Kriegs-Wochenschauen
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 99/001 R090069/102
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 99/001 Sonstige Film- und Tondokumente u.a.:
Sonstige Film- und Tondokumente u.a.: >> Filmdokumente
1943
Kriegs-Wochenschauen:
- Marine HJ trifft Admiral Karl Dönitz 1944 (02:30)
- Soldaten auf Stadtbesichtigung 1943 (01:10)
- Begräbnisfeier General Erwin Rommel 1944 (01:25)
Begleitheft S. 13-14
In den Wochenschauen des Dritten Reiches musste Ulm einmal mehr als Staffage herhalten: Eine Gruppe Jungs in "flotten" Marineuniformen (Marine-HJ) zieht mit einem Leiterwagen durch die Ulmer Altstadt und sammelt in den Haushalten Schellack-Platten. Schnitt! Die Platten werden an U-Boot Fahrer übergeben und dieselben Jungs dürfen sich schon mal probeweise in die Hängematten des U-Bootes legen. Fröhliche Gesichter sind zu sehen. Wieder ein Szenewechsel.
Die Jungs, mit dem schwäbischen Städtenamen auf der Mütze sind auf einem Schiff angetreten und lauschen den Worten Admiral Dönitz. Dessen reguläre Soldaten haben auf und unter den Meeren inzwischen nichts mehr zu lachen.
Oder der Wochenschaubericht über die genesenden Wehrmachts-Soldaten vermutlich aus dem Jahr 1943. Mit einem Omnibus und zu Fuß gehen sie auf "Sightseeing-Tour" durch das winterliche Ulm. Zum letzten Mal sehen wir die unzerstörte Stadt. Vielleicht kamen die Soldaten gerade aus dem Lazarett in der Wagnerschule, in das wenig später der am Gift gestorbene General Rommel eingeliefert werden sollte. Dessen pompöse Begräbnisfeier mit militärischen Ehren im Ulmer Rathaus hätte nach dem Dezember 1944 womöglich keine filmische Inszenierung mehr erlaubt.
- Marine HJ trifft Admiral Karl Dönitz 1944 (02:30)
- Soldaten auf Stadtbesichtigung 1943 (01:10)
- Begräbnisfeier General Erwin Rommel 1944 (01:25)
Begleitheft S. 13-14
In den Wochenschauen des Dritten Reiches musste Ulm einmal mehr als Staffage herhalten: Eine Gruppe Jungs in "flotten" Marineuniformen (Marine-HJ) zieht mit einem Leiterwagen durch die Ulmer Altstadt und sammelt in den Haushalten Schellack-Platten. Schnitt! Die Platten werden an U-Boot Fahrer übergeben und dieselben Jungs dürfen sich schon mal probeweise in die Hängematten des U-Bootes legen. Fröhliche Gesichter sind zu sehen. Wieder ein Szenewechsel.
Die Jungs, mit dem schwäbischen Städtenamen auf der Mütze sind auf einem Schiff angetreten und lauschen den Worten Admiral Dönitz. Dessen reguläre Soldaten haben auf und unter den Meeren inzwischen nichts mehr zu lachen.
Oder der Wochenschaubericht über die genesenden Wehrmachts-Soldaten vermutlich aus dem Jahr 1943. Mit einem Omnibus und zu Fuß gehen sie auf "Sightseeing-Tour" durch das winterliche Ulm. Zum letzten Mal sehen wir die unzerstörte Stadt. Vielleicht kamen die Soldaten gerade aus dem Lazarett in der Wagnerschule, in das wenig später der am Gift gestorbene General Rommel eingeliefert werden sollte. Dessen pompöse Begräbnisfeier mit militärischen Ehren im Ulmer Rathaus hätte nach dem Dezember 1944 womöglich keine filmische Inszenierung mehr erlaubt.
0:05:05; 0'05
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Stadtarchiv Ulm und protel Film und Medien Ulm
Bild-/Tonträger: DVD
Bild-/Tonträger: DVD
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ