Malermeister und Maler
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 1 T 6-7 Nr. 80
Akten Nr. 65/1-11
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 1 T 6-7 Stadtarchiv Sigmaringen: Nachlass Franz Keller, Pädagoge, Heimatkundler (1875-1950)
Stadtarchiv Sigmaringen: Nachlass Franz Keller, Pädagoge, Heimatkundler (1875-1950) >> Handwerk, Gewerbe, Handel
Enthält:
1) Der Verband der Hohenzollerischen Malermeister, Sitz Sigmaringen, Regierungsbezirk Sigmaringen, wurde 1922 mit 48 Malermeistern gegründet. Der Verband ist dem süddeutschen Malerbund, Sitz Karlsruhe, angeschlossen (mitgeteilt durch Handwerkskammer, 1926)
2) Malermeister Hugo Merz feiert seinen 70. Geburtstag, 24.4.1943. Bericht der Volkszeitung mit Foto, gibt auch verdienstvolle Arbeit in der Sanitätskolonne und im Gesangsverein Frohsinn bekannt
3) Malkursus in Ebingen für Meister und Gehilfen, 1928
4) Verzeichnis der Maler 1896 nach dem Bürgerverzeichnis: 6
Verzeichnis der Maler 1947 nach dem Bürgerverzeichnis: 8
5) Einiges über Malermeister Hermann Eger, geborben 1849, gestorben 1908. Maler Eger war ein Original und lebt als solcher in seinen Sprüchen noch unter seinen Kollegen fort
6) Hausinschriften, Wirtschafts- und Handwerkersprüche, 1. Heft, gesammelt von Maler Eger, 1905
7) Theodor Burkart, Malermeister: Ein interessanter Bericht über die Entwicklung des Malerhandwerks in den letzten 90 Jahren
Vater: Josef Burghard von Bietenhausen lässt sich 1828 als Metzger hier nieder, ändert seinen Geschlechtsnamen in Burkart. Der Sohn Theodor, geboren 1829, lernt das Metzgerhandwerk, ist musikbegabt, gründet eine Musikkapelle und spielt in Sigmaringen und Umgebung bei Hochzeiten, wechselt den Beruf: Flachmaler oder Anstreicher und leistet mit seiner Frau gute Arbeit. Geboren 1829, gestorben 1915, 86 Jahre alt. Frohsinn, 60 Jahre Mitglied des Kirchenchors, Hornist der Feuerwehr
Der Sohn J. Burkart, Maler, gestorben 1940, ledig, im Alter von 76 Jahren, S. 1 - 7, mitgeteilt von Postamtmann Klaiber, Schwiegersohn
8) Maler Hermann Josef Lorch, geboren am 9.4.1860 zu Melchingen, gestorben am 17.6.1946 in Sigmaringen, Künstler in seinem Berufe, ist nach dreijähriger Lehrzeit bei Kunstmaler Lütz hier in München tätig. Besucht die Kunstgewerbeschule, ist bei der Ausmalung der bayerischen Königsschlösser Neuschwanstein und Herrenchiemsee mehrere Jahre beschäftigt, begeisterter Verehrer Königs Ludwig II., ebenso für das Romantische und Ideale in Kunst, Musik und Literatur, malt die Wohnräume seines Hauses nach dem Vorbild Neuschwanstein aus, seit 1905 mit großen Arbeiten im Schloss betraut, treibt Glas- und Porzellanmalerei (gemalte Fenster im Hotel Löwen). Arbeiten auf der Zollerburg um 1900.
Fortführung der Arbeiten durch die Söhne Ernst und Josef - der älteste Sohn Max betreibt in der Heimat der Mutter ein eigenes Malergeschäft
Der jüngste Sohn Franz, Bildhauer, besuchte die Kunstakademie München und schafft in seinem Atelier in Nymphenburg beachtenswerte Kunstwerke für Kirchen (Kirche Burladingen, Kreuzigungsgruppe)
Nach beigefügtem Berichte von dem Sohne Friedrich Lorch, Lehrer in Sigmaringen, sind von seinem Vater 52 Kirchen und Kapellen aufgezählt, die von ihm in den Jahren 1885 - 1913 ausgemalt wurden. Von Sigmaringen:
1888 St. Fidelishauskapelle, 1890 Stadtpfarrkirche, 1895 Erlöserkirche Hedingen, Chorapside, Kuppelbogen, Krypta, 1907 Schlosskapelle, 1911 evangelische Kirche, 1911 Josefskapelle
Die Arbeiten von Maler Josef Lorch sind für die Stadtgeschichte von bleibendem Wert. Über weiteres Kunstschaffen s. Akten Nr. 15 [Bestellnummer 16] Katholische Kirche
9) Josef Wolf, geboren 1900, Innungsobermeister, zeigt in seinem Porträts Talent und würde wohl noch Besseres leisten, wenn ihm der Besuch der Kunstgewerbeschule ermöglicht wäre. Stadtplan, Pfauen: die letzte Post nach Bingen
10) Wilhelm Kahlert betrieb auswärts ein umfangreiches Malergeschäft, ist nun hier ansässig
11) Die Malermeister Abt, August und Josef; Pfeifer, Alois und Strobel, Hermann kamen einem wiederholten Ersuchen um kurze Berichte bis heute noch nicht nach
Abgeschlossen 12.12.1947. Keller
1) Der Verband der Hohenzollerischen Malermeister, Sitz Sigmaringen, Regierungsbezirk Sigmaringen, wurde 1922 mit 48 Malermeistern gegründet. Der Verband ist dem süddeutschen Malerbund, Sitz Karlsruhe, angeschlossen (mitgeteilt durch Handwerkskammer, 1926)
2) Malermeister Hugo Merz feiert seinen 70. Geburtstag, 24.4.1943. Bericht der Volkszeitung mit Foto, gibt auch verdienstvolle Arbeit in der Sanitätskolonne und im Gesangsverein Frohsinn bekannt
3) Malkursus in Ebingen für Meister und Gehilfen, 1928
4) Verzeichnis der Maler 1896 nach dem Bürgerverzeichnis: 6
Verzeichnis der Maler 1947 nach dem Bürgerverzeichnis: 8
5) Einiges über Malermeister Hermann Eger, geborben 1849, gestorben 1908. Maler Eger war ein Original und lebt als solcher in seinen Sprüchen noch unter seinen Kollegen fort
6) Hausinschriften, Wirtschafts- und Handwerkersprüche, 1. Heft, gesammelt von Maler Eger, 1905
7) Theodor Burkart, Malermeister: Ein interessanter Bericht über die Entwicklung des Malerhandwerks in den letzten 90 Jahren
Vater: Josef Burghard von Bietenhausen lässt sich 1828 als Metzger hier nieder, ändert seinen Geschlechtsnamen in Burkart. Der Sohn Theodor, geboren 1829, lernt das Metzgerhandwerk, ist musikbegabt, gründet eine Musikkapelle und spielt in Sigmaringen und Umgebung bei Hochzeiten, wechselt den Beruf: Flachmaler oder Anstreicher und leistet mit seiner Frau gute Arbeit. Geboren 1829, gestorben 1915, 86 Jahre alt. Frohsinn, 60 Jahre Mitglied des Kirchenchors, Hornist der Feuerwehr
Der Sohn J. Burkart, Maler, gestorben 1940, ledig, im Alter von 76 Jahren, S. 1 - 7, mitgeteilt von Postamtmann Klaiber, Schwiegersohn
8) Maler Hermann Josef Lorch, geboren am 9.4.1860 zu Melchingen, gestorben am 17.6.1946 in Sigmaringen, Künstler in seinem Berufe, ist nach dreijähriger Lehrzeit bei Kunstmaler Lütz hier in München tätig. Besucht die Kunstgewerbeschule, ist bei der Ausmalung der bayerischen Königsschlösser Neuschwanstein und Herrenchiemsee mehrere Jahre beschäftigt, begeisterter Verehrer Königs Ludwig II., ebenso für das Romantische und Ideale in Kunst, Musik und Literatur, malt die Wohnräume seines Hauses nach dem Vorbild Neuschwanstein aus, seit 1905 mit großen Arbeiten im Schloss betraut, treibt Glas- und Porzellanmalerei (gemalte Fenster im Hotel Löwen). Arbeiten auf der Zollerburg um 1900.
Fortführung der Arbeiten durch die Söhne Ernst und Josef - der älteste Sohn Max betreibt in der Heimat der Mutter ein eigenes Malergeschäft
Der jüngste Sohn Franz, Bildhauer, besuchte die Kunstakademie München und schafft in seinem Atelier in Nymphenburg beachtenswerte Kunstwerke für Kirchen (Kirche Burladingen, Kreuzigungsgruppe)
Nach beigefügtem Berichte von dem Sohne Friedrich Lorch, Lehrer in Sigmaringen, sind von seinem Vater 52 Kirchen und Kapellen aufgezählt, die von ihm in den Jahren 1885 - 1913 ausgemalt wurden. Von Sigmaringen:
1888 St. Fidelishauskapelle, 1890 Stadtpfarrkirche, 1895 Erlöserkirche Hedingen, Chorapside, Kuppelbogen, Krypta, 1907 Schlosskapelle, 1911 evangelische Kirche, 1911 Josefskapelle
Die Arbeiten von Maler Josef Lorch sind für die Stadtgeschichte von bleibendem Wert. Über weiteres Kunstschaffen s. Akten Nr. 15 [Bestellnummer 16] Katholische Kirche
9) Josef Wolf, geboren 1900, Innungsobermeister, zeigt in seinem Porträts Talent und würde wohl noch Besseres leisten, wenn ihm der Besuch der Kunstgewerbeschule ermöglicht wäre. Stadtplan, Pfauen: die letzte Post nach Bingen
10) Wilhelm Kahlert betrieb auswärts ein umfangreiches Malergeschäft, ist nun hier ansässig
11) Die Malermeister Abt, August und Josef; Pfeifer, Alois und Strobel, Hermann kamen einem wiederholten Ersuchen um kurze Berichte bis heute noch nicht nach
Abgeschlossen 12.12.1947. Keller
Archivale
Abt, August, Malermeister, Sigmaringen
Abt, Josef, Malermeister, Sigmaringen
Burghard, Josef, Metzger
Burkart, J., Maler, Sigmaringen
Burkart, Theodor, Malermeister, Sigmaringen
Eger, Hermann, Malermeister, Sigmaringen
Kahlert, Wilhelm, Maler
Klaiber, Postamtmann
Lorch, Ernst, Maler
Lorch, Franz, Maler
Lorch, Friedrich; Lehrer, Sigmaringen, 1888-1986
Lorch, Hermann Josef, Maler
Lorch, Josef, Maler
Lorch, Max, Maler
Lütz, Maler, Sigmaringen
Merz, Hugo, Malermeister, Sigmaringen
Pfeifer, Alois, Malermeister, Sigmaringen
Strobel, Hermann, Malermeister, Sigmaringen
Wolf, Josef; Maler, Sigmaringen, 1900-
Bietenhausen, Rangendingen BL
Bingen SIG
Burladingen BL; Kirche
Ebingen, Albstadt BL
Hohenzollern = Burg Hohenzollern: Zimmern, Bisingen BL
Karlsruhe KA; Süddeutscher Malerbund
Melchingen, Burladingen BL
München M
München M; Kunstakademie
Sigmaringen SIG; Fidelishaus
Sigmaringen SIG; Gesangsverein Frohsinn
Sigmaringen SIG; Handwerkskammer
Sigmaringen SIG; Hedinger Kirche
Sigmaringen SIG; Josefskapelle
Sigmaringen SIG; Kirche
Sigmaringen SIG; Löwen, Hotel
Sigmaringen SIG; Schloss
Sigmaringen SIG; Schlosskapelle
Sigmaringen SIG; Verband der Hohenzollerischen Malermeister
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 1:44 PM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik)
- Deposita (ohne FAS - Dep. 39) (Archival tectonics)
- Stadtarchiv Sigmaringen (Archival tectonics)
- Nachlässe (Archival tectonics)
- Stadtarchiv Sigmaringen: Nachlass Franz Keller, Pädagoge, Heimatkundler (1875-1950) (Archival holding)
- Handwerk, Gewerbe, Handel (Classification)