Die Appellanten wenden sich gegen ein Urteil des königlichen Schöffenstuhls zu Aachen, der die vom Gericht zu Wessem zuvor ausgesprochene Immission der Appellanten in jährliche Einkünfte über 600 Horner Gulden aufgehoben hatte. Die Appellanten behaupten, daß Gottfried von Wessem 1619 diese von den Einwohnern des Ortes Wessem zu leistende jährliche Summe als Pfand für die Aufnahme von 9965 Gulden bzw. 2492 Rtlr. bei Katharina Gerhardt, der Witwe von Hermann Trappe sen., eingesetzt habe. Die Appellanten belangen Johann Adam Wassenberg als Erben von Adam Wassenberg, dem zweiten Mann der Mutter Gottfrieds von Wessem, mit ihrer Immissionsforderung. Der Appellant weist jedoch die angebliche Erbfolge zurück. Am 28.4.1658 gibt der Prokurator der Appellanten bekannt, daß seine Partei den Prozeß nicht weiter verfolgen wolle. Mit RKG-Urteil vom 25.9.1663 wird die Appellation für desert erklärt und die Appellanten werden zur Übernahme der Kosten verurteilt. Die eingereichte designatio expensarum wird vom appellantischen Prokurator abgelehnt, da sie trotz lateinischer Prozeßführung in deutscher Sprache verfaßt ist. Am 17.3.1665 ergeht ein endgültiges RKG- Kostenurteil.
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Die Appellanten wenden sich gegen ein Urteil des königlichen Schöffenstuhls zu Aachen, der die vom Gericht zu Wessem zuvor ausgesprochene Immission der Appellanten in jährliche Einkünfte über 600 Horner Gulden aufgehoben hatte. Die Appellanten behaupten, daß Gottfried von Wessem 1619 diese von den Einwohnern des Ortes Wessem zu leistende jährliche Summe als Pfand für die Aufnahme von 9965 Gulden bzw. 2492 Rtlr. bei Katharina Gerhardt, der Witwe von Hermann Trappe sen., eingesetzt habe. Die Appellanten belangen Johann Adam Wassenberg als Erben von Adam Wassenberg, dem zweiten Mann der Mutter Gottfrieds von Wessem, mit ihrer Immissionsforderung. Der Appellant weist jedoch die angebliche Erbfolge zurück. Am 28.4.1658 gibt der Prokurator der Appellanten bekannt, daß seine Partei den Prozeß nicht weiter verfolgen wolle. Mit RKG-Urteil vom 25.9.1663 wird die Appellation für desert erklärt und die Appellanten werden zur Übernahme der Kosten verurteilt. Die eingereichte designatio expensarum wird vom appellantischen Prokurator abgelehnt, da sie trotz lateinischer Prozeßführung in deutscher Sprache verfaßt ist. Am 17.3.1665 ergeht ein endgültiges RKG- Kostenurteil.
AA 0648, 227 - T 243
AA 0648 Reichskammergericht, Teil X: Prozessakten des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf im Rijksarchief Maastricht
Reichskammergericht, Teil X: Prozessakten des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf im Rijksarchief Maastricht >> 18. Buchstabe T
1656-1669
Enthaeltvermerke: Kläger: Hermann Trappe jun., Sohn von Hermann Trappe sen., und Kons.: übrige Erben des Hermann Trappe sen., Lüttich, (Kl.: Hermann Trappe sen., ehemaliger Bürgermeister von Lüttich) Beklagter: Johann Adam Wassenberg, Roermond, (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Henning (1656) Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Hansen 1656 - Subst.: Dr. Johann Roleman Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Gericht von Wessem - 2. Königlicher Schöffenstuhl zu Aachen ?-1555 - 3. RKG 1656-1669 Beweismittel: Urteil des königlichen Schöffenstuhls zu Aachen, 1655 (Q 4). Designatio expensarum, 1664 (Q 14). Beschreibung: 1,5 cm, lose, 41 Bl., Q 1-14, 1 Beilage; die Originalurkunden Q 1-3 wurden der Akte entnommen.
Sachakte
Sonstiges: Für die Nutzung gesperrt bis 9999
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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28.04.2026, 8:33 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Archival tectonics)
- 1.4. Reichsbehörden (Archival tectonics)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Archival tectonics)
- Reichskammergericht, Maastricht AA 0648 (Archival holding)
- 18. Buchstabe T (Classification)