Heinrich von Elz ('Else'), Kustos ('cuostir') im Stift Dietkirchen, bekundet, daß er die Güter und Gülten, die er vormals von Johann und Dietrich, Gebrüdern von Bubenheim, gekauft hat und die zu Oberweyer ('Wilre') noch ungeteilt liegen mit den Gütern des Dekans und Kapitels desselben Stifts, in Dorf und Feld, an Hofstätten, Gärten, Äckern, Land, Wiesen, Weiden und Holz, mit allen Rechten, Gewohnheiten, Freiheiten und Gefällen dem Dekan, Kapitel und den Vikaren desselben Stifts zu einem ewigen Seelgerät mit Halm und Mund aufgetragen hat, wie in der Grafschaft Diez rechtsüblich. Die Kanoniker und Vikare sollen nach seinem Tode die Güter und Gülten zu fünf Gezeiten, die er ihnen nennen wird, im Chor zu Präsenzen unter sich teilen und davon fünf Jahrzeiten für ihn und von ihm bestimmte Personen begehen. Erfüllen sie dies nicht, so sollen die Güter an seine Erben fallen. - Es siegeln der Aussteller, Graf Gerhard von Diez und die Herren: Johann Ernist, Kanoniker zu Limburg, Lutze Herburd, Schöffe, und Johann von Herborn, Bürger zu Limburg.
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Heinrich von Elz ('Else'), Kustos ('cuostir') im Stift Dietkirchen, bekundet, daß er die Güter und Gülten, die er vormals von Johann und Dietrich, Gebrüdern von Bubenheim, gekauft hat und die zu Oberweyer ('Wilre') noch ungeteilt liegen mit den Gütern des Dekans und Kapitels desselben Stifts, in Dorf und Feld, an Hofstätten, Gärten, Äckern, Land, Wiesen, Weiden und Holz, mit allen Rechten, Gewohnheiten, Freiheiten und Gefällen dem Dekan, Kapitel und den Vikaren desselben Stifts zu einem ewigen Seelgerät mit Halm und Mund aufgetragen hat, wie in der Grafschaft Diez rechtsüblich. Die Kanoniker und Vikare sollen nach seinem Tode die Güter und Gülten zu fünf Gezeiten, die er ihnen nennen wird, im Chor zu Präsenzen unter sich teilen und davon fünf Jahrzeiten für ihn und von ihm bestimmte Personen begehen. Erfüllen sie dies nicht, so sollen die Güter an seine Erben fallen. - Es siegeln der Aussteller, Graf Gerhard von Diez und die Herren: Johann Ernist, Kanoniker zu Limburg, Lutze Herburd, Schöffe, und Johann von Herborn, Bürger zu Limburg.
19, U 36 a
19 Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren
Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren >> Urkunden >> sonstige Urkunden >> 1351-1375
1352
Ausfertigung, Pergament W 19,36 mit fünf Siegeln: 1. Bruchstück, im Siegelfeld ein Dreiecksschild mit unkenntlichem Bild, Umschrift: '(..)SE C(VS)TOD(IS) I(N)(..)'. 2. Wappensiegel des Grafen von Diez. 3. Durchmesser 2 cm, im Siegelfeld ein Vierpaß mit Zwickelfüllungen und darin ein Dreiecksschild mit unkenntlichem Feld, Umschrift: + 'S(IGILLVM) IOH(ANN)IS ERNESTI D(E) LIMPVRG'. 4. Versehrtes Siegel des Herburd. 5. Versehrt, Durchmesser 2,2 cm, im Siegelfeld ein Dreiecksschild mit drei Kugeln (2:1), Umschrift: + 'S(IGILLVM) (...) DE HE(R) BE(R)N'. - Rückvermerke des 15. (verblaßt) bis 18. Jh. - Beglaubigte Kopie, Papier (18. Jh.) durch F. Anschütz, kurfürstlich trierischen Archivalkanzlisten, W 19,36a. - Kopie, Papier (18. Jh.) W 19,344
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. 1352
Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 70
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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