Georg, Abt des Klosters Hirsau (Hirsaw) im Bistum Speyer (Spirensis), und Heinrich [III.], Abt des Klosters Blaubeuren (Blawburren) im Bistum Konstanz (Constantiensis), OSB, päpstliche Kommissare, fällen folgendes Urteil: Weil sich die Nonnen des Klarissenklosters Söflingen (Sefflingen) vor der Stadt Ulm, Konventualinnen, der vom Papst angeordneten Visitation und Reformation widersetzen, verweisen sie sie aus dem Kloster und entziehen ihnen dessen Rechte und Zugehörden; sie erlauben ihnen jedoch, in ein anderes Kloster ihres Ordens einzutreten. Gleichzeitig übergeben sie der neuen Äbtissin Elisabeth Reichner (Rychnerin), [der Priorin] Katharina von Baden, Mechthild Teschlerin aus Urach und den anderen Schwestern von der Observanz, die sie in das Kloster eingeführt haben, sowie Barbara Roth (Rötin), Agatha vom Stein (Stain), Elisabeth Spiegel (Spieglin) und den anderen Koventualinnen, die zur Observanz übergetreten sind, das Kloster Söflingen mit allen Rechten und Zugehörden.
Vollständigen Titel anzeigen
Georg, Abt des Klosters Hirsau (Hirsaw) im Bistum Speyer (Spirensis), und Heinrich [III.], Abt des Klosters Blaubeuren (Blawburren) im Bistum Konstanz (Constantiensis), OSB, päpstliche Kommissare, fällen folgendes Urteil: Weil sich die Nonnen des Klarissenklosters Söflingen (Sefflingen) vor der Stadt Ulm, Konventualinnen, der vom Papst angeordneten Visitation und Reformation widersetzen, verweisen sie sie aus dem Kloster und entziehen ihnen dessen Rechte und Zugehörden; sie erlauben ihnen jedoch, in ein anderes Kloster ihres Ordens einzutreten. Gleichzeitig übergeben sie der neuen Äbtissin Elisabeth Reichner (Rychnerin), [der Priorin] Katharina von Baden, Mechthild Teschlerin aus Urach und den anderen Schwestern von der Observanz, die sie in das Kloster eingeführt haben, sowie Barbara Roth (Rötin), Agatha vom Stein (Stain), Elisabeth Spiegel (Spieglin) und den anderen Koventualinnen, die zur Observanz übergetreten sind, das Kloster Söflingen mit allen Rechten und Zugehörden.
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 509 U 661
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 509 Söflingen, Klarissenkloster
Söflingen, Klarissenkloster >> 1. Urkunden >> 1.6 1451-1500 >> Georg, Abt in Hirsau, und Heinrich, Abt in Blaubeuren, vom Papst speziell deputierte Richter und Executoren, beurkunden in Gegenwart des Notars Mathias Horn von Eltigen, Stadtschreibers zu Stuttgart, und der Zeugen Magister Gabriel Byel, Probst der Kollegiatkirche in Urach, Dr. Wernher von Unshausen, Prediger in Stuttgart, Ulrich Lochner, Syndicus, Konrad Loch(n)er und Kaspar Schwertfür, Sekretär und Schreiber der Stadt Ulm, den Vorgang der Reformation des Klosters Söflingen, die ihnen durch die im Wortlaut eingerückte und ihnen am 3. Januar 1484 im Schloss zu Stuttgart vom Grafen Eberhard dem Älteren von Württemberg und Wilhelm Besserer, Bürgermeister von Ulm, in Gegenwart der Zeugen Magister Gabriel Byel, Dr. Wernher von Unshusen und Dr. Lukas Spechtzhart vorgewiesene Bulle Papst Sixtus IV. vom 14. September 1483 (s. U 657) aufgetragen worden ist.
1484 Januar 23
Urkunden
Ausstellungsort: Ulm
Überlieferungsart: Insert
Siegelbeschreibung: 2 Sg.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Notariatssignet des Notars Mathias Horn von Eltingen, Stadtschreibers zu Stuttgart
Besonderheiten: Libell von 10 Bl.
Überlieferungsart: Insert
Siegelbeschreibung: 2 Sg.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Notariatssignet des Notars Mathias Horn von Eltingen, Stadtschreibers zu Stuttgart
Besonderheiten: Libell von 10 Bl.
Georg, Abt in Hirsau, und Heinrich, Abt in Blaubeuren, vom Papst speziell deputierte Richter und Executoren, beurkunden in Gegenwart des Notars Mathias Horn von Eltigen, Stadtschreibers zu Stuttgart, und der Zeugen Magister Gabriel Byel, Probst der Kollegiatkirche in Urach, Dr. Wernher von Unshausen, Prediger in Stuttgart, Ulrich Lochner, Syndicus, Konrad Loch(n)er und Kaspar Schwertfür, Sekretär und Schreiber der Stadt Ulm, den Vorgang der Reformation des Klosters Söflingen, die ihnen durch die im Wortlaut eingerückte und ihnen am 3. Januar 1484 im Schloss zu Stuttgart vom Grafen Eberhard dem Älteren von Württemberg und Wilhelm Besserer, Bürgermeister von Ulm, in Gegenwart der Zeugen Magister Gabriel Byel, Dr. Wernher von Unshusen und Dr. Lukas Spechtzhart vorgewiesene Bulle Papst Sixtus IV. vom 14. September 1483 (s. U 657) aufgetragen worden ist.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:43 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Söflingen, Klarissenkloster (Bestand)
- 1. Urkunden (Gliederung)
- 1.6 1451-1500 (Gliederung)
- Georg, Abt in Hirsau, und Heinrich, Abt in Blaubeuren, vom Papst speziell deputierte Richter und Executoren, beurkunden in Gegenwart des Notars Mathias Horn von Eltigen, Stadtschreibers zu Stuttgart, und der Zeugen Magister Gabriel Byel, Probst der Kollegiatkirche in Urach, Dr. Wernher von Unshausen, Prediger in Stuttgart, Ulrich Lochner, Syndicus, Konrad Loch(n)er und Kaspar Schwertfür, Sekretär und Schreiber der Stadt Ulm, den Vorgang der Reformation des Klosters Söflingen, die ihnen durch die im Wortlaut eingerückte und ihnen am 3. Januar 1484 im Schloss zu Stuttgart vom Grafen Eberhard dem Älteren von Württemberg und Wilhelm Besserer, Bürgermeister von Ulm, in Gegenwart der Zeugen Magister Gabriel Byel, Dr. Wernher von Unshusen und Dr. Lukas Spechtzhart vorgewiesene Bulle Papst Sixtus IV. vom 14. September 1483 (s. U 657) aufgetragen worden ist. (Archivale)