Propst Konrad, Dechant Nikolaus, Dietrich von Göda, Johann von Gröditz, Heinrich von Breslau, Pfarrer Bohusius, Rulko von Bischofswerda, Kantor Johann von Kaltenborn, Heinrich Porsczin, Johann von Kuppritz und Küster Heinrich, alles Kanoniker [des Kollegiatstifts St. Petri] in Bautzen, beurkunden in einem Notariatsinstrument des Nikolaus Petri von Wüstenhain, Kleriker der Diözese Meißen und öffentlicher Notar kaiserlicher Autorität, dass Albrecht Knut, Propst der Kirche in Meißen, auf Lebenszeit von ihrem Kapitel Zinse in Klappendorf bei Lommatzsch im Amt Meißen gekauft hat. Albrecht Knut hat den Kaufpreis von 58 Schock Groschen, 46 Groschen und acht Heller bereits entrichtet. Der jählich zu Donati (= August 7), Nativitatis Mariae (= September 8) und Martini (= November 11) von den Bauern und Einwohnern in Klappendorf zu entrichtende Zins beträgt insgesamt fünf Schock Groschen, 52 Groschen und 8 Heller. Der Kaufpreis beinhaltet außerdem Hühner- und Eierzinse in ungenannter Höhe sowie die Ausübung des Erbgerichts. Falls Markgraf Friedrich [III.] von Meißen, dessen Brüder oder andere den Zins beanspruchen, hat der Verkäufer ihn anderweitig an Albrecht Knut zu entrichten. Nach dem Tod Albrecht Knuts soll der Zins an das Kapitel zu Bautzen zurückfallen. – Siegel des Propstes, des Dechanten und des Kapitels zu Bautzen sowie Notariatssignet angekündigt.