Streit um den Besitz des Hauses Heiden (Amt Monheim). Die Appellanten machen für ihre verstorbene Frau bzw. Schwiegermutter anteilige Erbansprüche an Haus Heiden nach dem Tode des Vaters, Adam von Blittersdorf, und des Bruders, Peter Caspar von Blittersdorf, sowie für den Anteil, den der Bruder Johann Philipp von Blittersdorf dem Vater der Appellaten verkauft hatte, Eintritt in den Kauf gemäß Näherrecht (Retrakt) geltend. Obwohl die Appellaten nur Anteile des Hauses Heiden erworben hätten und bei ihrer Immission ausdrücklich die Rechte der Appellanten vorbehalten worden seien, seien sie durch den auf Bericht der Hofkanzlei ergangenen Spruch des Herzogs im unbeschränkten Besitz des gesamten Hauses Heiden bestätigt worden. Streit um die frist- und formgerechte Einleitung des RKG-Verfahrens.
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Streit um den Besitz des Hauses Heiden (Amt Monheim). Die Appellanten machen für ihre verstorbene Frau bzw. Schwiegermutter anteilige Erbansprüche an Haus Heiden nach dem Tode des Vaters, Adam von Blittersdorf, und des Bruders, Peter Caspar von Blittersdorf, sowie für den Anteil, den der Bruder Johann Philipp von Blittersdorf dem Vater der Appellaten verkauft hatte, Eintritt in den Kauf gemäß Näherrecht (Retrakt) geltend. Obwohl die Appellaten nur Anteile des Hauses Heiden erworben hätten und bei ihrer Immission ausdrücklich die Rechte der Appellanten vorbehalten worden seien, seien sie durch den auf Bericht der Hofkanzlei ergangenen Spruch des Herzogs im unbeschränkten Besitz des gesamten Hauses Heiden bestätigt worden. Streit um die frist- und formgerechte Einleitung des RKG-Verfahrens.
AA 0627, 730 - B 1986/5919
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1665-1666 (1629-1665)
Enthaeltvermerke: Kläger: Als Witwer der Margarethe von Blittersdorf Engelbert Broich (Broch, Broichs), auf der Bach (Gill-Bach bei Weckhoven) und Haus zum Scheidt (auf dem Scheidt) (bei Essen), und als Ehemann von Margarethes Tochter 1. Ehe, Mechthild Keven, Georg Tilmans, (Kl.) Beklagter: Lic. Friederich Balthasar Voetz (Voitz) und sein Bruder, der jül.-berg. Hofrat Archivar Lic. Melchior Voetz, beide zu Düsseldorf, als Erben des jül.-berg. Geheimen Rats und Hofrats Lic. Franz Voetz, (Bekl.: Franz Voetz, dessen Erben); 1665 Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg als Intervenient Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Conrad Albrecht 1665 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht - Dr. Johann Marx Giesenbier 1665 - Subst.: Lic. Johan Hansen Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johan Leonardt Schommartz 1665 - Subst.: Lic. Johann Walraff - für den Herzog: Lic. Johann Walraff [1656] 1665 - Subst.: Johann Leonhard Schommartz Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei (Kanzler und Räte) zu Düsseldorf (1650-1664) - 2. RKG 1665-1666 (1629-1665) Beweismittel: Erklärung des Adam von Blittersdorf zu Rüblinghoven, daß er das von dem Gerichtsschreiber Johann Wirsching geschriebene und als das seine ausgegebene Testament und Teilung nie geschrieben habe (24f.). Besitzergreifung des freiadeligen Sitzes und Gutes zur Heiden, 1663 (58f.). Johann Philipp von Blittersdorf zu Rüblinghoven und seine Ehefrau Katharina gen. Vloers verkaufen ihren halben Teil des Hauses zur Heiden - ausgenommen ½ Mltr. Weizen und ½ Mltr. Gerste jährlicher Erbpacht, wovon den Weizen die vier Pfarrer zu Himmelgeist, Itter, Eller und Benrath (je ½ Sümmer) und die Gerste die Pfarrer von Benrath und Itter erhalten - an Lic. Franz Voetz, 1649 (65-68). Testament des Adam von Blittersdorf und seiner Ehefrau Anna von Sevenar, 1629 (72-75). Heiratsverschreibung zwischen Peter Caspar von Blittersdorf und Elisabeth von Claitz zu Bontenbroich, 1631 (76-79). Erbvergleich zwischen den Kindern Adams von Blittersdorf, 1640 (81-84). Beschreibung: 2 cm, 88 Bl., lose; Q 1 - 33, 2 Beilagen, davon 1 exhib. 13. Dez. 1664.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:16 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)