Meister Kaspar Herwig, Kaplan zu Wildberg (Wiltperg) und die Gebrüder und Gevetter Balthasar (Balthus) und Hans Lutz, Bürger zu Rottweil (Rotw(e)yl), verkaufen ihren eigenen Hof zu Rohrdorf im Gäu, den derzeit Theodor (Theodorus) Epplin innehat, zusammen mit dem Lehen, das derzeit Auberlin Schweizer innehat, das Nesenlehen genannt, aus dem die Aussteller jedes Jahr eine Gülte erhalten haben, mit allen Rechten und Gerechtigkeiten und Ein- und Zugehörungen und einem durch den Maier von Rohrdorf im letzten Jahr noch nicht geleisteten Rückstand von 10 Malter Roggen und 6 Viertel Erbsen an die ehrbare Frau Katharina Gremper, die Witwe des verstorbenen Reinhard (Renhart) Neuen (Niuwen), des alten Bürgermeisters zu Weil (W(e)yle) der Stadt, und alle ihre Erben und Nachkommen für 140 fl rh und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Außerdem verkaufen die Aussteller einige Gülten, die sie und ihre Vorfahren, aus diesen Güter versetzt haben: 6 Malter Roggen, 6 Viertel Erbsen, 4 Hühner und 1 1/2 aus einem Ausacker, der dem Hof zu Rohrdorf dienst- und zinspflichtig ist, und aus dem Hof zu Rohrdorf und dem Lehen 4 Malter Roggen. Den Hof zu Rohrdorf hatten die Eltern der Aussteller durch einen Heiratsbrief vom 19. April 1409 (uff den nechsten Fr(e)ytag vor Sant Jo(e)rgen tag) von Klaus Haas (Hasen), Bürger zu Rottenburg am Neckar, erworben und an die Aussteller vererbt. Die Aussteller versprechen die Übergabe aller Briefe, Register und anderen Urkunden über die verkauften Güter und erklären Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung.
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Meister Kaspar Herwig, Kaplan zu Wildberg (Wiltperg) und die Gebrüder und Gevetter Balthasar (Balthus) und Hans Lutz, Bürger zu Rottweil (Rotw(e)yl), verkaufen ihren eigenen Hof zu Rohrdorf im Gäu, den derzeit Theodor (Theodorus) Epplin innehat, zusammen mit dem Lehen, das derzeit Auberlin Schweizer innehat, das Nesenlehen genannt, aus dem die Aussteller jedes Jahr eine Gülte erhalten haben, mit allen Rechten und Gerechtigkeiten und Ein- und Zugehörungen und einem durch den Maier von Rohrdorf im letzten Jahr noch nicht geleisteten Rückstand von 10 Malter Roggen und 6 Viertel Erbsen an die ehrbare Frau Katharina Gremper, die Witwe des verstorbenen Reinhard (Renhart) Neuen (Niuwen), des alten Bürgermeisters zu Weil (W(e)yle) der Stadt, und alle ihre Erben und Nachkommen für 140 fl rh und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Außerdem verkaufen die Aussteller einige Gülten, die sie und ihre Vorfahren, aus diesen Güter versetzt haben: 6 Malter Roggen, 6 Viertel Erbsen, 4 Hühner und 1 1/2 aus einem Ausacker, der dem Hof zu Rohrdorf dienst- und zinspflichtig ist, und aus dem Hof zu Rohrdorf und dem Lehen 4 Malter Roggen. Den Hof zu Rohrdorf hatten die Eltern der Aussteller durch einen Heiratsbrief vom 19. April 1409 (uff den nechsten Fr(e)ytag vor Sant Jo(e)rgen tag) von Klaus Haas (Hasen), Bürger zu Rottenburg am Neckar, erworben und an die Aussteller vererbt. Die Aussteller versprechen die Übergabe aller Briefe, Register und anderen Urkunden über die verkauften Güter und erklären Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Nr. 1037
II Baisingen d 22
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden
Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden >> Baisingen
1510 Juni 25 (uff Zinstag nach des hailigen touffers Sannt Johanns tag)
Gesamtarchiv Schenk von Stauffenberg
Urkunden
Deutsch
Siegler: Aussteller.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 Siegel: (1) und (3) abgegangen.
Vermerke: Randbemerkung: "Item zu(o) sampt der forygen gylt mytt namenn XV mallter rockhenn hab ich abgelest V malter gen Dornstetten, me[hr] V malter gen Horw, dem Bastin Stytzmer VIII Malter auf Schwytz[er] Auberlins lechen, thu(o)tt in alß XCIIII malter rockhen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 Siegel: (1) und (3) abgegangen.
Vermerke: Randbemerkung: "Item zu(o) sampt der forygen gylt mytt namenn XV mallter rockhenn hab ich abgelest V malter gen Dornstetten, me[hr] V malter gen Horw, dem Bastin Stytzmer VIII Malter auf Schwytz[er] Auberlins lechen, thu(o)tt in alß XCIIII malter rockhen
Epplin; Theodor (Rohrdorf, Eutingen im Gäu FDS)
Gremper, Katharina (Weil der Stadt BB)
Haas, Klaus (Rottenburg am Neckar TÜ)
Herwig, Kaspar (Nagold CW)
Lutz; Balthasar (Rottweil am Neckar RW)
Lutz; Hans (Rottweil am Neckar RW)
Neuen, Reinhard (Weil der Stadt BB)
Schweizer; Auberlin (Rohrdorf, Eutingen im Gäu FDS)
Stytzmer, Sebastian
Dornstetten FDS
Horb am Neckar FDS
Rohrdorf, Eutingen im Gäu FDS; Höfe
Rohrdorf, Eutingen im Gäu FDS; Nesenlehen
Rottenburg am Neckar TÜ; Stadt; Bürger
Rottweil RW; Reichsstadt; Bürger
Weil der Stadt BB; Reichsstadt; Bürgermeister
Wildberg CW; Pfarrkirche Sankt Martin; Kapläne
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:43 MESZ
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