1506 Jan. 26 (Gutentag nach Pauli Bekehrung) Leonhard Uher (Uheer), Pfarrer zu Schechingen, und die dortigen Heiligenpfleger Hans Stolch und Hans Bonolt bekunden: Georg [III.] Adelmann von Adelmannsfelden d.Ä. (#42) hat der Pfarrkirche zu Schechingen 3 fl jährlicher ewiger Gült zu einem Jahrtag für sich, seine Ehefrau Brigitte Adelmann geb. von Leonrod sowie für alle ihre Kinder, Vorfahren und Nachkommen gestiftet. Die A. versprechen, den Jahrtag um den 5. Dez. (Tag nach Barbara) mit 7 Priestern auf genau beschriebene Weise zu begehen, wobei die Priester je 4 ß hl und der Pfarrer 7 ß hl Präsenzgeld erhalten. Die Heiligenpfleger oder ihre Frauen haben in jeder Messe 2 d und 1 brennendes Licht zu opfern. Der Mesner erhält 1 Böhmischen [Groschen]. Alle Quatember ist den Hausarmen ein Almosen von 1/4 fl Geld und Brot zu geben, damit auch sie der oben gen. Seelen gedenken. Die 3 fl Gült fließen aus der Wiese gen. Hackenbrühl (Haggenbruell) [im Rv.: Hakhenbruhel], die der Stifter der St. Nikolauskirche zu Schechingen überträgt. Um die Abhaltung des Jahrtages auch für den Fall zu sichern, daß die Wiese eines Tages weniger als 3 fl erträgt, übergibt Georg Adelmann den Heiligenpflegern 10 fl Bargeld. Falls der Jahrtag nicht begangen wird, fällt die Gült an die Inhaber dieser Urkunde; sie haben die 3 fl zum Heil der gen. Seelen zu verwenden. Wollen die Heiligenpfleger die Wiese zum Nutzen der Kirche verkaufen, so haben Georg Adelmann und seine Erben das Vorkaufsrecht. Siegler: 1) Melchior [von] Horkheim zum Horn und 2) Balthasar Adelmann von Adelmannsfelden (#53) zu Schechingen auf Bitten der A. Ausf. Perg. - 2 Sg., leicht besch. - Rv. Altsignatur(en): W; - Nro. 313; - 7; - Nro. 7; - XXXVI; - 87; - VII 7

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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