An Bürgermeister und Rat der Stadt Reuttlingen
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7473
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 21 Urgichten
(15)62 Dezember 30
Regest: Die Unterzeichneten sind von ihrem Vetter und Schwager Onophrius Lieber verständigt worden, dass die Freundschaft (= Verwandtschaft) seines gewesenen Weibs Anna Schenckel bei König Maximilian wegen dieser ihrer Base suppliciert und bei der Majestät Befehl an Bürgermeister und Rat mit Einschluss ihrer Supplication erlangt haben und darauf der Rat ihm einen Monat lang bei ihnen und seinen anderen Verwandten Rat zu haben (= sich zu beraten) vergönnt hat. Dafür bedanken sie sich freundlich. Obwohl Onophrius Lieber ausserdem beim Rat um eine Kopie der genannten Supplication gebeten hat, so hat der Rat doch ihm eine solche abgeschlagen - aus welchen Gründen das geschehen ist, ist den Unterzeichneten verborgen. Weil aber ihre und Liebers Sache notwendig erfordert, Kopien der Supplication zu haben, so bitten sie, eine Abschrift der Supplication der Freundschaft der Anna Schenckel, wie sie dem König überreicht und dem Rat zugekommen ist, dem deshalb abgesandten Boten verwahrt zu übergeben.
Dorsal-/Marginalvermerke: Vermerk auf der Rückseite: Die Freundschaft hat darauf geantwortet, ihre Supplication sei dem Rat verschlossen zugeschickt worden. Sie hoffen, diese solle so hinter dem Rat (= in Verwahrung beim Rat) bleiben. Wenn aber jemand deshalb Anspruch an sie zu haben meine, dem wollen sie Rechtens nicht vor sein (d.h. dem stehen sie vor Gericht zur Verfügung).
Dorsal-/Marginalvermerke: Vermerk auf der Rückseite: Die Freundschaft hat darauf geantwortet, ihre Supplication sei dem Rat verschlossen zugeschickt worden. Sie hoffen, diese solle so hinter dem Rat (= in Verwahrung beim Rat) bleiben. Wenn aber jemand deshalb Anspruch an sie zu haben meine, dem wollen sie Rechtens nicht vor sein (d.h. dem stehen sie vor Gericht zur Verfügung).
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Ausstellungsort: Ulm
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Jerg Besserer von Rohr,
U. Ehinger von Balzheim,
Christof Meithart,
Hans Kraft,
Hans Ehinger,
Hans Rot der ältere,
alle Vettern und Schwäger des Onophrius Lieber, dieser Zeit Bürgers zu Reuttlingen, für sie selbst und im Namen gemeiner Freundschaft zu Ulm, Augsburg und Memmingen
Siegel (Erhaltung): auf der Rückseite 6 Petschaft-Abdrücke
Genetisches Stadium: Or.
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Jerg Besserer von Rohr,
U. Ehinger von Balzheim,
Christof Meithart,
Hans Kraft,
Hans Ehinger,
Hans Rot der ältere,
alle Vettern und Schwäger des Onophrius Lieber, dieser Zeit Bürgers zu Reuttlingen, für sie selbst und im Namen gemeiner Freundschaft zu Ulm, Augsburg und Memmingen
Siegel (Erhaltung): auf der Rückseite 6 Petschaft-Abdrücke
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ