Ermittlungen über den Erbauer der kurfürstlichen Mühle
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GerKer, 951
GerKer Schöffengericht Kerpen
Schöffengericht Kerpen >> 6 Landesherrliche Angelegenheiten >> 6.4 Ausübung landesherrlicher Rechte
1691 Dezember 18
Enthält: Gerhardt Schwarz, der ehemalige Müller der kurfürstlichen Mühle, bringt als seinen Zeugen Philipp Clemens, den jetzigen Müller der Gymnicher Mühle, für die Ermittlungen über die hinter dem Schloss gelegenen Mahl- und Ölmühle mit. Dieser sagt aus, dass vor ungefähr 11 Jahren der kurfürstliche Hofkammerrat Pranghe, im Beisein des inzwischen verstorbenen Schultheißen Johann Adolf Schreiber als damaligem Kellner, ihm aus den Einkünften der Kellnerei 180 Rtlr, Bier und 4 Malter Roggen nicht nur zugesagt, sondern auch gezahlt hätten, der Schultheiß die Materialien samt dem nötigen Holz aus den kurfürstlichen Büschen herbeigeschafft hätten, und ihn angewiesen hätten, die Mühle zusammen mit seinem Gesellen und den Knechten zu bauen.
Schriftstücke: 1
Archivale
Clemens, Philipp, Müller der Gymnicher Mühle
Pranghe, Hofkammerrat
Schreiber, Johann Adolf, Schultheiß
Schwarz, Gerhardt, Müller
Mühlen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:24 MEZ