3.4.5. Gewerkschaft Victor Chemische Werke, Castrop-Rauxel (Westf.) (Cind-Nr. 1225)
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Gliederung
NW 0203 Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr Abt. III, Demontage
Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr Abt. III, Demontage >> 3. Einzelfirmen >> 3.4. Verbotene Industrien (größtenteils durch das Petersberger Abkommen befreit)
"Die chemische Kohleveredelung erhielt außer durch die Möglichkeit der Kohlehydrierung nach dem Bergius-IC-verfahren starke Impulse durch die Fischer-Tropsch-Synthese. Die "Ruhrchemie" begann 1927 ihren Betrieb in Oberhausen-Holten mit der Herstellung von Ammoniak. Anfang der dreißiger Jahre errichtete sie eine Versuchsanlage, um die Fischer-Tropsch-Synthese vom Laboratoriumsversuch und Maßstab der Experimentieranlage in die Großtechnik zu überführen. Auf Grund der Ergebnisse dieser Anlage wurde 1935 die Ruhrbenzin AG gegründet und die erste Großanlage errichtet. Diesem ersten großen Synthesewerk folgten bis 1939 fünf weitere Großanlagen in Moers, Wanne-Eickel, Rauxel, Dortmund und Bergkamen. Durch diese Anlagen der Kohleveredelung in Synthesewerken wurde für die chemische Industrie eine Verbreiterung der Rohstoffbasis geschaffen, die nicht mehr entbehrt werden kann..." (Hasenack, Wirtschaftsgefahren, S. 63 ff. ).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:59 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 4. Oberste und obere Landesbehörden NRW (Tektonik)
- 4.2. Oberste Landesbehörden (Tektonik)
- 4.2.56. Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr (Tektonik)
- 4.2.56.1. Zentralaufgaben (Tektonik)
- MWMV Alliierte Wirtschaftskontrolle 4 NW 0203 (Bestand)
- 3. Einzelfirmen (Gliederung)
- 3.4. Verbotene Industrien (größtenteils durch das Petersberger Abkommen befreit) (Gliederung)