Streit um eine Korn- und Ölmühle zu Millich (Kr. Erkelenz) und eine Erbpacht zu Doverack (Kr. Erkelenz) im jül. Amt Wassenberg, welche Klara Christina von Horn gen. Goltschmidt, die Vaterschwester des Appellanten, während ihrer Ehe mit Johann Konrad Engels erworben und in ihrem Testament von 1700 dem Appellanten und seiner Schwester Klara Sibylla vermacht hat. Das jül.-berg. Hofgericht hat auf Antrag der Witwe Weibel, der Schwester des Johann Konrad Engel, das Testament 1714 für ungültig erklärt. Es urteilte am 2. Juli 1722, daß der Witwe die halbe Erbpacht zu Doverack seit dem Tod der Klara Christina von Horn gen. Goltschmidt zustehe. Gegen das Appellationsverfahren am RKG erhebt der Appellat die Einrede der ”Desertion“.
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Streit um eine Korn- und Ölmühle zu Millich (Kr. Erkelenz) und eine Erbpacht zu Doverack (Kr. Erkelenz) im jül. Amt Wassenberg, welche Klara Christina von Horn gen. Goltschmidt, die Vaterschwester des Appellanten, während ihrer Ehe mit Johann Konrad Engels erworben und in ihrem Testament von 1700 dem Appellanten und seiner Schwester Klara Sibylla vermacht hat. Das jül.-berg. Hofgericht hat auf Antrag der Witwe Weibel, der Schwester des Johann Konrad Engel, das Testament 1714 für ungültig erklärt. Es urteilte am 2. Juli 1722, daß der Witwe die halbe Erbpacht zu Doverack seit dem Tod der Klara Christina von Horn gen. Goltschmidt zustehe. Gegen das Appellationsverfahren am RKG erhebt der Appellat die Einrede der ”Desertion“.
AA 0627, 2745 - H 1710/5642
AA 0627 Reichskammergericht, Teil IV: H
Reichskammergericht, Teil IV: H >> 1. Buchstabe H
1723 - 1730 (1668 - 1730)
Enthaeltvermerke: Kläger: Wilhelm Johann von Horn gen. Goltschmidt, (Bekl. ?) Beklagter: Franz Theodor Brewer als Erbe der Witwe Weibel, geb. Engels, (Kl. ?) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Goy 1723 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Adolph Brandt 1723 - Subst.: Lic. J. P. Thonet Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht (Präsident und Räte) zu Düsseldorf (1722) - 2. RKG 1723 - 1730 (1668 - 1730) Beweismittel: Ehevertrag von 1668 zwischen Johann Konrad Engels, kurköln. Vogt zu Hülchrath, Sohn des Gabriel Engels, Rentmeisters des Freiherrn von Frentz zu Schlenderhan und Odenkirchen, und Klara Christina von Horn gen. Goltschmidt, Tochter des Wilhelm von Horn gen. Goltschmidt, kurköln. Vogts zu Neuss und Kellners zu Erprath (18f.). Auszug aus dem Testament der Klara Christina von Horn gen. Goltschmidt, verwitwete Engels, von 1700 (20f.). Beschreibung: 1 cm, 45 Bl., lose; Prot. ohne Eintragungen, 21 Aktenstücke prod. 15. und 20. Sept. 1723 und 5. Dez. 1730.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:20 MESZ