Haupt- und Landgestüt Marbach
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Südwürttembergische Bestände >> Landwirtschaft und Forsten
Überlieferungsgeschichte
1491 Errichtung eines Gestüts in Oberfeld bei Marbach als Ersatz für das Hofgestüt Einsiedel, 1550 bis 1554 Verlegung nach Marbach und Erweiterung des bereits bestehenden Fohlenhofs in Güterstein. 1573 erhält Marbach die Funktion eines Hof- und Landgestütes. 1575 Errichtung eines Fohlenhofs in Offenhausen; 1590 bis 1840 Maultierzucht in Offenhausen; 1635 Zerstörung und bis 1674 Wiederaufbau des Hofgestüts Marbach; 1720 Errichtung des Fohlenhofs bei Sankt Johann, 1817 Trennung von Hof- und Landgestüt und Verlegung des Hofgestüts nach Weil; dem Landgestüt werden die Gestütshöfe Marbach, Offenhausen, Sankt Johann und Güterstein zugeteilt. Ab 1867 Aufbau der Württembergischen Warmblutrasse; 1932 Übernahme der Vollblut-Araberzucht des königlichen Privatgestüts Weil durch das Land Württemberg und Verlegung nach Marbach; 1953 bis 1955 Ablösung der staatlich subventionierten Privathengsthaltung im Landesteil Baden durch die Stellung von Hengsten. Ab 1954 Veredelung des Württembergischen Warmblutpferdes zu einem Reitpferd; 1973 Einrichtung einer Reit- und Fahrschule als nichtselbständige öffentlich-rechtliche Anstalt.
Aufgaben: Hengsthaltung, Beschickung der Beschälplatten im Land Baden-Württemberg mit Hengsten, Hengstleistungsprüfungsanstalt, Zucht von Deutschen Reitpferden und Vollblut-Araber-Pferden, Herdbuchzucht von Schafen, Schafprüfstation, Basisbetrieb für das Schweinehybridzuchtprogramm, Prüfung von Bullen auf Fleischleistung und Schlachtwert, Prüfung von Hühnern auf Legeleistung, Saatgutvermehrung, Futterwertprüfung, überbetriebliche Ausbildungsstätte im Beruf Pferdewirt.
Unter der Signatur Wü 168 T 2_501 ist ein ungewöhnlicher Fund archiviert: Am 23.09.2020 wurde bei Rückbauarbeiten in der Gestütsgaststätte in Offenhausen von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen ein Brief gefunden, der in einer Wandnische eingemauert war. Das Schreiben ist adressiert an "denjenigen, der diese Nische öffnet". Dieser Brief handelt von der Renovierung des Königlich Württembergischen Gestütshofs Offenhausen mit dem Ziel, eine Wohnung für den Gestütsvorstand Schiller (Gestütstierarzt) vorzuhalten. Das Schreiben führt aus, welche Personen an den Renovierungsarbeiten beteiligt waren.
1491 Errichtung eines Gestüts in Oberfeld bei Marbach als Ersatz für das Hofgestüt Einsiedel, 1550 bis 1554 Verlegung nach Marbach und Erweiterung des bereits bestehenden Fohlenhofs in Güterstein. 1573 erhält Marbach die Funktion eines Hof- und Landgestütes. 1575 Errichtung eines Fohlenhofs in Offenhausen; 1590 bis 1840 Maultierzucht in Offenhausen; 1635 Zerstörung und bis 1674 Wiederaufbau des Hofgestüts Marbach; 1720 Errichtung des Fohlenhofs bei Sankt Johann, 1817 Trennung von Hof- und Landgestüt und Verlegung des Hofgestüts nach Weil; dem Landgestüt werden die Gestütshöfe Marbach, Offenhausen, Sankt Johann und Güterstein zugeteilt. Ab 1867 Aufbau der Württembergischen Warmblutrasse; 1932 Übernahme der Vollblut-Araberzucht des königlichen Privatgestüts Weil durch das Land Württemberg und Verlegung nach Marbach; 1953 bis 1955 Ablösung der staatlich subventionierten Privathengsthaltung im Landesteil Baden durch die Stellung von Hengsten. Ab 1954 Veredelung des Württembergischen Warmblutpferdes zu einem Reitpferd; 1973 Einrichtung einer Reit- und Fahrschule als nichtselbständige öffentlich-rechtliche Anstalt.
Aufgaben: Hengsthaltung, Beschickung der Beschälplatten im Land Baden-Württemberg mit Hengsten, Hengstleistungsprüfungsanstalt, Zucht von Deutschen Reitpferden und Vollblut-Araber-Pferden, Herdbuchzucht von Schafen, Schafprüfstation, Basisbetrieb für das Schweinehybridzuchtprogramm, Prüfung von Bullen auf Fleischleistung und Schlachtwert, Prüfung von Hühnern auf Legeleistung, Saatgutvermehrung, Futterwertprüfung, überbetriebliche Ausbildungsstätte im Beruf Pferdewirt.
Unter der Signatur Wü 168 T 2_501 ist ein ungewöhnlicher Fund archiviert: Am 23.09.2020 wurde bei Rückbauarbeiten in der Gestütsgaststätte in Offenhausen von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen ein Brief gefunden, der in einer Wandnische eingemauert war. Das Schreiben ist adressiert an "denjenigen, der diese Nische öffnet". Dieser Brief handelt von der Renovierung des Königlich Württembergischen Gestütshofs Offenhausen mit dem Ziel, eine Wohnung für den Gestütsvorstand Schiller (Gestütstierarzt) vorzuhalten. Das Schreiben führt aus, welche Personen an den Renovierungsarbeiten beteiligt waren.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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03.04.2025, 8:37 AM CEST