Martin Schmidt von Dellmensingen ("Thelmeßingen") [Stadt Erbach/Alb-Donau-Kreis] bekennt, dass ihm die Pfleger Johann Rot von Reutti [Stadt Neu-Ulm] und Böfingen [Stadt Ulm] und Franz Ritter des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] einen Hof des Spitals in Dellmensingen zu Erbrecht verliehen haben. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel und 2 Gärten im Dorf, 20 Jauchert Äcker und 5 Tagwerk Wiesen. Er verpflichtet sich, den Hof in gutem Kulturzustand zu halten und dem Spital davon jährlich 6 Imi Roggen, 3 Imi Hafer, 2 Imi Gerste, 1 Pfund und 2 Schilling Heller, 120 Eier, 4 Herbsthühner und 1 Fastnachtshuhn zu liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben und unsachgemäßer Bewirtschaftung fällt der Hof an das Spital zurück. Er oder seine Erben können ihr Erbrecht an dem Hof an geeignete Personen, die auch den Pflegern und dem Hofmeister des Spitals genehm sind, verpfänden oder verkaufen. Kommt es auf diese oder eine andere Weise zu einem Besitzerwechsel, dann stehen dem Spital von dem bisherigen Inhaber 1 Pfund Heller und eine Vogthenne oder dafür 2 Schilling als Weglöse und von dem neuen Inhaber ebensoviel als Handlohn zu.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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