Senator für politische Befreiung, Meldebögen aus der Entnazifizierung (Bestand)
Show full title
4.66 - II.
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 4. Staatliche Stellen und Eigenbetriebe des Landes und der Stadtgemeinde Bremen >> 4.1. Zentrale Angelegenheiten und Inneres >> 4.1.2. Inneres
1947
Enthält: Meldebögen aus der Entnazifizierung
Bestandsgeschichte: Der vorliegende Bestand enthält bündelweise abgelegte Fromulare, als Meldebögen bezeichnet. In der Sammlung enthalten sind lediglich die Scheine zu Personen, die als nationalsozialistisch unbelastet eingestuft wurden.
Allen Einwohner der amerikanischen Besatzungszone und damit auch von Bremen und Bremerhaven wurden Angaben zu ihrer Position zu den nationalsozialistischen Organisationen abverlangt, soweit sie nach dem 5. März 1930 geboren waren. Die Formblätter enthalten neben den Rubriken zur Identifikation der Einzelperson und zu den NS-Organisationen auch Fragen biographischer Art für den Zeitraum 1933 bis 1945.
Für die Formulare verwendete man Nachkriegspapier von sehr schlechter Qualität, die hier vorliegenden Formulare „unbelastet“ eingestufter Personen wurden in alphabetischer Folge auf Heftstreifen aus Metall abgelegt, diese Hefte mit einem Kartonstreifen umwickelt und verschnürt. Der Inhalt der Bündel und Hefte war meist auf einem Kartonstreifen notiert. Die alphabetische Folge erwies sich häufiger als gestört, besonders schwierige Ordnungszustände sind zu den einzelnen Serien angemerkt. Besonders die Behandlung der Umlaute ist uneinheitlich und entspricht nicht den heutigen Gewohnheiten.
Die Bögen liegen in mehreren Serien, getrennt für die Städte Bremen und Bremerhaven vor. Für die Stadt Bremen wird die umfangreichste Serie als Hauptserie bezeichnet, ergänzend lässt sich eine zweite Serie abgrenzen, wobei es sich vermutlich um Meldebögen von Personen handelt, die einen Teil der NS-Zeit außerhalb Bremens gelebt hatten. Die drei übrigen Serien sind wenig umfangreich.
In Bremerhaven wurden neben einer Hauptserie zwei besondere Gruppen für die unter die Bestimmungen der Jugendamnestie und der Weihnachtsamnestie fallenden Personen gebildet. Weitere Serien geringen Umfangs schließen sich an.
Ein kleinerer, formalisiert geführter Bestand von Einzelfallakten, betreffend die Personen im Betriebsrat der Schutzpolizei, bildet den Abschluss.
Bestandsgeschichte: Die Formulare wurden offenbar in ihrer Entstehungsdienststelle seit sehr langer Zeit nicht mehr genutzt, sie wurden mehrfach ohne Sorgfalt transportiert und waren über lange Zeit schlecht gelagert, so dass häufig mechanische Schäden eingetreten sind. Der gesamte Bestand ist vom Papierzerfall stark betroffen. Er wurde deshalb auf Mikrofiches aufgenommen, die Vorlagen sind nicht mehr zu benutzen.
Die Serien im einzelnen:
1. Meldebögen der Stadt Bremen
1.a. Bremen ab 1947 1947-1948
1.b. Document Center ca. 1950
1.c. Bremen ab 1948 ca. 1948
1.d. Sonstige, z.B. unbearbeitete Bögen ca. 1951
1.e. Bremen 1947-1948 1947-1948
2. Meldebögen der Stadt Bremerhaven
2.a. Hauptserie 1947-1948
2.b. Serie Jugendamnestie 1947-1948
2.c. Serie Weihnachtsamnestie 1947-1948
Bem.: Alphabetische Ordnung stark gestört.
2.d. Meldebögen 1950 ca. 1950-1953
2.e. Nicht bearbeitete Meldebögen 1947-1948
3. Betriebsrat der Schutzpolizei 1947-1952.
Hinweise zur Benutzung:
Der Bestand ist wegen seiner schlechten Erhaltungszustands nicht benutzbar, es stehen Mikrofiches zur Verfügung; die Fiche-Nummer ist im vorliegenden Verzeichnis angegeben.
Die Unterlagen und Mikrofiches unterliegen als personenbezogenes Archivgut einer Schutzfrist von 100 Jahren nach dem Geburtsjahr (hier: bis 1930).
Bearbeitet von
Bettina Schleier 2004/2019
Bestandsgeschichte: Der vorliegende Bestand enthält bündelweise abgelegte Fromulare, als Meldebögen bezeichnet. In der Sammlung enthalten sind lediglich die Scheine zu Personen, die als nationalsozialistisch unbelastet eingestuft wurden.
Allen Einwohner der amerikanischen Besatzungszone und damit auch von Bremen und Bremerhaven wurden Angaben zu ihrer Position zu den nationalsozialistischen Organisationen abverlangt, soweit sie nach dem 5. März 1930 geboren waren. Die Formblätter enthalten neben den Rubriken zur Identifikation der Einzelperson und zu den NS-Organisationen auch Fragen biographischer Art für den Zeitraum 1933 bis 1945.
Für die Formulare verwendete man Nachkriegspapier von sehr schlechter Qualität, die hier vorliegenden Formulare „unbelastet“ eingestufter Personen wurden in alphabetischer Folge auf Heftstreifen aus Metall abgelegt, diese Hefte mit einem Kartonstreifen umwickelt und verschnürt. Der Inhalt der Bündel und Hefte war meist auf einem Kartonstreifen notiert. Die alphabetische Folge erwies sich häufiger als gestört, besonders schwierige Ordnungszustände sind zu den einzelnen Serien angemerkt. Besonders die Behandlung der Umlaute ist uneinheitlich und entspricht nicht den heutigen Gewohnheiten.
Die Bögen liegen in mehreren Serien, getrennt für die Städte Bremen und Bremerhaven vor. Für die Stadt Bremen wird die umfangreichste Serie als Hauptserie bezeichnet, ergänzend lässt sich eine zweite Serie abgrenzen, wobei es sich vermutlich um Meldebögen von Personen handelt, die einen Teil der NS-Zeit außerhalb Bremens gelebt hatten. Die drei übrigen Serien sind wenig umfangreich.
In Bremerhaven wurden neben einer Hauptserie zwei besondere Gruppen für die unter die Bestimmungen der Jugendamnestie und der Weihnachtsamnestie fallenden Personen gebildet. Weitere Serien geringen Umfangs schließen sich an.
Ein kleinerer, formalisiert geführter Bestand von Einzelfallakten, betreffend die Personen im Betriebsrat der Schutzpolizei, bildet den Abschluss.
Bestandsgeschichte: Die Formulare wurden offenbar in ihrer Entstehungsdienststelle seit sehr langer Zeit nicht mehr genutzt, sie wurden mehrfach ohne Sorgfalt transportiert und waren über lange Zeit schlecht gelagert, so dass häufig mechanische Schäden eingetreten sind. Der gesamte Bestand ist vom Papierzerfall stark betroffen. Er wurde deshalb auf Mikrofiches aufgenommen, die Vorlagen sind nicht mehr zu benutzen.
Die Serien im einzelnen:
1. Meldebögen der Stadt Bremen
1.a. Bremen ab 1947 1947-1948
1.b. Document Center ca. 1950
1.c. Bremen ab 1948 ca. 1948
1.d. Sonstige, z.B. unbearbeitete Bögen ca. 1951
1.e. Bremen 1947-1948 1947-1948
2. Meldebögen der Stadt Bremerhaven
2.a. Hauptserie 1947-1948
2.b. Serie Jugendamnestie 1947-1948
2.c. Serie Weihnachtsamnestie 1947-1948
Bem.: Alphabetische Ordnung stark gestört.
2.d. Meldebögen 1950 ca. 1950-1953
2.e. Nicht bearbeitete Meldebögen 1947-1948
3. Betriebsrat der Schutzpolizei 1947-1952.
Hinweise zur Benutzung:
Der Bestand ist wegen seiner schlechten Erhaltungszustands nicht benutzbar, es stehen Mikrofiches zur Verfügung; die Fiche-Nummer ist im vorliegenden Verzeichnis angegeben.
Die Unterlagen und Mikrofiches unterliegen als personenbezogenes Archivgut einer Schutzfrist von 100 Jahren nach dem Geburtsjahr (hier: bis 1930).
Bearbeitet von
Bettina Schleier 2004/2019
ca. 30
Bestand
Benutzung: Der Bestand ist wegen seiner schlechten Erhaltungszustands nicht benutzbar, es stehen Mikrofiches zur Verfügung; die Fiche-Nummer ist im vorliegenden Verzeichnis angegeben.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
30.06.2025, 11:55 AM CEST