Hans Grab gen. Kleck von Nasgenstadt und seine Ehefrau Margreth Allgewer waren von Junker Ludwig von Freiberg zu Hohenfreiberg u. dessen Gemahlin als Vogt und Verweser des Schlosses zu Öpfingen angenommen worden, wegen untreuen und schädlichen Dienstes aber ins Gefängnis des Junkers gekommen. Sie werden auf Bitten ihrer Freunde freigelassen, begnadigt u.schwören Urfehde. Künftige Auseinandersetzungen mit dem Junker sowie mit Junker Sigmund von Berg und allen, die zu Öpfingen, Griesingen und Niederhofen sitzen, sollen vor die zuständigen Gerichte kommen. Zu Bürgen setzen sie Christian Grab von Niederhofen, Heinz Grab und Lip Mayer, beide von Nasgenstadt, Hans Grab und Berthold Murer, beide von Ehingen, und Enderlin Allgewer von Öpfingen, Vettern, Brüder, Schwäger und Gönner der A. (Bürgschaftssumme: 200 fl rh).
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Hans Grab gen. Kleck von Nasgenstadt und seine Ehefrau Margreth Allgewer waren von Junker Ludwig von Freiberg zu Hohenfreiberg u. dessen Gemahlin als Vogt und Verweser des Schlosses zu Öpfingen angenommen worden, wegen untreuen und schädlichen Dienstes aber ins Gefängnis des Junkers gekommen. Sie werden auf Bitten ihrer Freunde freigelassen, begnadigt u.schwören Urfehde. Künftige Auseinandersetzungen mit dem Junker sowie mit Junker Sigmund von Berg und allen, die zu Öpfingen, Griesingen und Niederhofen sitzen, sollen vor die zuständigen Gerichte kommen. Zu Bürgen setzen sie Christian Grab von Niederhofen, Heinz Grab und Lip Mayer, beide von Nasgenstadt, Hans Grab und Berthold Murer, beide von Ehingen, und Enderlin Allgewer von Öpfingen, Vettern, Brüder, Schwäger und Gönner der A. (Bürgschaftssumme: 200 fl rh).
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 52 a U 289
ad. n. 12
No. 36
No.62 (Bleist.)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 52 a Archivalien aus dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg
Archivalien aus dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg >> II. Südwürttemberg >> 1. Urkunden
1516 November 7 (Fr v. Martin)
Urkunden
Siegler: 1) David Greck, B. zu Ulm 2) Wolfgang Harter, Bm. zu Ehingen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S. abg.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S. abg.
Früherer LO: GNM Reg. Nr. 3566; aus Sammlung Frh. von Aufseß
Allgewer, Enderlin
Allgewer, Margreth
Aufseß, von; Freiherr
Berg, Sigmund von
Freiberg, Ludwig von
Grab gen. Kleck, Hans
Grab, Christian
Grab, Hans
Grab, Heinz
Greck, David
Harter, Wolfgang, Bm.
Kleck s. Grab
Mayer, Lip
Murer, Berthold
Ehingen (Donau) UL
Griesingen UL
Hohenfreiberg, Bayern
Nasgenstadt : Ehingen (Donau) UL
Niederhofen : Allmendingen UL
Öpfingen UL
Ulm UL; Herrschaft
Urfehde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:32 MEZ