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Andreas Jarmann, Erbkämmerer des Abtes von Fulda, bekundet von
Amts wegen, dass er Johann (Hans) Silchmüller und Volkwin Munch, beide
Bürger in Fu...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1561-1570
1568 Februar 9
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist uf Montag nach purificationis Marie und Christi unsers Hern und Seligmachers gepurt im funffzehen hunderten acht und sechzigsten ihare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Andreas Jarmann, Erbkämmerer des Abtes von Fulda, bekundet von Amts wegen, dass er Johann (Hans) Silchmüller und Volkwin Munch, beide Bürger in Fulda, als bestellten Vormündern des Heinrich Scheu, Sohn des verstorbenen Eberhard Scheu, ein Gut in Fulda an der Tränke mit allem Zubehör verliehen hat. Das Gut liegt zwischen den Wohnstätten Andreas Jarmanns und Eberhard Hewers. Heinrich hat nach dem Tod seines Vaters das Gut bei der Nachlassverteilung per Losentscheid (durchs los) erhalten. Die Vormünder sollen das genannte Gut mit Zubehör und allen Rechten zukünftig erblich innehaben. Sie sollen das Gut in gutem Zustand halten und dürfen ohne Wissen [der Erben] nichts davon verpfänden oder verkaufen. Im Namen ihres Pflegesohns Heinrich Scheu haben die Vormünder den Erben einen jährlichen Zins von drei Schock Geld Fuldaer Währung, die eine Hälfte an Walpurgis [Mai 1], die andere an Michaelis [September 29], zu zahlen. Andere Rechte des Amts des Erbkämmerers bleiben von der Belehnung unberührt. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Andreas Jarmann
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.