Archiv des Fürstbischöflichen Vikariats 1548 bis 1808 (Bestand)
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Rep. I
>> Fürstbistum Bamberg: Geistliche Regierung
1178 - 1821
Vorwort: Im süddeutschen Raum diente das Herzogtum Bayern als Vorbild für die Katholische Reform. Im Hochstift und im Bistum Bamberg wurden seitens der Fürstbischöfe, welche zu dieser Zeit nie die Bischofsweihe empfangen hatten, bischöfliche Funktionen und Rechte mit Hilfe von Weihbischöfen und Generalvikaren ausgeübt.
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts scheint unter Fürstbischof Veit II. von Würtzburg (reg. 1561-1577) ein Geistliches Ratskollegium etabliert worden zu sein, das sogenannte Fürstbischöfliche Vikariat. Nach der Auflösung des Hochstifts Bamberg während der Säkularisation geriet das Vikariatsarchiv in erhebliche Unordnung. Die Archiv- und Registraturbestände des Domkapitels und des Fürstbischöflichen Vikariats, der Stifte und Klöster wurden durch die bayerischen Behörden zusammengezogen und anschließend gesichtet. Das gleiche geschah mit den Urkunden, die aus den Pfarreien angefordert wurden. Die zum Vikariatsarchiv gehörigen Protokollbände und die Akten wurden 1811 der Kirche zur Erfüllung ihrer Aufgaben überlassen. Bei der allerdings unvollständigen Aktenabgabe verblieb Aktenmaterial im bayerischen Besitz und wird heute im Staatsarchiv Bamberg verwahrt. Einzelne der damals abgegebenen Akten gehören dagegen ins domkapitelsche Archiv.
1817 wurden im Zusammenhang mit dem bayerischen Konkordat die Grenzen der bayerischen Bistümer neu definiert. Diese neuumschriebenen Bistumsgrenzen führten ab 1823 während des gesamten 19. Jahrhunderts zu mehreren interdiözesanen Beständebereinigungen. Daher umfasst heute der im Archiv des Erzbistums Bamberg verwahrte Bestand "Rep. I Geistliche Regierung" auch Urkunden und Akten zu Pfarreien, die zum alten Bistum Würzburg gehörten. Der Bestand mit einer Laufzeit von 1178 bis 1821 besteht aus der Hauptserie mit 190 Vikariatsprotokollbänden, den Nebenserien mit den Protokollbänden der Testamente, der Stiftungsrevision, des Geistlichen Bauamts, der Milden Stiftungen und der Visitationsberichte. Hinzu kommen 1082 Pergamenturkunden und 72 laufende Regalmeter Akten.
Geordnet wurden die Protokollbände samt den Vikariatsakten und Urkunden in den Jahren 1896 bis 1898 durch den Domvikar und nachmaligen Generalvikar und Weihbischof Dr. Adam Senger (1860-1935). Ein Verzeichnis fertigte von 1925 bis 1928 Johann Schlund (1874-1942), Pfarrer von Breitengüßbach. Eine Verzeichnung, welche heutigen Standards entspricht, steht noch aus.
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts scheint unter Fürstbischof Veit II. von Würtzburg (reg. 1561-1577) ein Geistliches Ratskollegium etabliert worden zu sein, das sogenannte Fürstbischöfliche Vikariat. Nach der Auflösung des Hochstifts Bamberg während der Säkularisation geriet das Vikariatsarchiv in erhebliche Unordnung. Die Archiv- und Registraturbestände des Domkapitels und des Fürstbischöflichen Vikariats, der Stifte und Klöster wurden durch die bayerischen Behörden zusammengezogen und anschließend gesichtet. Das gleiche geschah mit den Urkunden, die aus den Pfarreien angefordert wurden. Die zum Vikariatsarchiv gehörigen Protokollbände und die Akten wurden 1811 der Kirche zur Erfüllung ihrer Aufgaben überlassen. Bei der allerdings unvollständigen Aktenabgabe verblieb Aktenmaterial im bayerischen Besitz und wird heute im Staatsarchiv Bamberg verwahrt. Einzelne der damals abgegebenen Akten gehören dagegen ins domkapitelsche Archiv.
1817 wurden im Zusammenhang mit dem bayerischen Konkordat die Grenzen der bayerischen Bistümer neu definiert. Diese neuumschriebenen Bistumsgrenzen führten ab 1823 während des gesamten 19. Jahrhunderts zu mehreren interdiözesanen Beständebereinigungen. Daher umfasst heute der im Archiv des Erzbistums Bamberg verwahrte Bestand "Rep. I Geistliche Regierung" auch Urkunden und Akten zu Pfarreien, die zum alten Bistum Würzburg gehörten. Der Bestand mit einer Laufzeit von 1178 bis 1821 besteht aus der Hauptserie mit 190 Vikariatsprotokollbänden, den Nebenserien mit den Protokollbänden der Testamente, der Stiftungsrevision, des Geistlichen Bauamts, der Milden Stiftungen und der Visitationsberichte. Hinzu kommen 1082 Pergamenturkunden und 72 laufende Regalmeter Akten.
Geordnet wurden die Protokollbände samt den Vikariatsakten und Urkunden in den Jahren 1896 bis 1898 durch den Domvikar und nachmaligen Generalvikar und Weihbischof Dr. Adam Senger (1860-1935). Ein Verzeichnis fertigte von 1925 bis 1928 Johann Schlund (1874-1942), Pfarrer von Breitengüßbach. Eine Verzeichnung, welche heutigen Standards entspricht, steht noch aus.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
20.08.2025, 12:22 PM CEST