Heinrich von Elz, Dekan zu Dietkirchen, bekundet, daß Herr Johann von Attendorn, Kanoniker und Kustos ('custor') zu Dietkirchen, die 9 Malter Korngülte, die der Aussteller dem Kapitel des Stifts Dietkirchen wiederkäuflich auf den Hof zu Steeden verkauft hatte und die er, als er diesen Hof an den vorgenannten Kustos verkaufte, ablösen sollte, selber mit 100 Mark Limburger Währung abgelöst hat. Der Aussteller gelobt zugleich für seine Erben, dem Kustos, dessen Erben oder dem, den dieser zum Erben macht, die Korngülte jährlich zwischen dem 15. August und 8. September zu entrichten, und setzt dafür zu Unterpfand 1 1/2 Morgen Weingarten, die gelegen sind, wo die Gemarkungen ('czienden') von Limburg und Dietkirchen sich scheiden, sowie sein Haus am Weiher zu Dietkirchen mit dem Land inner- und außerhalb des Zauns gemäß der Urkunde darüber. Er hat dem Kustos die Unterpfänder mit Halm und Mund aufgetragen vor den Nachbaren von Dietkirchen: Heinrich von Ahlbach; Siegfried, Rorichs Sohn; Apel von Offheim, Hartmut Bauer ('Pauwer') von Dehrn und vielen anderen. - Siegel des Ausstellers.
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Heinrich von Elz, Dekan zu Dietkirchen, bekundet, daß Herr Johann von Attendorn, Kanoniker und Kustos ('custor') zu Dietkirchen, die 9 Malter Korngülte, die der Aussteller dem Kapitel des Stifts Dietkirchen wiederkäuflich auf den Hof zu Steeden verkauft hatte und die er, als er diesen Hof an den vorgenannten Kustos verkaufte, ablösen sollte, selber mit 100 Mark Limburger Währung abgelöst hat. Der Aussteller gelobt zugleich für seine Erben, dem Kustos, dessen Erben oder dem, den dieser zum Erben macht, die Korngülte jährlich zwischen dem 15. August und 8. September zu entrichten, und setzt dafür zu Unterpfand 1 1/2 Morgen Weingarten, die gelegen sind, wo die Gemarkungen ('czienden') von Limburg und Dietkirchen sich scheiden, sowie sein Haus am Weiher zu Dietkirchen mit dem Land inner- und außerhalb des Zauns gemäß der Urkunde darüber. Er hat dem Kustos die Unterpfänder mit Halm und Mund aufgetragen vor den Nachbaren von Dietkirchen: Heinrich von Ahlbach; Siegfried, Rorichs Sohn; Apel von Offheim, Hartmut Bauer ('Pauwer') von Dehrn und vielen anderen. - Siegel des Ausstellers.
19, U 54
19 Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren
Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren >> Urkunden >> sonstige Urkunden >> 1351-1375
1367 April 5
Ausfertigung, Pergament mit abhängendem, stark versehrtem Siegel - Rückvermerk des 17. Jh. und Rückvermerk (18. Jh.) des Limburger Stiftsdekans Corden. - Kopie, Papier (18. Jh.) von Corden ebenda
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. 1367, in crastino judica
Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 93
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:10 MESZ
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