1627 Mai 22 [neuer Stil] (am heiligen Pfingstabend) Melchior Zipf, Einwohner zu Oberwittstadt, und seine Frau Apollonia verkaufen Abt Sigismund [Fichtlin] und dem Konvent von Schöntal um 1000 fl Silbermünze jetziger reduzierter Währung, 20 Malter Roggen, 20 Malter Dinkel, 24 Malter Hafer sowie 8 RT und 400 Ziegel in den Kauf ihre drei 1/4 am 1/6 des [halben] großen und kleinen Zehnten zu Oberwittstadt, wie sie ihn teils von ihrem + Vater und Schwiegervater Jakob Zipf, Ratsverwandter und Bürger zu Ballenberg, ererbt, teils von den Geschwistern des Melchior Zipf erkauft haben. An diesem Teil des [halben] Zehnten besitzen ihre Vettern und Schwäger Peter und Philipp Zipf in Ballenberg das vierte 1/4, das sie von den Erben des Sebastian Zipf erkauft haben. Der halbe Zehnte wurde bisher so geteilt, dass der Abt von Schöntal jeweils 5 Malter erhielt, die A. und ihre Mitinteressenten dagegen [gemeinsam] 1 Malter; die andere Hälfte gehört dem Stift Würzburg allein. - Der Amtmann zu Krautheim bekundet: Kurfürst Georg Friedrich, Erzbischof von Mainz, Bischof von Worms, hat am 16. März 1627 diesem Verkauf unter Vorbehalt der Wiederlösung auf 6 Jahre zugestimmt. Siegler: Erhard von Muckenthal zu Hexenagger, Adlmannstein, Lichtenwald und Laibach, kurfürstlich mainzischer Geheimer Rat, Kammerpräsident und Amtmann zu Krautheim Ausf. Perg. - 1 Sg. in Holzkapsel ohne Deckel - Rv.: Kauffbrieff über den halben Theil deß 6ten Theilß Zehendt groß und klein von Melchior Zipffen zu Oberwittstatt erkhaufft Anno 1626

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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