Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass zwischen Graf Georg von Henneberg, Komtur zu Mergentheim, und dem Deutschenordenshaus einerseits und Melchior Sützel von Mergentheim, Ritter, und dessen "mitbewanten" andererseits Irrungen wegen zweier Kirchlehen und Kirchsätze der Pfarre zu Neunkirchen (Nunkirchen) und der Frühmesse zu Althausen (Althusen), der "beth" und Fischwassers vom weißen Rain (wissen rein) bis zur Schleifmühle sowie der Atzung und des Schaftriebs in der Gemarkung zu Neunkirchen bestehen. Beide Parteien haben zugestimmt, zumal in Betrachtung der entstandenen Prozesskosten, die Sache an die Räte Kurfürst Philipps zum rechtlichen Austrag zu stellen. Melchior hat unter Vorbehalt zugestimmt, dass der Bischof [Rudolf] von Würzburg seine Zustimmung zu dem Austrag gibt. Darunter Notiz, dass der Bischof von Würzburg in den Vertrag nicht hat einwilligen wollen, sodann auf weiteres Ersuchen Kurfürst Philipps dem Anlass zugestimmt hat.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass zwischen Graf Georg von Henneberg, Komtur zu Mergentheim, und dem Deutschenordenshaus einerseits und Melchior Sützel von Mergentheim, Ritter, und dessen "mitbewanten" andererseits Irrungen wegen zweier Kirchlehen und Kirchsätze der Pfarre zu Neunkirchen (Nunkirchen) und der Frühmesse zu Althausen (Althusen), der "beth" und Fischwassers vom weißen Rain (wissen rein) bis zur Schleifmühle sowie der Atzung und des Schaftriebs in der Gemarkung zu Neunkirchen bestehen. Beide Parteien haben zugestimmt, zumal in Betrachtung der entstandenen Prozesskosten, die Sache an die Räte Kurfürst Philipps zum rechtlichen Austrag zu stellen. Melchior hat unter Vorbehalt zugestimmt, dass der Bischof [Rudolf] von Würzburg seine Zustimmung zu dem Austrag gibt. Darunter Notiz, dass der Bischof von Würzburg in den Vertrag nicht hat einwilligen wollen, sodann auf weiteres Ersuchen Kurfürst Philipps dem Anlass zugestimmt hat.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 824, 81
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1493 Februar 2 (uff unnser lieben frawen tag purificationis)
fol. 78r-78v (inkl. einem vor 78r eingelegten Zettel)
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Kopfregest: "Anlas zuschen grave Jorgen von Henberg comthur zu Mergentheim und Melcher Sutzel ritter". Dabei eingelegter Zettel bzw. Konzept mit Notizen über den Anlass zwischen den Komtur zu Mergentheim und Melchior Sützel sowie die Schiedsleute, darunter Hans von Sickingen und [Götz von Adelsheim], der Propst zu Wimpfen; durch Falz teilweise verdeckt.
Adelsheim, Götz von; Doktor, Propst zu Wimpfen im Tal, pfalzgräflicher Rat, erw. 1489, 1503
Henneberg, Georg von; Deutschordenskomtur zu Mergentheim, 1432-1508
Sickingen, Hans VI. von; Ritter, Beisitzer am kurpfälzischen Hofgericht, ux. Margarethe von Bubenhofen, erw. 1467, -1518
Sützel von Mergentheim, Melchior; Ritter, erw. 1493, 1506
Würzburg, Bischöfe von
Althausen : Bad Mergentheim TBB
Neunkirchen : Bad Mergentheim TBB
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
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04.04.2025, 08:00 MESZ
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