Testament
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A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. 0840b
A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6) >> Bd. 2 Testamente
1612 Januar
Regest: Johann Beer, Bürger zu Reutlingen, hat vor der Zeit mit seiner Hausfrau Catharina geborenen Aichlin ein mutuum reciprocum (= gegenseitiges) testamentum aufgerichtet. Durch den Tod seiner Frau ist dieses hinfällig geworden. Er hebt es daher hiemit auf. Hingegen bekräftigt und bestätigt er alles, was mit seiner jetzigen Hausfrau Veronica abgeredet worden ist, als wenn solches buchstäblich hierin inseriert wäre. Weil ihm an seiner Schwiegermutter Juditha, Ehefrau des Jacob Gröninger, drittem Teil auch seine Quota gebührt, will er der Frau Juditha diese Quota geschenkt haben. Er erbittet Bürgermeister und Rat der Stadt Reutlingen zu Executoren seiner Willenserklärung, damit sie seine Hausfrau gegen Anfechtungen, insonderheit seitens seiner Schwäger und Schwägerinnen schützen. Er legiert dem Bürgermeister und Rat einen silbernen Becher um 25 Gulden "zu gebührender schuldiger Dankbarkeit, ihrer Mühewaltung aber habende Ergötzlichkeit", den seine Hausfrau nach seinem Ableben ihnen alsbald zustellen soll. Als Zeugen bittet er Michael Helmling, Thoma Hummel, Michael Vitzion, alle Bürgermeister, Ludwig Sommer und Hans Zaininger, beide Schultheißen, sodann Johann Stechenfinger und Kilian Köngott, des Rats.
5 1/2 S.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Siegel (Erhaltung): keine Siegelabdrücke
Zeugen / Siegler / Unterschriften: keine Unterschriften
Genetisches Stadium: Konz.
Zeugen / Siegler / Unterschriften: keine Unterschriften
Genetisches Stadium: Konz.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ