Verkündbrief (= Ladung zu Gerichtstermin)
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 8013
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 26 Rottweiler Hofgerichtsurteile
1574 März 5, Zinstag (= Dienstag) nach Invocavit
Regest: Wilhelm Freiherr zu Graveneck und Burgberg, Herr zu Marschalckhenzimmern, Sulzischer Vormünder, des Hofrichteramts zu Rotweil Statthalter, entbietet dem Bartle Gertner zu Reitlingen seinen Gruß und tut ihm kund, daß auf dem Hofgericht zu Rotweil heut erschienen ist der bevollmächtigte Anwalt des ehrsamen Christoph Groß, Bürgers zu Oberachern, und klagte gegen Gertner, daß er dem Kläger 68 Gulden 5 1/2 Batzen um 4 Faß Wein, die Gertner ihm abkaufte, schuldig worden sei und ihm auf Zeit und Ziel (= Termin) zu bezahlen vor der Reutlinger Obrigkeit versprochen habe, diesem Versprechen aber nicht nachgekommen sei. Deshalb begehrt der Kläger, das Hofgericht wolle erkennen, daß Gertner dem Kläger Zahlung zu tun schuldig sei mit Abtrag (= Ersatz) von Kosten und Schaden oder über ihn mit Acht und Anleite gerichtet werden solle. Mit des hofgerichts geschworenem Boten und versiegeltem Brief wird ihm hiemit verkündet, vor dem Hofgericht am Zinstag nach Georgii (= 27. April) solcher Klag sich zu verantworten. Täte er es nicht, dann würde ohne Verzug über ihn gerichtet mit Acht und Anleite.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Rückseite: Vermerk Ich Ulrich Fryburger hab geantwortet am 12...(?) 1574.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Rückseite: Vermerk Ich Ulrich Fryburger hab geantwortet am 12...(?) 1574.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: auf der Rückseite: aufgedrucktes Insigel des Hofgerichts
Genetisches Stadium: Or.
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ