Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und v. Müffling 1803-1820
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Gliederung
8SL 050B Kartensammlung Kartensammlung
Kartensammlung >> 27 Kartenwerke
Topographische Aufnahme der Rheinlande (auch Tranchotkarte) ist ein von dem französischen Geographen Jean Joseph Tranchot aufgenommenes Kartenwerk. Zwischen 1801 und 1814 wurden die Rheinlande auf persönlichen Befehl Napoleons unter dem Kommando des Oberst Jean Joseph Tranchot topographisch aufgenommen (kartiert). Nach dem Tod von Tranchot 1815 setzte Karl von Müffling das Projekt im Auftrag der preußischen Regierung fort (Am 8.2.1815 sprach der Wiener Kongress die rheinischen Lande Preußen zu). Die Gesamtkarte ist in Blätter gegliedert. Die Bearbeitung wurde 1828 beendet. Das Werk besteht im Original aus 264 Einzelblättern im Maßstab 1:20 000. Diese Kartensammlung enthält auch die Blätter 4506 - 5010 der Kartenaufnahme des "Nördlichen Bergischen Landes" der Rheinlande unter v. Müffling 1824-1825 als Ergänzung der Aufnahme rheinischer Gebiete. Diese Aufnahme umfasst 23 Kartenblätter; 4 Kartenblätter der ursprünglichen Aufnahme wurden reproduktionstechnisch zu 2 Doppelblättern zusammengefügt. Die Originale befinden sich im Besitz der Deutschen Staatsbibliothek in Berlin. Die übliche Nummerierung trennt zwischen dem linksrheinischen und dem rechtsrheinischen Teil (Zusatz rrh). Die Blätter an den Grenzen dieser Untergliederungen werden üblicherweise mit Doppelnummern bezeichnet, z. B. 93 - 34 rrh für Bonn (linksrheinisch) und Beuel (rechtsrheinisch). Die Gliederung der Karte ist aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte nicht ganz gleichmäßig. Auffälligste Unregelmäßigkeit sind die Klaffungen und Verschiebungen zwischen dem – von den Franzosen aufgenommenen – linksrheinischen Teil und dem später von Preußen aufgenommenen rechtsrheinischen Teil der Karte. Schon vorher war die ursprüngliche Gliederung im Zuge der Fertigung von Kopien für das Dépôt de la Guerre 1815/1816 dadurch gestört worden, dass die Kartenblätter auf quadratische Stücke von 50 × 50 cm halbiert wurden. Weil die Randblätter größer waren, entstanden dort drei Teile, wobei einer jeweils etwas schmaler ist als die anderen. Teilweise kamen dabei ausgerechnet die Reststücke im Innenbereich der Karte zu liegen (heutige Blätter 73 – 75), so dass die Karte dort ungleichmäßig aufgeteilt ist. Die Originale befinden sich in verschiedenen Staatsbibliotheken der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Von den Originalkarten, die sich nicht in den Staatsbibliotheken der Stiftung Preußischer Kulturbesitz befinden, wurde eine Kopie von den Originalkarten (z. B. 196 - 197), die sich im Archiv Historique de l´Armee in Vincennes befinden reproduziert und der Sammlung beigefügt. Die Publikationen der Kartennachdrucke im Maßstab 1:25 000 erfolgte durch die Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde XII – 2. Abteilung – Neue Folge. Die Landeskundliche Durchmusterung erfolgt bei der überwiegenden Zahl von Karten durch H. Müller-Miny. Alle Karten haben eine sehr ausführliche Legende, sind mehrfarbig und auf Papier gedruckt und nur 1 x in unserem Bestand vorhanden. Die Kartengröße bezieht sich immer auf das Kartenbild und nicht die Blattgröße. Nordrhein-Westfalen: Die Karten des Landes Nordrhein-Westfalens wurden reproduziert mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland, teilweise der Stichting Maaslandse Monographie und vereinzelt des Centre Pro Civitate Brüssel. Herausgeber: Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen. Rheinland-Pfalz: Die Karten des Landes Rheinland-Pfalz wurden reproduziert mit Unterstützung des Ministeriums für Unterricht und Kultus des Landes Rheinland-Pfalz. Herausgeber: Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz Saarland: Die Karten des Saarlandes wurden reproduziert mit Unterstützung des Ministers für Kultus, Unterricht und Volksbildung des Saarlandes in Verbindung mit dem Saarlandischen Institut für Landeskunde. Herausgeber: Landesvermessungsamt Saarland
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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