Interview mit Boleslaw Barlog und mit Arthur Maria Rabenalt über ihre Filmarbeit während der Zeit des Nationalsozialismus
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 A130063/105
J 25_G001_005
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente
J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente >> Tondokumente >> Interviews
Enthält:
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Interview von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin, mit Boleslaw Barlog, Regisseur und Theaterintendant, über:
Filmproduzent Peter Paul Brauer. Angebot von der Filmproduktionsfirm Terra, sich als Regieassistent am Film "Jud Süß" zu beteiligen. Beteiligung bei den Probeaufnahmen im Atelier in Babelsberg. Über den Schauspieler Ferdinand Marian, "Marian bekam nach dem Erscheinen des Films waschkörbeweise Heiratsanträge von deutschen Frauen". Enger Freund Wilfried Seifert. Regisseur Erich Engel "vorsichtiger Mann". In Berlin kein so großer Druck durch die Nazis.
Intendant des Schiller Theaters in Berlin und Schauspieler Heinrich George. George war "ehrgeizig, barocker Fürst, kein Nazi, ein Mitläufer". Schauspieler Eugen Klöpfer "ein bauernschlauer Tölpel".
Über Fotoaufnahmen von Babelsberg, insbesondere die Terra-Baracke.
Film "Jud Süß": Gute Behandlung der Juden. Charakter von Schauspielern, u. a.: Alfred Braun, Reinhold Bernt, Louis Brody, Else Elster, Malte Jaeger, Horst Lommer, Theodor Loos und Heinrich Schroth.
Charakter von Regisseuren der Filme, in denen Ferdinand Marian mitspielte, u. a.: Gerhard Lamprecht, Karl Heinz Martin, Herbert Fredersdorf, Max W. Kimmich, Paul Verhoeven, Hans Steinhoff, E. W. Emo und Hans Schweikert.
0:49:55 - 1:32:55
Interview von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin, mit Arthur Maria Rabenalt, österreichischer Theaterregisseur und Filmregisseur, vor Studenten, über:
Schwierigkeiten des Filmdrehens während des Zweiten Weltkrieges. Zirkusfilm, Film "Achtung! Feind hört mit!". Atelieraufnahmen in Berlin-Tempelhof. Außenaufnahmen in Mährisch-Ostrau und in Babelsberg. Filmproduktionsfirma Terra. Rolle von Joseph Goebbels. Zusammenarbeit mit den Kameraleuten. Drehalltag. Sein Spitzname "Rabi". Sein Vater. Künstlerische Erziehung. Kontinuität des Unterhaltungsfilms. Seine Vorliebe für Zirkusfilme. Regie bei nationalsozialistischen Filmen: 1940: Achtung! Feind hört mit!, 1942: Fronttheater, 1941: ...reitet für Deutschland. Begriff "Pferdejude".
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Interview von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin, mit Boleslaw Barlog, Regisseur und Theaterintendant, über:
Filmproduzent Peter Paul Brauer. Angebot von der Filmproduktionsfirm Terra, sich als Regieassistent am Film "Jud Süß" zu beteiligen. Beteiligung bei den Probeaufnahmen im Atelier in Babelsberg. Über den Schauspieler Ferdinand Marian, "Marian bekam nach dem Erscheinen des Films waschkörbeweise Heiratsanträge von deutschen Frauen". Enger Freund Wilfried Seifert. Regisseur Erich Engel "vorsichtiger Mann". In Berlin kein so großer Druck durch die Nazis.
Intendant des Schiller Theaters in Berlin und Schauspieler Heinrich George. George war "ehrgeizig, barocker Fürst, kein Nazi, ein Mitläufer". Schauspieler Eugen Klöpfer "ein bauernschlauer Tölpel".
Über Fotoaufnahmen von Babelsberg, insbesondere die Terra-Baracke.
Film "Jud Süß": Gute Behandlung der Juden. Charakter von Schauspielern, u. a.: Alfred Braun, Reinhold Bernt, Louis Brody, Else Elster, Malte Jaeger, Horst Lommer, Theodor Loos und Heinrich Schroth.
Charakter von Regisseuren der Filme, in denen Ferdinand Marian mitspielte, u. a.: Gerhard Lamprecht, Karl Heinz Martin, Herbert Fredersdorf, Max W. Kimmich, Paul Verhoeven, Hans Steinhoff, E. W. Emo und Hans Schweikert.
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Interview von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin, mit Arthur Maria Rabenalt, österreichischer Theaterregisseur und Filmregisseur, vor Studenten, über:
Schwierigkeiten des Filmdrehens während des Zweiten Weltkrieges. Zirkusfilm, Film "Achtung! Feind hört mit!". Atelieraufnahmen in Berlin-Tempelhof. Außenaufnahmen in Mährisch-Ostrau und in Babelsberg. Filmproduktionsfirma Terra. Rolle von Joseph Goebbels. Zusammenarbeit mit den Kameraleuten. Drehalltag. Sein Spitzname "Rabi". Sein Vater. Künstlerische Erziehung. Kontinuität des Unterhaltungsfilms. Seine Vorliebe für Zirkusfilme. Regie bei nationalsozialistischen Filmen: 1940: Achtung! Feind hört mit!, 1942: Fronttheater, 1941: ...reitet für Deutschland. Begriff "Pferdejude".
1'32
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Sammlung Knilli
Bild-/Tonträger: Kopie von Kompaktkassette
Bild-/Tonträger: Kopie von Kompaktkassette
Transkription des Interviews mit Rabenalt in J 25 Bü 65.
Film
Nationalsozialismus; Film
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ
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