der Sindelfinger Schlacht ohne ihr Verschulden von fliehenden Bauern geplündert worden. Die Regierung bekennt auf weiteren Beweis, 1533
4) Der pfälzische Bauer Illenbartsch wird als einer der schlimmsten Aufrührer in Stuttgart arrestiert und an Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz ausgeliefert. Der Kurfürst gibt Nachricht, dass er Illenbartsch mit einer Kette an einen Baum an der offenen Straße aufhängen ließ, 22. Januar (Montag nach Sebastiani) 1526
Enthält auch: Peinliche Befragung des Eulla Brez, mit Denunzierung anderer Bauernanhänger, bsp. [Anton] Eisenhut [Pfarrer und Anführer des Kraichgauer Bauernhaufens], s.d. (1526)
5) Der aus Aalen gebürtige deutschherrische Untertan Hans Diez beklagt sich bei Herzog Ulrich von Württemberg, dass er wegen der Bauernaufruhr durch den Deutsche Orden aus seinem Haus zu Talheim (Thallen ?) vertrieben wurde. Der Deutsche Orden gibt Gegenbericht, sie hätten Diez wieder nach Aalen geschickt, da er bei der mörderischen Tat zu Weinsberg dabei war, 8. Dezember (Dienstag nach Nicolai) 1534
Archivale
Brez, Eulla; Bauernanhänger
Diez, Hans
Eisenhut, Anton; Priester und Anführer des Kraichgauer Bauernhaufens
Illenbartsch; Bauernaufrührer aus der Pfalz
Löwenstein, Friedrich von; Graf
Löwenstein, Rechwolf von
Vaihinger, Treutwein; um 1509-1558
Vellin, Wolf
Aalen AA
Beilstein HN
Bottwar = Großbottwar LB
Lauffen am Neckar HN
Lauffen am Neckar HN; Kloster
Löwenstein HN
Schöntal KÜN
Sindelfingen BB; Schlacht von
Sulzbach an der Murr WN
Talheim HN
Tübingen TÜ
Weinsberg HN; Bluttat
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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- 2. Akten (Classification)
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- 1.4. Österreichischen Regierung in Württemberg: Nachtragsakten von 1824 (Classification)
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