Hausbesitz der Luth. Gemeinde, Bd. 2: "Stadt Hamburg" Bergerstrasse
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4KG 005 Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf, 4KG 005 (Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf), 262
4KG 005 Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf
Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf >> Bestand Düsseldorf I >> Akten >> V. Gebäude und Friedhof >> 63. Hausbesitz der Luth. Gemeinde
1705-1814
Enthält: 20.04/13.05.1705: vor dem Lic. jur. Anton Robertz, kurpfälzischem Rat und Stadtschultheiß zu Düsseldorf sowie vor den Kammerräten und Schöffen Joh. Henr. Neex und Joh. Wilh. Sommers verkaufen Isaac Kaldenberg und Kath. Kosmans, Joh. Jak. Kaldenberg und Maria von Wahl, Eheleute, Wilh. Kaldenberg und N. Schwartzbachs, Eheleute, der genannte Isaak und Raphael Schnitzler zugleich in ihrer Eigenschaft als Vormünder über die Kinder des verstorbenen Predigers Kemmerling (Isaac, Sibilla, Katharina, Wilhelm und Maria), ferner Joh. Hoffstatt und Lukas Steinburg als Vormünder über die minderjährigen Kinder des vestorbenen Joh. Hoffstatt (Namen Joh. Theodor, Joh. Wilhelm Bernhard, Gottfried und Anna Maria) an die Eheleute Wilhelm Hulshoff und Anna Maria Forst ihr auf der Bergerstrasse zwischen Holtzweiler und der ev. luth. Gemeinde gelegenes, Stadt Hamburg genanntes Haus für 2400 Reichstaler.- Besiegelt von den drei Gerichtspersonen.- Unterschrieben von zahlreichen Beteiligten.- Mit Zusätzen bis zum 25.06.1707. 18.04.1720: vor dem Düsseldorfer Stadtschultheißen Dr. jur. Henr. Jodocus Suer sowie den Schöffen Matthias Engelbertz und Franz Caspar von Negen leihen die Eheleute Wilh. Hulshoff und Anna Maria Forsthoff von Emundus Schenkarts, kurpfälzischem Hofkammerrat und Geheimsekretär der verwitweten Kurfürstin und dessen Frau Elisabeth Gertrud Sommers 800 Reichstaler zu 4% und verpfänden das vor kurzem angekaufte Haus Stadt Hamburg.- 3 Siegel der Gerichtspersonen- Unterschriften der Schulder. 11.01.1730: quittiert der Düsseldorfer Seniorkanoniker Petrus Sommers als Vormund über die minderjährigen Kinder des genannten Schenkarts dem Konsistorium der Luth. Gemeinde den Empfang der vorgenannten Schuld.- Mit Unterschrift und Siegel des Kanonikers. 24.06.1725: vor dem Lic. jur., kurpfälzischem Ratsreferendar und Stadtschultheiß zu Düsseldorf, Wilh. Sebastian Lemmen sowie vor den Schöffen Matth. Engelbertz und Joh. Tilman Rhoden bekunden dieselben Schuldner-Eheleute, von demselben Emundus Schenkartz 500 Taler geliehen und dafür ihr auf der Bergerstrasse zwischen dem "Dennenbaum" und der Luth. Kirche und Gemeinde gelegenes Haus Stadt Hamburg samt Garten und Ausgang auf die Wallstrasse und ferner ihren im Amt Ratingen gelegenen Frosthoff (!) verpfändet zu haben.- Siegler: die Gerichtspersonen.- Unterschrieben von den Schuldnern. 11.01.1730: Quittung über die Rückzahlung wie am 18.04.1720. 27.10.1729: vor dem Stadtschultheiß Lic. jur. Wilh. Sebastian von Lemmen sowie vor den Schöffen Joh. Wilh. Gesser und Wilh. David Heyman verkaufen die Ehe- und Bürgersleute Wilh. Hülshoff und Anna Maria Forst der Luth. Gemeinde ihr auf der Bergerstrasse zwischen Witwe Holtzweiler und der Luth. Gemeinde gelegenes Haus Stadt Hamburg samt Hinterhaus und Garten bis zur Wallstrasse für 2000 Reichstaler und 100 Reichstaler als Verzichtspfennig. Beiliegend verschiedene bezügliche Streitsachen sowie Abrechnungen über die Zahlung des Kaufpreises bis 1730. 14.02.1737: die luth. Gemeinde verpachtet an Joh. Conr. Dahmen das Haus der Stadt für 13 Reichstaler pro Quartal. Die Bedingungen sind die üblichen. In der Unterschrift bezeichnet sich der Mieter als Apotheker.- 23.05.1737: die Konsistorialen der Luth. Gemeinde (Georg Christoph Fahlmer, kurpfälzischer Kommerzienrat, Joh. Friedrich Müller, Simon Zimmermann, Eberhard Terlahn, Christian Dieze, Wilhelm Nelle und Conrad Bergmann) übertragen dem Schneidermeister Hermann Herseler jun. und dessen Frau Elisabeth Böckers ihr auf der Bergerstrasse zwischen den Erben Holtzweiler und der Luth. Gemeinde gelegenes Haus Stadt Hamburg und zwar das Vorderhaus, das von dem Hinterhaus bzw. dem Garten durch eine Mauer getrennt ist. Der Cessionspreis beträgt 1100 Reichstaler. 15.08.1737: das Konsistorium der Luth. Gemeinde verpachtet ihr hinter dem Hause Stadt Hamburg und an der Seite des Schulhauses gelegenes Hinterhaus an Meister Joh. Georg Haas für jährlich 16 Reichstaler unter den üblichen Bedingungen. Beiliegend Beschwerde über die Heranziehung des vorgenannten Hauses zu Landessteuern und sonstigen Lasten von 1738 sowie eine Spezifikation über die Kosten der von der Bergerstrasse zwischen beiden Häusern (Stadt Hamburg und Luth. Gemeinde) errichteteten neuen Mauer von 1737. 1746-1764: Streitsache zwischen der Luth. Gemeinde und dem Ankäufer des Hauses Stadt Hamburg (Vorderhaus) Hermann Herseler (s. Urkunde vom 23.05.1737). 1765: aus einer Eingabe des Hofkanzlei-Prokurators Zerres an einen Notar geht hervor, dass Hermann Herseler und dessen Kinder aus erster Ehe das genannte Haus Stadt Hamburg an Zerres verkauft haben. Auf dem Hause habe die Luth. Gemeinde noch eine Forderung von 700 Reichstaler zu 5 % stehen usw. Wegen dieser Angelegenheit kommt es weiter zu Proteststreitigkeiten zwischen der Gemeinde und Zerres bis zum Jahre 1767. 28.02.1811: aus einem Schreiben des Steuerkontrolleurs Alef an den Prediger Hartmann geht hervor, dass das Haus (Vorderhaus) Nr. 855 auf der Bergerstrasse verkauft worden ist und dass sich der Ankäufer verpflichtet hat, alle Real- und Personallasten auch von dem Hinterhause Nr. 858 zu tragen. Beigeheftet ein Verzeichnis der Bewohner, der der Luth. Gemeinde gehörenden Häuser, die 1820 Grund- und Kommunalsteuern zahlen. Genannt werden: Nr. 856 Herr Reitz; Nr. 857 Frau Becker; Nr. 858 Küsterwohnung; Nr. 860 Schulhaus; Nr. 861 Pfarrhaus; Nr. 862 Herr Gran (? durchgestrichen). 20.12.1814-1819: verschiedene Akten, meist steuerlichen Inhalts über das "dermalen der Fr(au) von Hövel gehörige Haus Stadt Hamburg auf der Bergerstrasse", darin wird der Verkauf des Vorderhauses an Herseler vom 20.05.1737 erwähnt, ebenso der Ankauf des Hauses Stadt Hamburg (Nr. 855), im Jahre 1729. Dabei wird erwähnt,dass das Hinterhaus jetzt Küsterwohnung sei. Weitere Papiere betreffen Auseinandesetzungen mit der verwitweten Frau v. Hövel, die anscheinend Mieterin war.
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:22 MEZ
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