Querulationis Auseinandersetzung um Übertragung von Lehen
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(1) 0431
Rep. 29, Nr. 551
LAG, Rep. 29 Wismarer Tribunal
Wismarer Tribunal >> 01. Prozeßakten >> 01.08. 1. Kläger H
(1706-1760) 02.10.1760-25.10.1760
Kläger: (2) Baron Arend Nicolaus von Höpken für sich und namens seiner Brüder
Beklagter: Vormünder der institutionalisierten Allodialerben und Besitzer der Küssowschen Lehen
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Johann Kempe (A), Johann Franz von Palthen (P) Bekl.:
Fallbeschreibung: Im Jahre 1723 hat Friedrich I. dem Vater des Kl.s alle Lehen, die der Graf von Küssow in Schwedisch-Vorpommern besaß, bei dessen Todesfall versprochen. Als Küssow 1757 verstarb, meldeten sich der Kl. und dessen Brüder beim Hofgericht und baten um die lehensrechtliche Einsetzung in Quitzin mit Zubehör. Der Krieg und die Ausflüchte der Bekl. haben dies bis 1760 verzögert, schließlich hat das Hofgericht beschlossen, den Rat einer auswärtigen Juristenfakultät einzuholen. Dagegen queruliert der Kl. an das Tribunal und bittet das Hofgericht anzuweisen, den Fall selbst zu entscheiden, da das Pommersche Lehnsrecht sehr unterschiedlich von dem im restlichen Alten Reich und so kompliziert sei, daß es für Auswärtige nicht zu durchschauen wäre. Am 24.10.1760 weist das Tribunal das Hofgericht an, eine Entscheidung zu fällen
Instanzenzug: 1. Pommersches Hofgericht 1760 2. Tribunal 1760
Prozessbeilagen: (7) von König Friedrich I. von Schweden erteilte Lehnsexpektanz für Freiherrn Daniel Niclas von Höpken vom 29.09.1723; Hofgerichtsurteile vom 27.08.1760; vom Stralsunder Notar F.S. Anders aufgenommene Appellation vom 05.09.1760; Bescheid der Landesmatrikelkommission vom 07.10.1706
Beklagter: Vormünder der institutionalisierten Allodialerben und Besitzer der Küssowschen Lehen
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Johann Kempe (A), Johann Franz von Palthen (P) Bekl.:
Fallbeschreibung: Im Jahre 1723 hat Friedrich I. dem Vater des Kl.s alle Lehen, die der Graf von Küssow in Schwedisch-Vorpommern besaß, bei dessen Todesfall versprochen. Als Küssow 1757 verstarb, meldeten sich der Kl. und dessen Brüder beim Hofgericht und baten um die lehensrechtliche Einsetzung in Quitzin mit Zubehör. Der Krieg und die Ausflüchte der Bekl. haben dies bis 1760 verzögert, schließlich hat das Hofgericht beschlossen, den Rat einer auswärtigen Juristenfakultät einzuholen. Dagegen queruliert der Kl. an das Tribunal und bittet das Hofgericht anzuweisen, den Fall selbst zu entscheiden, da das Pommersche Lehnsrecht sehr unterschiedlich von dem im restlichen Alten Reich und so kompliziert sei, daß es für Auswärtige nicht zu durchschauen wäre. Am 24.10.1760 weist das Tribunal das Hofgericht an, eine Entscheidung zu fällen
Instanzenzug: 1. Pommersches Hofgericht 1760 2. Tribunal 1760
Prozessbeilagen: (7) von König Friedrich I. von Schweden erteilte Lehnsexpektanz für Freiherrn Daniel Niclas von Höpken vom 29.09.1723; Hofgerichtsurteile vom 27.08.1760; vom Stralsunder Notar F.S. Anders aufgenommene Appellation vom 05.09.1760; Bescheid der Landesmatrikelkommission vom 07.10.1706
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:28 AM CET