Diakonisches Werk Berlin (Bestand)
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DWB
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1962-1981
Unterlagen des Justiziars.
Splitterbestand
Vorwort: Der 1933 gegründete Gesamtverband der Berliner Inneren Mission führt auch ab 1945 seine Arbeit in Berlin-Brandenburg weiter. Der Gesamtverband versteht sich als Vertreter aller in Berlin tätigen Verbände, Vereine, Anstalten und Einrichtungen (er übernimmt „Spitzenverbandsfunktionen“). Aber auch die Koordination der Arbeit der Inneren Mission generell fällt in das Aufgabengebiet des Gesamtverbandes.
Der Gesamtverband wird durch einen Vorstand geleitet (1945 ist Bischof Otto Dibelius sein Vorsitzender). Geschäftsführende Direktoren des Gesamtverbandes (ab 1964 dann der Nachfolgeeinrichtung) bis zur Bildung des Diakonischen Werkes e.V. sind: Theodor Wenzel (1945-1955), Wilhelm Philipps (1956-1962), Hans-Georg Jaekel (1963-1980), Martin Backhaus (ab 1980).
Im Jahre 1945 gründet sich das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg (Arbeitsbereich West-Berlin). Seine Hauptgeschäftsführer sind: Wolfgang Rohde (1946-1948), Arnold Krüger (1948-1956), Konrad Ehrlich (1956-1960) und Gerhard Burkhardt (1961-1968).
Das Hilfswerk hat sich zur Aufgabe die Verwirklichung des Selbsthilfegedankens gemacht.
Obwohl es von Beginn an Kompetenzstreitigkeiten gibt, werden schon sehr bald Bestrebungen getroffen, Gesamtverband und Hilfswerk zusammenzubringen. So entstehen bereits 1953 die „Richtlinien über die Verbindung der Inneren Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg“. 1960 kommt es zum ersten Fusionsentwurf für den Gesamtverband der Berliner Inneren Mission und das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg.
Als es 1961 zur Teilung der Stadt Berlin kommt, muss sich auch der Gesamtverband notgedrungen teilen. Es entstehen die Zentrale in West-Berlin und die Geschäftsstelle in Ost-Berlin.
Mit der „1. Ordnung betreffend Zusammenführung des Gesamtverbandes der Berliner Inneren Mission e.V. und des Hilfswerkes der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg für den Arbeitsbereich West-Berlin“ kommt es 1964 zur Gründung des Diakonischen Werkes Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Arbeitsbereich West-Berlin. Dies ist die Zusammenführung des Gesamtverbandes der Berliner Inneren Mission und des Hilfswerkes der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. Die Geschäftsführung übernehmen zunächst die beiden Geschäftsführer der vereinten Institutionen gemeinsam: Gerhardt Burkhardt (1962-1975) und Kurt Bohm (1969-1973). Danach übernimmt Martin Ziegler (1975-1983) die Geschäftsführung.
Erst im Jahre 1980 wird das Diakonische Werk Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Arbeitsbereich West-Berlin aufgelöst. An seine Stelle tritt das Diakonische Werk Berlin e.V. Dieses übernimmt uneingeschränkt die Aufgaben seiner Vorgängereinrichtung.
Bei dem hier verzeichneten Bestand handelt es sich lediglich um einen Splitterbestand mit 23 Akten, der zum größten Teil das Oberlin-Seminar in Berlin betrifft.
Das Oberlin-Seminar ist eine Einrichtung des Diakonischen Werkes Berlin. Gegründet wird diese allgemeinbildende Schule mit dem Status einer Privatschule bereits 1956; 1972 wird die Berufsfachausbildung zum Erzieher der Institution angegliedert.
Die das Oberlin-Seminar betreffenden Akten sind in den Jahren 1960 bis 1976 vermutlich im Referat Jugendwesen des Diakonischen Werkes Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg entstanden.
Aufgrund ihres personenbezogenen Inhaltes sind die Akten mit den Signaturen 3, 8, 9, 10, 13, 19, 20, 21 und 23 für die Benutzung gesperrt.
Lediglich bei vier Akten (Signaturen 2-5 und 7) ist nachzuvollziehen, wie sie zum ADW gelangten. Sie wurden dem ADW durch das Diakonische Werk Berlin e.V. in den Jahren 1974 (Signatur 7), 1982 (Signaturen 4 und 5), 1984 (Signatur 3) bzw. 1987 (Signatur 2) übergeben.
Im September 2003 wurden die Akten von Frau Claudia Kögler verzeichnet und in das Archivdatenbanksystem AUGIAS eingegeben. Die vorgefundene Ordnung wurde nicht verändert.
Berlin, 24. September 2003
Splitterbestand
Vorwort: Der 1933 gegründete Gesamtverband der Berliner Inneren Mission führt auch ab 1945 seine Arbeit in Berlin-Brandenburg weiter. Der Gesamtverband versteht sich als Vertreter aller in Berlin tätigen Verbände, Vereine, Anstalten und Einrichtungen (er übernimmt „Spitzenverbandsfunktionen“). Aber auch die Koordination der Arbeit der Inneren Mission generell fällt in das Aufgabengebiet des Gesamtverbandes.
Der Gesamtverband wird durch einen Vorstand geleitet (1945 ist Bischof Otto Dibelius sein Vorsitzender). Geschäftsführende Direktoren des Gesamtverbandes (ab 1964 dann der Nachfolgeeinrichtung) bis zur Bildung des Diakonischen Werkes e.V. sind: Theodor Wenzel (1945-1955), Wilhelm Philipps (1956-1962), Hans-Georg Jaekel (1963-1980), Martin Backhaus (ab 1980).
Im Jahre 1945 gründet sich das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg (Arbeitsbereich West-Berlin). Seine Hauptgeschäftsführer sind: Wolfgang Rohde (1946-1948), Arnold Krüger (1948-1956), Konrad Ehrlich (1956-1960) und Gerhard Burkhardt (1961-1968).
Das Hilfswerk hat sich zur Aufgabe die Verwirklichung des Selbsthilfegedankens gemacht.
Obwohl es von Beginn an Kompetenzstreitigkeiten gibt, werden schon sehr bald Bestrebungen getroffen, Gesamtverband und Hilfswerk zusammenzubringen. So entstehen bereits 1953 die „Richtlinien über die Verbindung der Inneren Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg“. 1960 kommt es zum ersten Fusionsentwurf für den Gesamtverband der Berliner Inneren Mission und das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg.
Als es 1961 zur Teilung der Stadt Berlin kommt, muss sich auch der Gesamtverband notgedrungen teilen. Es entstehen die Zentrale in West-Berlin und die Geschäftsstelle in Ost-Berlin.
Mit der „1. Ordnung betreffend Zusammenführung des Gesamtverbandes der Berliner Inneren Mission e.V. und des Hilfswerkes der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg für den Arbeitsbereich West-Berlin“ kommt es 1964 zur Gründung des Diakonischen Werkes Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Arbeitsbereich West-Berlin. Dies ist die Zusammenführung des Gesamtverbandes der Berliner Inneren Mission und des Hilfswerkes der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. Die Geschäftsführung übernehmen zunächst die beiden Geschäftsführer der vereinten Institutionen gemeinsam: Gerhardt Burkhardt (1962-1975) und Kurt Bohm (1969-1973). Danach übernimmt Martin Ziegler (1975-1983) die Geschäftsführung.
Erst im Jahre 1980 wird das Diakonische Werk Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Arbeitsbereich West-Berlin aufgelöst. An seine Stelle tritt das Diakonische Werk Berlin e.V. Dieses übernimmt uneingeschränkt die Aufgaben seiner Vorgängereinrichtung.
Bei dem hier verzeichneten Bestand handelt es sich lediglich um einen Splitterbestand mit 23 Akten, der zum größten Teil das Oberlin-Seminar in Berlin betrifft.
Das Oberlin-Seminar ist eine Einrichtung des Diakonischen Werkes Berlin. Gegründet wird diese allgemeinbildende Schule mit dem Status einer Privatschule bereits 1956; 1972 wird die Berufsfachausbildung zum Erzieher der Institution angegliedert.
Die das Oberlin-Seminar betreffenden Akten sind in den Jahren 1960 bis 1976 vermutlich im Referat Jugendwesen des Diakonischen Werkes Innere Mission und Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg entstanden.
Aufgrund ihres personenbezogenen Inhaltes sind die Akten mit den Signaturen 3, 8, 9, 10, 13, 19, 20, 21 und 23 für die Benutzung gesperrt.
Lediglich bei vier Akten (Signaturen 2-5 und 7) ist nachzuvollziehen, wie sie zum ADW gelangten. Sie wurden dem ADW durch das Diakonische Werk Berlin e.V. in den Jahren 1974 (Signatur 7), 1982 (Signaturen 4 und 5), 1984 (Signatur 3) bzw. 1987 (Signatur 2) übergeben.
Im September 2003 wurden die Akten von Frau Claudia Kögler verzeichnet und in das Archivdatenbanksystem AUGIAS eingegeben. Die vorgefundene Ordnung wurde nicht verändert.
Berlin, 24. September 2003
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
22.04.2025, 11:01 MESZ